Beiersdorf Aktie
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ROUNDUP 2: Beiersdorf wächst weiter robust - Dynamik bei Tesa nimmt aber ab

Dienstag, 29.10.19 12:06
ROUNDUP 2: Beiersdorf wächst weiter robust - Dynamik bei Tesa nimmt aber ab
Bildquelle: fotolia.com
(neu: Chinageschäft, mehr Details, Analystenstimme, Aktienkurs)

HAMBURG (dpa-AFX) - Der Konsumgüterhersteller Beiersdorf wächst weiter robust. Dabei profitiert das Unternehmen von einem weiter stark laufenden Hautpflegegeschäft. Neue Produkte sollen das Wachstum hoch halten. Die Entwicklung des Klebstoffgeschäfts Tesa schwächte sich indes weiter ab, verantwortlich war vor allem die geringere Nachfrage aus der Automobilindustrie. Beiersdorf senkte daraufhin die Wachstumsprognose für die Sparte, hielt an der Konzernprognose aber fest.

"Die Ergebnisse der ersten neun Monate zeigen, dass wir mit der Neuausrichtung unserer Unternehmensstrategie und einer höheren Investitionsbereitschaft die Antwort auf die neue Marktdynamik haben", erklärte Vorstandschef Stefan De Loecker mit Blick auf das wettbewerbsintensive Konsumgütergeschäft. Dennoch, warnte er, gebe es "noch viel zu tun".

Der Umsatz stieg in den ersten neun Monaten um 6 Prozent auf 5,7 Milliarden Euro, wie das Unternehmen am Dienstag in Hamburg mitteilte. Organisch, sprich bereinigt um Währungseffekte sowie Zu- und Verkäufe, legte das Unternehmen um 4,3 Prozent zu. Die Entwicklung verlief in etwa im Rahmen der Analystenerwartungen. Die Aktie verlor gegen Mittag knapp 1 Prozent. Der Schwung bei dem Konsumgüterkonzern habe im dritten Quartal deutlicher nachgelassen als erwartet, schrieb Jefferies-Analystin Molly Wylenzek mit Verweis auf das viel schwächere Klebstoffgeschäft.

Bei Tesa ließ die Dynamik im Industriegeschäft erheblich nach, insbesondere Kunden aus dem Automobilbereich in Nordamerika hielten sich zurück. Nach neun Monaten liegt das organische Umsatzwachstum dank des Verbrauchergeschäfts bei noch 1,2 Prozent, nach 2,4 Prozent im ersten Halbjahr. Beiersdorf senkte daher den Umsatzausblick für die Sparte für das laufende Jahr und geht lediglich noch von einem Wachstum von 1 bis 2 Prozent aus, nach zuvor avisierten 3 bis 4 Prozent.

Das Konsumentengeschäft mit Marken wie Nivea, Eucerin oder La Prairie blieb hingegen der Wachstumstreiber und legte organisch um 5,1 Prozent zu. Am stärksten wuchs dabei weiterhin die Luxusmarke La Prairie, auch wenn hier die Dynamik im dritten Quartal etwas nachließ. Auch Eucerin konnte wegen neuer Produkte punkten. Der zum September abgeschlossene Kauf der Sonnenschutzmarke Coppertone von Bayer hatte den Angaben zufolge noch keinen greifbaren Effekt auf die Umsatzentwicklung.

Nivea entwickelte sich dagegen solide, außer in China, wo die Marke schwach lief. Beiersdorf kämpft seit längerem mit dem chinesischen Markt. So hat der Konzern schon länger Probleme mit der Shampoo-Marke Slek, die seit Jahren Verluste einfährt und Marktanteile verliert. Als Konsequenz hat sich Beiersdorf nun zum Verkauf an ein chinesisches Unternehmen entschlossen. Finanzchefin Dessi Temperley erwartet aus dem Verkauf jedoch nur einen kleinen positiven Effekt auf das Ergebnis.

Für das Konsumentengeschäft zeigte sich Beiersdorf für 2019 etwas positiver als zuvor. So hob der Konzern die untere Spanne des erwarteten Umsatzwachstums an und erwartet nun ein organisches Plus von 4 bis 5 Prozent. Das Management setzt auf das Wachstum durch neue Produkte, so betritt der Konzern mit dem Einstieg in die Naturkosmetik mit neuen Serien bei ihren Marken Florena und Nivea neues Terrain. Die Produkte sollen zunächst in Frankreich und Italien eingeführt werden. Neu ist auch eine Serie zur Pflege tätowierter Haut.

Die Jahresprognose für den Konzern wurde bekräftigt. Für 2019 erwartet Beiersdorf ein organisches Umsatzwachstum von etwa 3 bis 5 Prozent und eine operative Umsatzrendite für den Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) von 14,5 Prozent, was einen Rückgang im Vergleich zum Vorjahreswert von 15,4 Prozent bedeutet. Dafür verantwortlich ist das laufende Investitionsprogramm, mit dem Beiersdorf das Wachstum hoch halten will. Das organische Wachstum hatte im vergangenen Jahr 5,4 Prozent betragen./nas/kro/mis



Quelle: dpa-AFX


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