Marktübersicht

Dax
13.169,00
0,49%
MDax
26.148,00
0,00%
BCDI
141,31
0,00%
Dow Jones
24.651,74
0,58%
TecDax
2.544,00
0,00%
Bund-Future
163,57
0,03%
EUR-USD
1,18
-0,24%
Rohöl (WTI)
57,35
0,35%
Gold
1.255,32
0,20%
11:33 21.09.17

ROUNDUP 2/Lufthansa: Kein Interesse an Air-Berlin-Langstrecke - Gläubiger tagen

(neu: mehr Details und Hintergrund)

FRANKFURT/BERLIN (dpa-AFX) - Die Lufthansa will einen großen Teil der Maschinen von Air Berlin übernehmen, winkt bei der Langstrecke des insolventen Konkurrenten aber ab. Sein Unternehmen habe ein Angebot über die 38 bereits angemieteten Mittelstrecken-Jets sowie 20 bis 40 weitere Flugzeuge abgegeben, sagte Lufthansa-Chef Carsten Spohr in Frankfurt.

Damit würden viele Arbeitsplätze gerettet, die bei der Tochter Eurowings weiterbestehen sollen: "Wir glauben, bald bis zu 3000 neue Mitarbeiter begrüßen zu können." An der Langstrecke der Berliner, deren Zukunft auch nach Einschätzung der Gewerkschaft Verdi besonders unsicher ist, hat Lufthansa allerdings kein Interesse.

GLÄUBIGERAUSSCHÜSSE WOLLEN BERATEN

Am Donnerstag wollten die drei Gläubigerausschüsse des Air-Berlin-Dachkonzerns, der deutschen Gesellschaft und der Techniksparte über die vorliegenden Angebote beraten. Aus Branchenkreisen hieß es, es könnten dabei schon Vorentscheidungen fallen. Am Montag (25.) soll der Aufsichtsrat die Zuschläge erteilen.

Neben der Lufthansa haben weitere Fluggesellschaften und einzelne Geschäftsleute für Teile oder die ganze Firma den Finger gehoben - darunter Easyjet , die British-Airways- und Iberia-Mutter IAG sowie ein Bündnis aus Condor und Niki Lauda. Insgesamt betreibt Air Berlin mit rund 8000 Mitarbeitern eine Flotte von 144 Flugzeugen. 38 davon sind samt Besatzungen schon an Eurowings vermietet, die Billigtochter der Lufthansa wirbt auch neues Personal an. Zur Aufnahme erfahrener Air-Berlin-Piloten konnte Eurowings aber noch keine Vereinbarung mit der Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) erzielen.

GESAMTVERKAUF GILT ALS UNWAHRSCHEINLICH

Air Berlin - die nach Lufthansa bisher zweitgrößte deutsche Fluglinie - hatte Mitte August Insolvenz angemeldet. Ihr Gesamtverkauf an einen Bieter gilt als unwahrscheinlich. Spohr wandte sich gegen die Auffassung, dass die Lufthansa schon mit der Teilübernahme eine Monopolstellung gewinne. Der Marktanteil würde sogar bei einer Komplettübernahme unter 50 Prozent bleiben, betonte er. Dennoch werde die Lufthansa nicht für weitere Flugzeuge von Air Berlin bieten. "Viel mehr glauben wir kartellrechtlich nicht machen zu können."

Der Lufthansa-Chef kündigte an, dass Eurowings "aus eigener Kraft" Langstreckenflüge auch aus Berlin anbieten werde. Bislang startet die Gesellschaft ihre Überseeflüge ausschließlich von Köln aus. Starts ab Düsseldorf und München sind bereits angekündigt worden.

VERDI BEFÜRCHTET JOBVERLUSTE

Verdi befürchtet, dass auf der Langstrecke Jobs wegfallen. Angst gebe es in Bereichen, deren Einstellung schon vor dem Verkauf angekündigt wurde, sagte Gewerkschafter Volker Nüsse: "Wenn die Langstrecke nicht mehr im Flugplan ist, kann auf sie auch nicht geboten werden."

Insgesamt drohe viele Beschäftigten in möglicherweise nicht übernommenen Unternehmensteilen die Arbeitslosigkeit. "Schon jetzt ist klar, dass ein großer Teil keine Anschlussbeschäftigung bei einem der potenziellen Erwerber finden wird", warnte Verdi-Vorstand Christine Behle. Sie forderte den Aufbau einer Transfergesellschaft. In einer solchen können Betroffene weiterqualifiziert und in neue Stellen vermittelt werden. Unsicher schien im Bieterverfahren auch die Zukunft der Beschäftigten in der Verwaltung und in der Technik.

FUSIONSWELLE DÜRFTE ANHALTEN

Spohr schätzt, dass die Fusionswelle in Europas Luftverkehr anhält: "Die Konsolidierung wird kommen, und Lufthansa will dabei eine Rolle spielen. Und Air Berlin wird dabei nicht der letzte Schritt sein."/jap/ceb/stw/DP/jha



Quelle: dpa


Hier geht's zur Aktien-Startseite

News und Analysen

00:33 Uhr GNW-News: Elemica auf Liste der Top 100 Unternehmen für Lebensmittellogistik
15.12.17 Trump bei Steuerreform praktisch vor der Ziellinie
15.12.17 RATING: Fitch sieht Irlands Banken gesunden - Hochstufung des Landes auf 'A+'
15.12.17 RATING: Auch Fitch sieht in Portugal wieder einen zuverlässigen Schuldner
15.12.17 ROUNDUP/Aktien New York Schluss: Aussicht auf Steuerreform lässt Rekorde purzeln
15.12.17 Aktien New York Schluss: Aussicht auf Steuerreform lässt Rekorde purzeln
15.12.17 Continental will in wenigen Jahren mit Elektroantrieben Geld verdienen
15.12.17 Kennedy Wilson übernimmt für 45 Millionen € Northbank Apartments mit 124 Einheiten in Dublin, Irland
15.12.17 US-Anleihen: Überwiegend wenig verändert zum Wochenschluss
15.12.17 ROUNDUP: Langjähriger Kölner Airport-Chef Garvens geht
15.12.17 Devisen: Euro weiter unter 1,18 US-Dollar
15.12.17 WDH: S21-Architekt sieht Kosten von Bahnprojekt bei 10 Milliarden Euro
15.12.17 Behörde: Amazon legt Steuerstreit in Italien mit Millionenzahlung bei
15.12.17 Langjähriger Kölner Airport-Chef Garvens geht
15.12.17 OTS: Börsen-Zeitung / Börsen-Zeitung: Wunschzettel für 2018, ein ...
15.12.17 Abdullah bin Zayed ehrt im Rahmen des vierten jährlichen Forums zur Förderung des Friedens in...
15.12.17 ANALYSE-FLASH: RBC Capital senkt Oracle auf 'Sector Perform' - Ziel 51 US-Dollar
15.12.17 Aktien New York: Hoffnung auf Steuerreform lässt Rekorde purzeln
15.12.17 Aktien Osteuropa Schluss: Überwiegend leichte Verluste - Budapest im Plus
15.12.17 ROUNDUP: Ryanair geht nach Streikdrohung auf Piloten zu - VC will verhandeln
Seite: 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | ... | 8239

Titel aus dieser Meldung

1,82%
-0,55%
0,16%

Im Fokus

Aktueller Chart
  • Aktie bricht nach Apple-Gerüchten ein!
  • Kurserholung im Fokus!
  • Was kommt als Nächstes?

Volltextsuche

Nachrichtensuche

Dividenden Dax-Aktien 2017

Name: Adidas

Dividende pro Aktie: 2,00 Euro

Dividenden-Rendite: 1,3%

 

Tipp: Alles zu den langfristig sichersten und erfolgreichsten Aktien der Welt erfahren Sie im kostenlosen Newsletter „Aktien-Ausblick“, den Sie hier gerne anfordern können...

Das 3-Säulen-Erfolgsmodell

Das 3-Säulen-Erfolgsmodell
Der boerse.de-Aktienbrief hilft Ihnen beim Vermögensaufbau an der Börse. Folgen Sie einfach unserem Drei-Säulen-Erfolgsmodell, das auf den Faktoren Titelauswahl, Timing und einer Steuerung der Investitionsquoten beruht.