ROUNDUP 2: Puma erhöht nach rasantem Wachstum Prognose - Aktie auf Rekordhoch

Mittwoch, 31.07.19 11:22
ROUNDUP 2: Puma erhöht nach rasantem Wachstum Prognose - Aktie auf Rekordhoch
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(neu: Aussagen aus der Telefonkonferenz, aktualisierter Aktienkurs)

HERZOGENAURACH (dpa-AFX) - Der Sportartikelhersteller Puma hat seinen rasanten Wachstumskurs auch im zweiten Quartal fortgesetzt. Dabei profitierte die Marke mit der Raubkatze von starken Verkäufen in China sowie der Region Amerika. Neue Schuhmodelle sowie die anhaltend robuste Nachfrage nach Textilien ließen Umsatz und Gewinn deutlich steigen. Konzernchef Björn Gulden zeigte sich daher für das laufende Geschäftsjahr optimistischer und erhöhte die Prognose leicht.

Die Aktie legte am Vormittag um mehr als 6 Prozent zu und erreichte ein Rekordhoch. Sie war damit klarer Spitzenreiter im MDax. Der Sportartikelhersteller habe ein weiteres starkes Quartal hinter sich, schrieb Baader-Analyst Volker Bosse in einer am Mittwoch vorliegenden Ersteinschätzung. Der erhöhte Ausblick sei erwartet worden.

Der Umsatz soll im laufenden Jahr währungsbereinigt nun um 13 Prozent zunehmen, teilte der Lokalrivale von Adidas am Mittwoch in Herzogenaurach mit. Bislang war Puma von einem Plus von rund 10 Prozent ausgegangen. Das operative Ergebnis (Ebit) sieht der Konzern nun bei 410 bis 430 Millionen Euro, nach zuvor erwarteten 395 bis 415 Millionen Euro. Puma war bereits mit einem hohen Wachstum in das Geschäftsjahr gestartet. Im ersten Quartal trat Gulden jedoch noch auf die Euphoriebremse und scheute damals eine Erhöhung der Prognose.

Auch jetzt bleibt Gulden vorsichtig, die Wachstumsprognose lässt Raum für eine leichte Abschwächung des Tempos in der zweiten Jahreshälfte. Puma müsste 10 bis 11 Prozent wachsen, um die Prognose zu erreichen, so Gulden. Dabei gebe es durchaus ein gewisses "Aufwärtspotenzial". Die neue Prognose sei derzeit "realistisch", sagte der Manager. Hintergrund sind die anhaltenden Unsicherheitsfaktoren am Markt wie die weltweite wirtschaftliche Abkühlung, Handelsstreitigkeiten oder der bevorstehende Brexit.

Vor allem der Streit zwischen USA und China treibt den Konzernchef um. Dieser führe bereits zu einem "gewissen Druck auf der Beschaffungsseite" räumte er mit Blick auf den Produktionsstandort China ein. So habe Puma in den vergangenen Jahren sukzessive Kapazitäten in andere Länder wie Bangladesch oder Kambodscha verlagert, was die Kosten erhöhe. So sank der für den US-Markt bestimmte Anteil der Produkte "Made in China" zuletzt auf 25 Prozent. Vor etwa fünf Jahren lag der Anteil noch fast doppelt so hoch. Preiserhöhungen nannte Gulden als Folge dadurch möglich, insbesondere, wenn es zu Strafzöllen seitens der USA käme. Ein weiteres Resultat des Streits sind höhere Lagerbestände, mit denen sich Puma gegen mögliche Lieferprobleme wappnen will.

Im zweiten Quartal steigerte Puma das Ergebnis vor Zinsen und Steuern um fast 40 Prozent auf 80,3 Millionen Euro und schnitt damit besser ab als von Analysten prognostiziert. Das Konzernergebnis verbesserte sich noch deutlicher um fast 60 Prozent auf 49,7 Millionen Euro. Der Umsatz erhöhte sich um knapp 17 Prozent auf gut 1,2 Milliarden Euro, währungsbereinigt betrug das Wachstum knapp 16 Prozent.

Dabei verzeichneten die Regionen Asien-Pazifik - angetrieben von China - sowie Amerika Wachstumsraten von rund 20 Prozent. In China sieht Gulden dabei keine Abschwächung der Nachfrage. Die Region EMEA, in die auch das europäische Geschäft fällt, wuchs dagegen "nur" um rund 8 Prozent. Allerdings beschleunigte sich die Wachstumsrate damit im Vergleich zum ersten Quartal. "Alle Produktsegmente und Regionen verzeichneten einen gesunden Zuwachs", kommentierte Konzernchef Gulden.

Erfolgreich verlief seinen Aussagen zufolge die Markteinführung der Trikots des neuen Partners Manchester City. Die ersten Verkaufszahlen seien besser ausgefallen als erwartet, erklärte Gulden. Puma hatte den amtierenden Meister der englischen Fußball-Premier-League kürzlich unter Vertrag genommen. Es ist der größte Ausrüstervertrag in der Puma-Geschichte./nas/elm/mis



Quelle: dpa


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