Marktübersicht

Dax
13.162,00
0,44%
MDax
26.186,00
0,15%
BCDI
141,31
0,00%
Dow Jones
24.651,74
0,58%
TecDax
2.548,75
0,19%
Bund-Future
163,57
0,03%
EUR-USD
1,18
0,09%
Rohöl (WTI)
57,35
0,35%
Gold
1.254,60
-0,06%
17:15 20.09.17

ROUNDUP 3/Milliardendeal: Fortum greift nach Eon-Abspaltung Uniper

(neu: Stellungnahme Gewerkschaft im 8. Absatz.)

ESSEN/HELSINKI (dpa-AFX) - Auf dem deutschen Strommarkt bahnt sich ein Milliardendeal an: Der finnische Energieversorger Fortum will den aus dem Eon -Konzern abgespaltenen Kraftwerksbetreiber Uniper übernehmen. Eon und Fortum befänden sich in fortgeschrittenen Gesprächen über einen Verkauf der verbliebenen milliardenschweren Eon-Beteiligung an Uniper, teilten beide Unternehmen am Mittwoch mit.

Das Düsseldorfer Unternehmen Uniper ist mit einer Erzeugungskapazität von rund 40 Gigawatt einer der führenden Stromerproduzenten Europas. Der Kraftwerkspark von Uniper bildete lange das Rückgrat des damals größten deutschen Energiekonzerns Eon, bis ddas Unternehmen 2016 unter dem Druck der Energiewende sein altes Kerngeschäft mit Großkraftwerken und dem Energiehandel abspaltete. Obwohl Uniper anfangs als "Resterampe" verspottet wurde, erlebte die Aktie des Kraftwerksbetreibers in den vergangenen Monaten auch angeheizt durch Übernahmefantasien einen Höhenflug.

HÄLT KNAPP DIE HÄLFTE AN UNIPER

Derzeit hält Eon noch knapp 47 Prozent an Uniper, kann das Aktienpaket aber aus steuerrechtlichen Gründen erst im kommenden Jahr verkaufen. Bei einer Einigung in den laufenden Verhandlungen sei ein freiwilliges öffentliches Übernahmeangebot von Fortum an alle Uniper-Aktionäre geplant, über das die Anteilseigner Anfang 2018 entscheiden könnten, so die Konzerne.

Vorgesehen sei eine Barzahlung von 22 Euro pro Aktie. Uniper würde damit insgesamt mit rund 8 Milliarden Euro bewertet. Der hoch verschuldete Eon-Konzern könnte für sein Aktienpaket mit einem Gesamterlös von 3,8 Milliarden Euro rechnen.

PLAN ZUR TRENNUNG VON ANFANG AN

Eon hatte aus seinen Plänen, sich mittelfristig auch von der verbliebenen Beteiligung an Uniper zu trennen, von Anfang an keinen Hehl gemacht. Das Unternehmen könnte das Geld gut gebrauchen, denn es will in Zukunft wieder verstärkt investieren, wie Konzernchef Johannes Teyssen erst im vergangenen Monat angekündigt hatte. Dabei soll organisches Wachstum Vorrang vor Zukäufen haben.

Fortum-Chef Pekka Lundmark betonte, das geplante Angebot bedeute einen 36-prozentigen Aufschlag auf den Preis der Uniper-Aktie vor Beginn der Marktspekulationen über eine Übernahme Ende Mai. Allerdings lag der aktuelle Kurs der Uniper-Aktie am Mittwochnachmittag bereits etwas oberhalb der Fortum-Offerte.

FORTUM WILL ARBEITNEHMER NICHT VERSCHRECKEN

Um mögliche Ängste bei den 13 000 Uniper-Mitarbeitern vor den Folgen einer Übernahme im Keim zu ersticken, betonte Fortum ausdrücklich, dass es keine Pläne für betriebsbedingte Kündigungen im Zusammenhang mit der Übernahme gebe. Es sei auch nicht beabsichtigt, den Sitz des Konzerns von Düsseldorf weg zu verlegen.

Bei der Gewerkschaft Verdi stieß der Vorstoß der Finnen dennoch auf Kritik. Eine mehrheitliche Übernahme erscheine "von außen betrachtet" keineswegs als die beste Lösung für die künftige Entwicklung von Uniper, meinte der Leiter der Verdi-Fachgruppe Energie, Volker Stüber. Bislang wisse niemand, welches Unternehmenskonzept Fortum verfolgen wolle. Ziel müsse es nun sein, die Arbeitnehmerrechte bei Uniper umfassend zu schützen.

GESPRÄCHE MIT BEHÖRDEN

Die Bestätigung der Übernahmepläne bescherte den Aktien von Fortum, Eon und Uniper am Mittwochnachmittag kräftige Kursgewinne.

Das finnische Unternehmen wies allerdings auch ausdrücklich darauf hin, dass derzeit noch Gespräche mit den zuständigen Behörden geführt würden. Außerdem bedürfe eine Vereinbarung noch der Zustimmung der Gremien in beiden Konzernen. Deshalb sei noch nicht sicher, ob am Ende der Verhandlungen wirklich ein Angebot vorgelegt werde./DP/men



Quelle: dpa


Hier geht's zur Aktien-Startseite

News und Analysen

17.12.17 dpa-AFX-Überblick: UNTERNEHMEN - Die wichtigsten Meldungen vom Wochenende
17.12.17 ROUNDUP/Ryanair: Rasche Verhandlung mit Piloten - Absage an Kabinenpersonal
17.12.17 Blackrock fordert Hilfe der Politik für Fusionen europäischer Großbanken
17.12.17 ROUNDUP: Weiter Suche nach Niki-Investor - Lauda attackiert Lufthansa
17.12.17 ROUNDUP: BER beschäftigt Politik weiter - 'kein Plan B für Eröffnung'
17.12.17 Bitcoin nimmt Kurs auf 20 000-Dollar-Marke
17.12.17 Einzelhandel will härtere Strafen für Ladendiebe
17.12.17 Thales setzt sich bei Gemalto-Übernahme mit 4,8-Milliarden-Euro-Offerte durch
17.12.17 ROUNDUP: Online-Handel beflügelt Weihnachtsgeschäft - Innenstädte schwächeln
17.12.17 Ringen um Regierungsbildung: Erster SPD-Landesverband gegen Groko
17.12.17 EANS Adhoc: UNIQA Insurance Group AG (deutsch)
17.12.17 ROUNDUP: Protest gegen Stellenabbau bei israelischer Ratiopharm-Mutter Teva
17.12.17 ROUNDUP: Trumps Steuerreform greifbar nahe - Abstimmung vor Weihnachten
17.12.17 Presse: Aubameyang hat Vertrag in Dortmund verlängert
17.12.17 Handwerk warnt mögliche große Koalition vor 'Wohltatenpolitik'
17.12.17 Kompromiss soll Mays zweite Brexit-Schlappe im Parlament verhindern
17.12.17 Weil: SPD will bei Bürgerversicherung private Kassen erhalten
17.12.17 Kostenschub bei Krebsmedikamenten - Schärfere Kontrollen
17.12.17 Weil fordert Milliardeninvestitionen in Wohnungsbau und Pflege
17.12.17 Industrie: Können uns keine Hängepartie bei Regierungsbildung leisten
Seite: 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | ... | 8242

Titel aus dieser Meldung

2,22%
-0,44%

Im Fokus

Aktueller Chart
  • Aktie bricht nach Apple-Gerüchten ein!
  • Kurserholung im Fokus!
  • Was kommt als Nächstes?

Volltextsuche

Nachrichtensuche

Dividenden Dax-Aktien 2017

Name: Adidas

Dividende pro Aktie: 2,00 Euro

Dividenden-Rendite: 1,3%

 

Tipp: Alles zu den langfristig sichersten und erfolgreichsten Aktien der Welt erfahren Sie im kostenlosen Newsletter „Aktien-Ausblick“, den Sie hier gerne anfordern können...

Warum der Dax auf 100.000 Punkte steigen wird

Warum der Dax auf 100.000 Punkte steigen wird
Thomas Müller und Alexander Coels haben in "Das Börsenbuch" die spektakuläre Prognose ausgestellt, dass der Dax bis 2039 auf 100.000 Punkte steigen wird. Diese einzigartige Börsenvision mag viele Anleger, angesichts des ständigen Bergauf und –ab an den Finanzmärkten, überraschen. Dabei ist die Überlegung dahinter einfach erklärt.