Aixtron Aktie
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ROUNDUP: Aixtron erwartet Umsatzrückgang 2019 - Aktie vorbörslich unter Druck

Donnerstag, 24.10.19 09:10
ROUNDUP: Aixtron erwartet Umsatzrückgang 2019 - Aktie vorbörslich unter Druck
Bildquelle: iStock by Getty Images
HERZOGENRATH (dpa-AFX) - Der Spezialanlagenbauer Aixtron rechnet nach Export-Verzögerungen im laufenden Geschäftsjahr mit weniger Umsatz als im Vorjahr. Die Prognose berücksichtige die länger als erwartet andauernden Prüfungen zur Erteilung von Exportlizenzen sowie den nicht länger für 2019 erwarteten Folgeauftrag für eine OLED-Anlage, wie der SDax-Konzern am Donnerstag in Herzogenrath mitteilte.

Anlegern schmeckte das nicht: Die Aixtron-Aktie fiel zum Handelsstart fünf Prozent. Ein Händler sprach von einem vorsichtigen und enttäuschenden Ausblick. Nach 269 Millionen Euro im vergangenen Jahr rechnet Aixtron nun mit Erlösen von 260 Millionen Euro. Damit legte sich das Unternehmen auf das untere Ende der zuvor prognostizierten Spanne von 260 bis 290 Millionen Euro fest.

So fiel der Umsatz im dritten Jahresviertel laut Aixtron unter anderem wegen unerwartet langer Prüfungen zur Erteilung von Exportlizenzen im Vergleich zum Vorquartal um 17 Prozent auf 52,6 Millionen Euro. Analysten hatten im Durchschnitt mit einem geringeren Minus gerechnet.

Der Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) brach im dritten Quartal um 41 Prozent auf 5,5 Millionen Euro ein, lag damit aber nur leicht unter den Markterwartungen. Auf Jahressicht rechnet Aixtron mit einem Ebit in Höhe von rund 13 Prozent des Umsatzes. Das wären auf Basis der neuen Umsatzprognose knapp 34 Millionen Euro.

Grundsätzlich gibt sich Aixtron optimistisch. Die mittel- und langfristigen Aussichten für die Kernmärkte seien unverändert positiv. Das Unternehmen stützt sich dabei auf eine leicht erholte Auftragslage. Im dritten Quartal stiegen die Auftragseingänge im Vergleich zum Vorquartal um 17 Prozent auf 52,2 Millionen Euro.

"Der gestiegene Auftragseingang stimmt uns optimistisch, dass wir unsere Ziele für das laufende Geschäftsjahr erreichen werden. Dabei helfen uns die weiter gesunkenen Kosten ebenso wie der nach wie vor vorteilhafte Dollar-Euro-Wechselkurs", sagte Aixtron-Chef Bernd Schulte laut Mitteilung.

Für das Gesamtjahr rechnet der Konzern mit Auftragseingängen von 220 Millionen Euro, was dem unteren Ende der vorigen Prognose von 220 bis 260 Millionen Euro entspricht. Das Unternehmen baut auf einen Schlussspurt im vierten Quartal. Bis zum Jahresende werde eine weitere Erhöhung der Nachfrage erwartet.

Für eine im September neu vorgestellte Produktionsanlage für Siliziumkarbid gebe es bereits erste Aufträge aus der Industrie. Aixtron profitiert außerdem unter anderem vom zunehmenden Einsatz von Lasern in der optischen Datenübertragung und dem Ausbau des 5G-Mobilfunknetzwerks./niw/mis/zb



Quelle: dpa-AFX


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