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ROUNDUP/Aktien Frankfurt Eröffnung: Verluste - Sorgen nehmen wieder zu

Dienstag, 28.09.21 11:00
Analysten bei der Beobachtung von Monitoren
Bildquelle: Deutsche Börse
FRANKFURT (dpa-AFX) - Nach moderaten Gewinnen zum Wochenstart ist der Dax am Dienstagmorgen wieder zurückgefallen. Der deutsche Leitindex baute im frühen Handel seine Verluste weiter aus und stand zuletzt um 0,71 Prozent tiefer bei 15 463,41 Punkten.

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Positive Konjunkturdaten wie etwa das aufgehellte GfK-Konsumklima verpufften damit und auch die Bundestagswahl gilt am Markt als abgehakt. Dagegen nehmen die Sorgen wieder zu, von Börsianern wurde als aktueller Belastungsfaktor am Markt vor allem die anstehende Eindämmung der bisher lockeren Geldpolitik der Notenbanken genannt.

Seit einigen Tagen pendelt der Dax nun bereits in einer engen Spanne zwischen 15 500 und 15 700 Punkten, nachdem er zu Beginn der vergangenen Woche noch bis auf fast 15 000 Punkte abgerutscht war. Knapp unter 15 700 Punkten verläuft derzeit die 50-Tage-Linie für den mittelfristigen Trend, die für den Dax derzeit eine größere Hürde darstellt.

Auch in den hinteren Börsenreihen ging es am Dienstagmorgen bergab. Der MDax der mittelgroßen Börsenwerte verlor noch deutlicher als der Dax mit minus 1,21 Prozent auf 34 847,41 Zähler. Ähnlich sah es an den europäischen Börsen aus, der EuroStoxx 50 als Leitindex der Eurozone gab zuletzt um 1,26 Prozent auf 4112,87 Punkte nach.

Neben den Stimmungsdaten richten sich die Blicke der Anleger an diesem Handelstag unter anderem auf die anstehenden Reden führender Notenbanker wie Christine Lagarde, Chefin der Europäischen Zentralbank (EZB), und Jerome Powell, Präsident der US-Notenbank Fed. Obwohl die Währungshüter die steigende Inflation als vorübergehendes Phänomen betrachten, nimmt aus Sicht von Michael Hewson von CMC Markets doch ihre Besorgnis zu. Er wies am Morgen darauf hin, dass sich Fed-Chef Powell in einer vorab vorbereiteten Bemerkung für einen Auftritt vor dem Bankenausschuss des Senats mögliche Zinserhöhungen nicht ausgeschlossen habe, sollte der Preisauftrieb nachhaltiger sein als gedacht.

Auf Unternehmensseite standen somit erneut jene Werte unter Druck, die als Gewinner der Corona-Krise gelten. So setzten etwa im Dax Anteile am Laborzulieferer Sartorius als Schlusslicht ihre Talfahrt den dritten Tag in Folge fort und rutschten um fast 3,8 Prozent bergab. Der Kochboxenversender Hellofresh büßte 2,2 Prozent ein und Essenslieferant Delivery Hero 1,5 Prozent. Medizinwerte wie Merck KGaA und Qiagen verloren ähnlich stark.

Unter den Verlierern fanden sich auch die Sportartikelhersteller wieder, Adidas und Puma SE brachten es auf ein Minus von 1,7 beziehungsweise 1,5 Prozent.

Ein angehobenes Umsatzziel von About You für das Jahr lockte hingegen die Anleger in die Aktien des Online-Modehändlers, die um mehr als zweieinhalb Prozent zulegten. Die ebenfalls vorgelegten Eckdaten für das zweite Geschäftsquartal waren zudem laut einem Händler besser als gedacht ausgefallen.

Im Sog der vorabendlich schwächeren Nasdaq verloren hingegen Technologiewerte wie Aixtron 4 Prozent; für Softwareunternemen wie Nemetschek , Compugroup und Software AG ging es zwischen 2 bis 4 Prozent bergab.

Auch Beiersdorf -Aktien standen nach einer pessimistischen Analystenstimme auf den Verkaufszetteln. Bernstein-Analyst Bruno Monteyne senkte sein Votum auf "Underperform" und verwies auf den Margendruck beim Konsumgüterhersteller, der noch zunehmen dürfte./tav/men



Quelle: dpa-AFX


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