ROUNDUP/Aktien Frankfurt Eröffnung: Wenig bewegt vor Fed-Zinsentscheid

Mittwoch, 18.09.19 10:17
ROUNDUP/Aktien Frankfurt Eröffnung: Wenig bewegt vor Fed-Zinsentscheid
Bildquelle: iStock by Getty Images
FRANKFURT (dpa-AFX) - Vor dem Zinsentscheid der US-Notenbank Fed hat sich der Dax am Mittwoch zunächst nur wenig von der Stelle bewegt. Der deutsche Leitindex verbuchte in der ersten Stunde nach der Eröffnung bislang ein Plus von 0,08 Prozent auf 12 382,18 Punkte. Bis zum Zinsentscheid am Abend mitteleuropäischer Zeit dürfte es erst einmal ruhig bleiben und der Handel in engen Bahnen verlaufen, sagte Marktexperte Andreas Lipkow von der Comdirect Bank.

Am Vortag war das Barometer dank einer späten Erholung nur mit knappen Verlusten über die Ziellinie gegangen. Den Ölpreisschock vom Wochenauftakt scheint der Dax recht gut zu verdauen. Am Ölmarkt gab es zuletzt keine heftigen Preisausschläge mehr. Der staatliche Ölkonzern Saudi Aramco geht davon aus, dass die Ölproduktion in Saudi-Arabien bis Ende September wieder das Niveau von vor dem Drohnen-Angriff auf eine saudische Raffinerie erreichen wird.

Die Ölpreise waren nach der Attacke zunächst rasant in die Höhe geschnellt. Die USA vermuten den Iran hinter der Tat, wollen aber keine kriegerische Auseinandersetzung. "Sollte es nicht zu einer Eskalation der geopolitischen Spannungen im Nahen Osten kommen, stehen die Chancen, dass der September ein guter Börsenmonat wird, nicht so schlecht", kommentierte Analyst Milan Cutkovic vom Broker Axitrader.

Der MDax der mittelgroßen deutschen Börsenwerte notierte am Mittwoch mit plus 0,02 Prozent auf 25 963,92 Punkte kaum verändert. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 rückte um 0,13 Prozent vor.

Der US-Zinsentscheid steht am Abend mitteleuropäischer Zeit auf der Agenda. Marktteilnehmer rechnen damit, dass die Fed zum zweiten Mal in diesem Jahr die Zinsen senken wird. Spannend bleibt die Frage, ob und wie oft die Währungshüter in den nächsten Monaten die Zinsen weiter reduzieren werden. Die Notenbanken könnten der Nährboden für eine schon im September einsetzende Rally werden, prognostizierte Martin Utschneider von der Privatbank Donner & Reuschel.

Im Dax setzten am Mittwoch die Deutsche Post und Beiersdorf die negativen Akzente mit Abschlägen von bis zu 2 Prozent. Bei der Deutschen Post lag dies an einer Prognosesenkung des US-Rivalen Fedex wegen der Handelskonflikte. Zwar ließ der Bonner Logistiker am Morgen wissen, dass es derzeit keine Veränderung bei den Volumentrends gebe, den Aktien half das aber nicht.

Den Papieren des Konsumgüterkonzerns Beiersdorf setzte eine frisch ausgesprochene Verkaufsempfehlung von Goldman Sachs zu. Dagegen kam eine Hochstufung durch die US-Bank auf "Buy" den Aktien des Chemiekonzerns Covestro mit plus 2,5 Prozent zugute.

An der Dax-Spitze verteuerten sich Wirecard nach Neuigkeiten zur Softbank -Kooperation um gut 3 Prozent. Wie der deutsche Zahlungsabwickler mitteilte, wurde mit einer Tochter des japanischen Konzerns eine Kooperationsvereinbarung formal unterzeichnet - nebst einer mit dem Softbank-Deal verbundenen Ausgabe einer Wandelanleihe. Am Markt hieß es, die Mittel könnten nun in neue Investitionen und mögliche Aktienrückkäufe fließen.

Halbleiterwerte wie Infineon aus dem Dax oder Siltronic und Dialog Semiconductor aus dem MDax legten ebenfalls zu. Begründet wurde dies mit einer offenbar guten Vorab-Nachfrage für das neue iPhones 11 von Apple .

Die Anteile des Dünger- und Salzherstellers K+S verloren als einer der schwächsten Werte im MDax 2 Prozent, nachdem die Bank Morgen Stanley die Papiere mit "Underweight" aufgenommen hatte./ajx/fba



Quelle: dpa-AFX


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