HeidelbergCement Aktie
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ROUNDUP: Bauboom liefert HeidelbergCement kräftigen Rückenwind

Dienstag, 30.07.19 09:50
ROUNDUP: Bauboom liefert HeidelbergCement kräftigen Rückenwind
Bildquelle: fotolia.com
HEIDELBERG (dpa-AFX) - Der Bauboom in Europa und vor allem in Deutschland hat beim Baustoffkonzern HeidelbergCement im ersten Halbjahr den Umsatz und das operative Ergebnis nach oben getrieben. Allerdings drückten Aufwendungen für den Verkauf von Geschäftsbereichen auf den Nettogewinn. An seinen Zielen für das Gesamtjahr hält der Vorstand des Dax-Konzerns fest.

"Generell hat sich im zweiten Quartal die Marktdynamik gegenüber dem ersten Quartal zwar leicht abgeschwächt", sagte Unternehmenschef Bernd Scheifele am Dienstag bei Vorlage der Halbjahreszahlen in Heidelberg. Dennoch habe das Unternehmen dank seiner globalen Aufstellung das Ergebnis auch im zweiten Quartal verbessert. Gute Gewinnspannen in Asien sowie in West- und Südeuropa hätten das wetterbedingt schwächere Geschäft in Nordamerika und im Konzerngebiet Afrika-Östlicher Mittelmeerraum mehr als ausgeglichen.

In den ersten sechs Monaten stieg der Umsatz vor allem dank besserer Geschäfte in Europa im Jahresvergleich um neun Prozent auf 9,2 Milliarden Euro, wie die im Dax notierte Gesellschaft mitteilte. Bereinigt um Konsolidierungs- und Währungseffekte lag das Plus bei sieben Prozent. Analysten waren allerdings von einem etwas stärkeren Anstieg ausgegangen. Die Aktie von HeidelbergCement fiel kurz nach dem Handelsstart denn auch um rund 1 Prozent.

Der operative Gewinn (bereinigtes Ebitda) legte im ersten Halbjahr um gut ein Fünftel auf 1,45 Milliarden Euro zu. Das war etwas mehr als Analysten erwartet hatten. Dabei profitierte HeidelbergCement vor allem von der erstmaligen Anwendung des neuen Rechnungslegungsstandards IFRS 16. Unter dem Strich blieb ein auf die Aktionäre entfallender Gewinn von 212 Millionen Euro, ein Rückgang von 43 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Ohne die Aufwendungen aus dem Verkauf des Ukraine-Geschäfts wäre der Gewinn um 38 Prozent gestiegen.

Die Ergebnisse des ersten Halbjahres deckten sich weitgehend mit den Erwartungen, schrieb Analyst Rajesh Patki von der US-Bank JPMorgan in einer ersten Einschätzung. Für das zweite Halbjahr sorgten niedrigere Vergleichswerte aus dem Vorjahr und ein Nachlassen der Stromkosteninflation für Zuversicht.

Für das laufende Jahr zeigte sich Unternehmenschef Scheifele zuversichtlich und bestätigte seine Ziele. "Wir blicken zuversichtlich in die zweite Jahreshälfte." Dabei will sich der Konkurrent von LafargeHolcim aus der Schweiz und der mexikanischen Cemex weiter darauf konzentrieren, das Portfolio beschleunigt zu optimieren und die Margen sowie den Barmittelzufluss (Cashflow) zu steigern.

Für 2019 peilt HeidelbergCement weiterhin einen moderaten Anstieg bei Umsatz und operativem Ergebnis (Ebitda) vor Währungs- und Konsolidierungseffekten an. Damit gehen die Heidelberger von einem Anstieg von drei bis neun Prozent aus. Der um Sondereffekte bereinigte Jahresüberschuss soll in der gleichen Spanne zulegen.

Profitieren will HeidelbergCement im laufenden Jahr von einer stabilen wirtschaftlichen Entwicklung in den Industriestaaten, vor allem in den USA, Kanada, Australien, Deutschland und Frankreich. Zudem dürften sich nach Einschätzung des Vorstands einige Wachstumsländer weiter wirtschaftlich erholen.

Deshalb rechnet Scheifele, der sein Amt 2020 an seinen Nachfolger Dominik von Achten übergeben wird, im laufenden Jahr mit steigenden Absatzzahlen für Zement, Zuschlagsstoffe und Transportbeton. Zudem will er weitere Preiserhöhungen durchsetzen, um die im vergangenen Jahr verlorenen Margen wieder aufzuholen. Den Sparkurs will er fortsetzen und weitere Geschäftsbereiche verkaufen./mne/stw/mis



Quelle: dpa


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