Bayer Aktie
WKN:BAY001
ISIN:DE000BAY0017
Land: Deutschland
Branche: Chemie, Pharma, Bio- und Medizintechnik
Sektor: Chemie
aktueller Kurs:
45,89 EUR
Veränderung:
0,26 EUR
Veränderung in %:
0,57 %

boerse.de-Analyse-Telegramm
vom 17. September 2021 Info.

Top
10

158

1

BOTSI®-Trendmonitor
Bayer auf Rang 150

Komplette Navigation anzeigen

ROUNDUP: Noch keine Entscheidung im Brandenburger Prozess um Glyphosat-Einsatz

Dienstag, 14.09.21 16:34
ROUNDUP: Noch keine Entscheidung im Brandenburger Prozess um Glyphosat-Einsatz
Bildquelle: Unternehmensbild: Bayer
FRANKFURT (Oder) (dpa-AFX) - Der Prozess um die Schadenersatzklage eines Brandenburger Imkers gegen ein Agrarunternehmen wegen des Einsatzes von Glyphosat geht weiter. Das Landgericht Frankfurt (Oder) will am Verhandlungstag am 23. November noch zwei Zeugen der jeweiligen Seite hören, wie Sprecher Michael Smolski am Dienstag mitteilte. Das Urteil könnte dann Ende November oder Anfang Dezember fallen.

Bayer kaufen? Bayer halten? Bayer verkaufen? Die Antwort steht im boerse.de-Analyse-Telegramm!



Der Imker fordert vor Gericht Schadenersatz für seinen verunreinigten Honig. Beklagt ist ein Agrarunternehmen, weil es das umstrittene Pflanzenschutzmittel Glyphosat eingesetzt hatte, das zur Unkrautbekämpfung verwendet wird.

"Das Gericht wird nun aufklären, ob die Geschäftsführer des beklagten Landwirtschaftsunternehmens zum Zeitpunkt des Ausbringens des Pflanzenschutzmittels Kenntnis von den abgestellten Bienen des klagenden Imkers hatten", erläuterte der Gerichtssprecher. In diesem Fall hätte das Unternehmen den Imker informieren müssen. Nach derzeitiger Kenntnis des Gerichts sei das nicht geschehen.

"Solche Informationspflichten lösen das Problem nicht", erklärte der Anwalt des Imkers, Georg Buchholz. Entscheidend sei, wer den Schaden verhindern müsse. "Wer muss weichen, wenn Pestizideinsatz und Honigproduktion unvereinbar ist", so der Anwalt. Aus seiner Sicht sei es Aufgabe des Verursachers, dafür zu sorgen, dass nichts passiere - weder dem Imker noch dem Honig. Imkerei und Honigproduktion gehörten zur Landwirtschaft dazu. Diese Frage müsse geklärt werden. "Wenn die Gerichte sie nicht klären, muss der Gesetzgeber Klarheit schaffen."

Im Frühjahr 2019 hatte der Imker seine Bienenkästen neben einer von dem Agrarunternehmen bewirtschafteten Fläche aufgestellt. Ende April 2019 behandelte das Unternehmen die Fläche mit glyphosathaltigen Pflanzenschutzmitteln. Den glyphosatbelasteten Nektar beziehungsweise die belasteten Pollen trugen die Bienen in den Bienenstock. Wachs und Honig mussten vernichtet werden - nach Aussage des Klägers 4,1 Tonnen Honig. Es sei ein Schaden von 70 000 Euro entstanden. Seinen Betrieb hatte er nach eigenen Angaben aufgeben müssen.

Anschließende Laboranalysen des Honigs ergaben nach Angaben der Aurelia-Stifung, die den Kläger unterstützt, dass die zulässigen Rückstandshöchstmengen für Glyphosat bis zu 152-fach überschritten wurden.

Der Anwalt des Imkers sagte der Deutschen Presse-Agentur, er sehe nach dem Gerichtstermin eine Tendenz des Richters bei der Beurteilung des Falls. Der Richter habe durchaus einen Schadenersatzanspruch in Aussicht gestellt, dies allerdings an Bedingungen geknüpft. Eine Bedingung sei etwa, dass der Landwirt vorher Kenntnis vom Bienenstand hatte. Zudem scheine das Gericht davon auszugehen, dass der Landwirt den Imker über den Einsatz des Pflanzenschutzmittels hätte informieren müssen. Da das nicht erfolgt sei, könne ein Schadenersatz geltend gemacht werden.

Die gemeinnützige Aurelia Stiftung unterstützt den Imker in dem Verfahren. Sie setzt sich nach eigenen Angaben für den Naturschutz, insbesondere für Bienen und eine bienenfreundliche Landwirtschaft ein. Falls das Gericht zugunsten des Imkers entscheide, hätte das Urteil eine wichtige Signalwirkung, hieß es von der Stiftung. Imkereien hätten in solchen Fällen keinen Rechtsschutz und müssten die Kosten für die fremdverursachten Schäden selber tragen./na/DP/nas



Quelle: dpa-AFX


Pflichtpublikation für Bayer-Aktionäre:
Der „Leitfaden für Ihr Vermögen“. Kostenlos!


boerse.de-Aktienbrief

Investieren in die besten Aktien der Welt

Der Grundstein für den langfristigen Börsen-Erfolg wird durch die Wahl der richtigen Aktien gelegt! Dabei gilt es aus den weltweit zigtausend börsennotierten Werten jene herauszufiltern, die das investierte Kapital dauerhaft vermehren. Der boerse.de-Aktienbrief identifiziert genau diese Aktien und gibt dazu konkrete Kaufempfehlungen. Überzeugen Sie sich selbst mit zwei unverbindlichen und kostenlosen Ausgaben!

485
304
© 1994-2021 by boerse.de - Quelle für Kurse und Daten: ARIVA.DE AG - boerse.de übernimmt keine Gewähr