ROUNDUP: Pfandbriefbank verdient mehr als erwartet - Aktie steigt deutlich

Donnerstag, 28.02.19 11:25
ROUNDUP: Pfandbriefbank verdient mehr als erwartet - Aktie steigt deutlich
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MÜNCHEN (dpa-AFX) - Die Deutsche Pfandbriefbank (PBB) hat 2018 dank niedriger Refinanzierungskosten, wenig Kreditausfällen und einem strikten Sparkurs überraschend etwas mehr verdient. Der Gewinn vor Steuern sei im vergangenen Jahr um fünf Prozent auf 215 Millionen Euro gestiegen, teilte die im MDax notiert Bank am Donnerstag in München mit. Experten hatten einen leichten Rückgang erwartet. Die Erträge legten auf 471 (Vorjahr: 453) Millionen Euro zu. Das 2018er-Ergebnis gab der Aktie weiteren Auftrieb.

Unter dem Strich ging der Gewinn wegen höherer Steuern um 3 Millionen auf 179 Millionen Euro zurück. Gut verlief nach Worten von Bankchef Andreas Arndt das Neugeschäft, auch wenn dieses unter anderem wegen der strikten Risikostandards zurückging. Bei der Finanzierung von gewerblichen Immobilien sei das Neugeschäft um rund elf Prozent auf 9,5 Milliarden Euro gefallen - die Bruttomarge sei dabei weitestgehend stabil geblieben.

Wegen des nach wie vor sehr schwierigen Umfelds mit einem hohen Wettbewerbsdruck blieb Arndt bei der Prognose gewohnt vorsichtig. Er rechnet damit, dass der Vorsteuergewinn im laufenden Jahr auf 170 bis 190 Millionen Euro zurückgehen wird. Gründe dafür sind die Erwartung leicht sinkender Erträge und im Gegenzug etwas höherer Kosten. Für Experten ist die Prognose aber keine Überraschung - sie hatten bereits mit einem vorsichtigen Ausblick gerechnet.

Beim Neugeschäft will die Bank weiter keine allzu hohen Risiken eingehen und rechnet allenfalls mit einem Wert auf Vorjahreshöhe. An der Börse kamen die Zahlen, der Ausblick und vor allem die unerwartet hohe Dividende sehr gut an. Die Gewinnbeteiligung soll zwar um 7 Cent auf 1,00 Euro gesenkt werden - Experten hatten aber mit einer stärkeren Senkung gerechnet.

Die Aktie legte zuletzt fast fünf Prozent auf 10,80 Euro zu und setzte damit ihren Erholungskurs der vergangenen Woche fort. Seit dem Zwischentief Ende Dezember ging es um fast 30 Prozent nach oben. Damit zählt das Papier der auf die Finanzierung von gewerblichen Immobilien spezialisierten Bank im bisherigen Jahresverlauf zu den größten Gewinnern im MDax. Zum Anfang 2018 erreichten Rekordhoch von 15,50 Euro fehlen aber fast noch 50 Prozent.

Die Deutsche Pfandbriefbank war 2009 aus der notverstaatlichten Skandalbank Hypo Real Estate hervorgegangen und wurde im Sommer 2015 vom Staat zurück an die Börse gebracht. Bis zum Frühjahr 2018 hatte der Bund noch ein Fünftel der Anteile gehalten, sich aber im Mai vom Großteil seiner Aktien getrennt. Derzeit hält der Bund noch 3,5 Prozent an der Bank.

Einen Teil der Papiere hat die RAG-Stiftung übernommen, die jetzt 4,5 Prozent der Anteile besitzt. Die PBB ist an der Börse derzeit 1,4 Milliarden Euro wert und damit etwas weniger als ihre Konkurrentin Aareal Bank , die am Mittwoch ihre Zahlen für das vergangene Jahr vorgelegt hatte und dabei mit dem Ausblick enttäuschte./zb/men/jha/



Quelle: dpa-AFX


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