ROUNDUP: Scheuer startet neue Zehn-Tage-Vorhersage der Rhein-Wasserstände

Mittwoch, 04.12.19 17:16
ROUNDUP: Scheuer startet neue Zehn-Tage-Vorhersage der Rhein-Wasserstände
Bildquelle: fotolia.com
KOBLENZ (dpa-AFX) - Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) hat am Mittwoch in Koblenz (Rheinland-Pfalz) den Startschuss für eine neue Zehn-Tage-Vorhersage für niedrige Rhein-Wasserstände gegeben. Sie soll Binnenschiffern im Klimawandel ermöglichen, besser zu planen, wie viel sie gefahrlos laden können.

Laut Bundesanstalt für Gewässerkunde (BfG) sagt die Zehn-Tage-Prognose die Wasserstände an den sieben Rhein-Pegeln Oestrich, Kaub, Koblenz, Köln, Düsseldorf, Duisburg-Ruhrort und Emmerich voraus und nennt dafür jeweils die Wahrscheinlichkeit. Am zehnten Tag betrage die Unsicherheit meist jeweils etwa 35 Zentimeter nach oben und unten. Der neue Service basiere unter anderem auf 72 einzelnen Wettervorhersagen, hieß es.

Die Zehn-Tage-Prognose ist Teil des "Aktionsplans Niedrigwasser Rhein". Scheuer hatte diesen Acht-Punkte-Plan im Juli 2019 auf einem Rheinschiff bei Köln präsentiert. Er lobte die BfG, den ersten Punkt "nach wenigen Monaten" bereits umgesetzt zu haben.

Der Minister erinnerte an den regenarmen Sommer 2018 mit extremem Rhein-Niedrigwasser. Damals warteten viele Tankstellen vergeblich auf Benzin oder Diesel und große Unternehmen konnten ihre Rohstoffe nicht mehr transportieren. Scheuer sagte mit Blick auf den Chemieriesen BASF , ohne dessen Namen zu nennen, dieser habe seinerzeit 400 Millionen Euro eingebüßt: "Das wird irgendwann mal zur Standortfrage."

Der Minister ergänzte: "Wir brauchen die Wasserstraßen, um klimafreundliche Transporte zu leisten." Noch mehr Güterfahrten müssten von der Straße auf die Flüsse verlagert werden.

Auch die Hochwasservorhersagezentrale Baden-Württemberg will künftig eine Vorhersage für zehn Tage anbieten. Bisher reicht die Prognose bis zum siebten Tag. Start ist nach Angaben des Leiters Manfred Bremicker am 16. Dezember. Neben der Abschätzung der Bandbreite der Wasserstände, die mit zunehmender Dauer immer größer wird, gibt die Hochwasservorhersagezentrale immer ein Szenario der Änderung ohne Niederschlag an. Eine Abschätzung zehn Tage voraus könne aber nur eine Art Frühwarnung sein. "Das ist mit Unsicherheiten behaftet", sagte Bremicker in Karlsruhe./jaa/DP/men



Quelle: dpa-AFX


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