ROUNDUP: Twitter sperrt nach Kapitol-Krawallen 70 000 QAnon-Accounts

Dienstag, 12.01.21 11:16
ROUNDUP: Twitter sperrt nach Kapitol-Krawallen 70 000 QAnon-Accounts
Bildquelle: Unternehmensbild Alphabet
WASHINGTON (dpa-AFX) - Nach dem Sturm auf das US-Kapitol verschärft Twitter das Vorgehen gegen Unterstützer der Verschwörungstheorie QAnon. Seit vergangenem Freitag seien mehr als 70 000 Accounts gelöscht worden, teilte der Kurznachrichtendienst am Dienstag mit. In vielen Fällen habe eine Person mehrere Profile betrieben. In den vergangenen Tagen beklagten unter anderem US-Außenminister Mike Pompeo und andere Personen aus dem Umfeld von Präsident Donald Trump, dass sie schlagartig mehrere Zehntausend Follower verloren hätten.

Diese Aktien sollten Sie jetzt im Depot haben ...

Die zentrale Behauptung der QAnon-Anhänger ist, dass es eine Verschwörung gegen Trump in den tieferen Schichten des US-Regierungsapparats ("deep state") gebe, gegen die er ankämpfe. Außerdem behaupten sie oft, prominente Politiker der Demokratischen Partei in den USA ließen sich mit Hormonen behandeln, die aus dem Blut von Kindern gewonnen würden. Ein Strang davon war die "Pizzagate"-Theorie, die dazu führte, dass Ende 2016 ein bewaffneter Mann in eine Pizzeria in Washington stürmte, um dort angeblich gefangen gehaltene Kinder zu befreien. Er wurde von der Polizei festgenommen, niemand wurde verletzt.

Bei der Erstürmung des Kapitols durch Trump-Anhänger waren auch Personen mit QAnon-Symbolen in Fotos und Videos zu sehen. In den vergangenen Wochen waren in der Szene auch Trumps falsche Behauptungen über angeblichen Wahlbetrug aufgegriffen und weitergesponnen.

Das "Q" fand sich seit Jahren bei vielen Kundgebungen des Präsidenten auf Fahnen und Bannern. Trump weigerte sich stets, sich von der Verschwörungsbewegung zu distanzieren. Im August 2020 etwa sagte er: "Wie ich verstehe, mögen sie mich sehr, was ich zu schätzen weiß." Im Oktober behauptete er dann: "Ich weiß nichts über QAnon." Er habe aber gehört, "dass sie sehr entschieden gegen Pädophilie sind, und dem stimme ich zu". Bei der Wahl im November zog ins Repräsentantenhaus für die Republikaner Marjorie Taylor Greene ein, die QAnon öffentlich unterstützt hatte.

Twitter, Facebook und Youtube gehen bereits seit Sommer gegen QAnon-Gedankengut vor. Jetzt kündigte auch Amazon an, Produkte mit Symbolen der Bewegung von der Plattform zu verbannen.

Nach dem Sturm auf das Kapitol hatten Twitter und Facebook bereits Trumps Accounts bis auf Weiteres gesperrt. Der scheidende Präsident verlor auch eine potenzielle nächste Online-Plattform. Die wegen loser Inhalte-Regeln bei seinen Anhängern beliebte Twitter-Kopie Parler ging vom Netz, nachdem Amazon seine Dienste als Infrastruktur-Anbieter kündigte. Parler klagte am Montag deswegen gegen Amazon./so/nak/DP/stw



Quelle: dpa-AFX




Heute im Fokus

2021: Diese Aktien sollten Sie im Depot haben!
2021: Welche Aktien sollten Sie im Depot haben?
2021: Welche Aktien sollten Sie im Depot haben?
Das turbulente Börsenjahr 2020 ist Geschichte! Doch welche Aktien sollten Sie 2021 im Depot haben?...

News und Analysen

Marktuntersuchung der TSUNO Group ergibt: Markt für „Reiskleieöl“ in Japan expandiert während COVID-19-Pandemie

WAKAYAMA, Japan – Die TSUNO Group (Hauptsitz: Wakayama, Japan https://www.tsuno.co.jp) untersucht die Verkaufszahlen von pflanzlichen Speiseölen und Reiskleieöl in Japan. (Die ...weiterlesen

Seite: 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | ... | 16146 ►

Titel aus dieser Meldung

Datum :
01.03.21
2.583,50 EUR
1,04 %
Datum :
01.03.21
215,75 EUR
-0,90 %
Datum :
01.03.21
63,42 EUR
-1,28 %
Datum :
01.03.21
1.704,00 EUR
1,33 %

Die beliebtesten Aktien der Deutschen

Die beliebtesten Aktien der Deutschen
Pünktlich zum Tag der Deutschen Einheit hat der Online-Broker Consorsbank die Depots seiner Kunden einem Ost-West-Vergleich unterzogen. Dabei zeigt sich, dass unter Wessis und Ossis eine weitgehende Einigkeit herrscht, wenn es ums Thema Aktienauswahl geht. Denn wie die folgende Tabelle verdeutlicht, variieren die Platzierungen der Top 10 nur um Nuancen.
© 1994-2021 by boerse.de - Quelle für Kurse und Daten: ARIVA.DE AG - boerse.de übernimmt keine Gewähr