Reformer: Erstwähler sollten politischen Wechsel im Iran verhindern

Donnerstag, 10.06.21 15:12
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TEHERAN (dpa-AFX) - Der reformorientierte iranische Präsidentschaftskandidat Abdolnasser Hemmati hat die Erstwähler aufgefordert, mit ihren Stimmen einen politischen Wechsel im Land zu verhindern. "Gerade die Erstwähler können diesbezüglich eine entscheidende Rolle spielen", schrieb Hemmati am Donnerstag auf Twitter.

Bei der Präsidentenwahl am 18. Juni bahnt sich ein politischer Machtwechsel an. Der moderate Präsident Hassan Ruhani darf nach zwei Amtsperioden nicht mehr antreten. Als Favorit für die Nachfolge gilt der erzkonservative Kleriker Ebrahim Raeissi. Der 61-jährige Justizchef ist nicht nur Spitzenkandidat der Hardliner, sondern auch Wunschpräsident des Establishments. Reformer behaupten, dass er einen radikalen Kurs ansteuern und den Iran erneut in die Isolierung stürzen werde.

Die 1,4 Millionen Erstwähler könnten Hemmati zufolge dafür sorgen, dass Freiheit, Hoffnung und gesellschaftliche Vielfalt demnächst nicht unterdrückt werden.

Der ehemalige Zentralbankchef Hemmati hätte Beobachtern zufolge bei der Wahl nur dann eine Chance, wenn er Protestwähler an sich binden könnte. Daher versucht er auch mit kritischen Äußerungen bei Jugendlichen sowie Regimekritikern zu punkten. Anders als Raeissi, gehört der 63-Jährige Ökonom nicht zur politischen Elite des Landes./wim/DP/eas



Quelle: dpa-AFX


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