Relax Express-Zertifikat auf Deutsche Post: Gebraucht, aber gut in Schuss - Zertifikateanalyse

Donnerstag, 10.01.19 11:00
Relax Express-Zertifikat auf Deutsche Post: Gebraucht, aber gut in Schuss - Zertifikateanalyse
Bildquelle: iStock by Getty Images
Schwarzach am Main (www.zertifikatecheck.de) - Die Experten vom "ZertifikateJournal" stellen in ihrer aktuellen Ausgabe ein Relax Express-Zertifikat (ISIN DE000DK0SA48 / WKN DK0SA4) der DekaBank auf die Aktie der Deutschen Post (ISIN DE0005552004 / WKN 555200) vor.

Deutsche Post-Aktionäre hätten harte Zeiten hinter sich. Anfang 2018 hätten die Papiere des "gelben Riesen" noch bei über 40 Euro notiert. Seither habe der Kurs um fast 40 Prozent nachgegeben. Die Gründe seien vielfältig: Zwar nehme der Erfolg des Online-Handels immer weiter zu, mit ihm steige allerdings auch der Konkurrenzdruck. Gleichzeitig müsse die Deutsche Post, um die stetig steigende Paketmenge zu bewältigen, Hunderte Mio. Euro in das Paketnetz, die Technik und Fahrzeuge investieren. Hinzu kämen steigende Personalkosten sowie andauernde Probleme im Briefgeschäft. Die Folge: Im zweiten Quartal 2018 sei das operative Ergebnis in der Brief- und Paketsparte um 60 Prozent eingebrochen. Der Konzern habe daher im Juni seine EBIT-Prognose für das Gesamtjahr 2018 um eine Mrd. Euro auf rund 3,2 Mrd. Euro korrigiert. Um gegenzusteuern, habe sich der Konzern unter anderem einen Sparkurs mit Stellenstreichungen verordnet. Zudem sei eine Sanierung der Paket- und Briefsparte angekündigt und kräftig an der Preisschraube gedreht worden. So seien etwa für den Inlands-Versand von Paketen mit einem Gewicht von bis fünf Kilogramm seit 1. Januar 7,49 Euro fällig und damit 50 Cent mehr als zuvor.

An der Börse habe dennoch keine rechte Kauflaune aufkommen wollen. Daran sei eine Gewinnwarnung des Post-Konkurrenten FedEx nicht ganz unschuldig. Weil sich der Welthandel in den vergangenen Monaten durch Brexit-Unsicherheiten, der in Deutschland geschrumpften Wirtschaft und den heftigen Protesten in Frankreich abgeschwächt habe und sich diese Probleme in Europa vermutlich noch verstärken dürften, habe der Konzern seine Prognose für den bereinigten Gewinn je Aktie für 2019 von 17,20 bis 17,80 Dollar auf 15,50 bis 16,60 Dollar revidiert - eine faustdicke Überraschung. Denn noch im September habe FedEx die Prognosen angehoben. Zwar habe die Deutsche Post daraufhin schnell Befürchtungen wegen eines möglichen Abschwungs gedämpft - man sehe keine deutliche Eintrübung des weltweiten Geschäfts und registriere keine wesentlichen Veränderungen in der Entwicklung der Volumina in den vergangenen Wochen -, ein fader Beigeschmack bleibe dennoch.

Anleger sollten daher weiter vorsichtig agieren, etwa mit einem Relax Express der DekaBank, so die Experten vom "ZertifikateJournal". (Ausgabe 01/2019) (10.01.2019/zc/a/a)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.




Quelle: ac


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