Robo-Berater von Union Investment wird "echter" Vermögensverwalter - Fondsnews

Freitag, 28.07.17 12:51
Robo-Berater von Union Investment wird "echter" Vermögensverwalter - Fondsnews
Bildquelle: iStock by Getty Images
Wien (www.fondscheck.de) - Der Frankfurter Robo-Berater Visualvest darf seinen Kunden seit Anfang Juli nicht mehr nur Fondsportfolios vermitteln, sondern auch eine Vermögensverwaltung anbieten, so die Experten von "FONDS professionell".

Seither sei die Tochter des Fondsanbieters Union Investment ein Finanzdienstleistungsinstitut mit Erlaubnis zur Finanzportfolioverwaltung nach Paragraf 32 Kreditwesengesetz (KWG). Visualvest folge damit dem Beispiel anderer Robo-Berater, die ihr Geschäft zunächst mit einer Erlaubnis nach Paragraf 34f Gewerbeordnung betrieben hätten, sich dann aber bei der Bafin um eine KWG-Lizenz bemüht hätten. Diesen Schritt seien in den vergangenen Monaten Vaamo und Growney gegangen.

"Durch die erweiterte Lizenz können wir nun wichtige Entscheidungen schneller treffen", habe Visualvest-Geschäftsführer Olaf Zeitnitz im Gespräch mit dem Branchendienst "Citywire" gesagt. "So können wir sicherstellen, dass die von uns angebotenen Anlagestrategien das jeweilige Kundenprofil stets bestmöglich abbilden."

Visualvest sei eine Tochtergesellschaft von Union Investment, bemühe sich aber um größtmögliche Unabhängigkeit. So investiere der Robo-Berater ausdrücklich nicht in Fonds des Mutterkonzerns. Das sei Union-Investment-Chef Hans Joachim Reinke wichtig gewesen, weil er mit dem Angebot nicht in Konkurrenz zu den Volks- und Raiffeisenbanken treten möchte - die genossenschaftlichen Institute sollten exklusiver Partner von Union Investment bleiben.

Reinke habe im November 2016 im Interview mit "FONDS professionell ONLINE" gesagt, Visualvest gehöre für ihn in den Bereich "Forschung und Entwicklung": "Wir möchten uns bis Ende 2017 Zeit nehmen, um erste Erfahrungen zu sammeln. Dann haben wir valide Zahlen." Würden die Erfahrungen positiv ausfallen, möchte er einen Robo-Berater unter der eigenen Marke nicht ausschließen. "In jedem Fall würde ein solches Projekt aber in enger Abstimmung mit den Volks- und Raiffeisenbanken stattfinden", so Reinke damals.

Die Erlaubnis zur Finanzportfolioverwaltung bedeute nicht, dass Visualvest künftig nur noch Vermögensverwaltung anbieten werde. "In den kommenden Wochen werden Front- und Backend bei Visualvest auf die neuen Anforderungen umgestellt beziehungsweise erweitert werden", habe das Start-up mitgeteilt. "Nach der Umstellung wird es auch weiterhin die Vermittlung von Fondsportfolios neben dem Angebot als Vermögensverwalter geben."

Mit Blick auf die aktuelle Zahl der Kunden und des von Visualvest betreuten Vermögens habe das Unternehmen keine genauen Angaben gemacht. "Die Kundenzahlen entsprechen unseren Erwartungen und liegen im dreistelligen Bereich", habe der Anbieter mitgeteilt. "Die Kundenzahlen sind zwar noch verhalten, aber wir sehen einen Aufwärtstrend bei den wöchentlichen Neukundenzahlen." Im November habe Reinke gegenüber "FONDS professionell ONLINE" von "etwa 500" Visualvest-Kunden gesprochen. (28.07.2017/fc/n/s)



Quelle: ac


Hier geht's zur Fonds-Startseite

News und Analysen

ROUNDUP/ Brüssel: Bei Budgetplänen in Italien und anderen Staaten Unklarheiten

BRÜSSEL (dpa-AFX) - Die Haushaltsentwürfe von Italien und vier anderen Euro-Staaten für 2020 weisen aus Sicht der EU-Kommission offene Fragen auf. An Belgien, Frankreich, Spanien, Portugal und ...weiterlesen

Seite: 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | ... | 13257

Im Fokus

Aktueller Chart
  • Neue Vorwürfe der Financial Times!
  • Erneuter Kurseinbruch!
  • Ist die Aktie jetzt ein Schnäppchen?

ETFs ja - aber bitte mit Risikoreduktion!

ETFs ja - aber bitte mit Risikoreduktion!
Mit der BOTSI®-Strategie wird über ETFs weltweit in rund 4000 Aktien aus den bedeutendsten vier Anlageregionen investiert. Wobei durch die einzigartige, völlig prognosefrei arbeitende Steuerung der Aktienquote, risikoreduzierte Aktienmarktrenditen ermöglicht werden.
© 1994-2019 by boerse.de - Quelle für Kurse und Daten: ARIVA.DE AG - boerse.de übernimmt keine Gewähr