Schlumberger Aktie
WKN: 853390 ISIN: AN8068571086
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Schlumberger gibt Ergebnisse des ersten Quartals 2019 bekannt

Dienstag, 23.04.19 16:53
Schlumberger gibt Ergebnisse des ersten Quartals 2019 bekannt
Bildquelle: iStock by Getty Images
PARIS –

Schlumberger Limited (NYSE: SLB) hat heute die Ergebnisse für das erste Quartal 2019 veröffentlicht.

                   
(Angaben in Mio., außer bei Angaben je Aktie)
Dreimonatszeitraum bis Veränderung
31. März 2019 31. Dez. 2018 31. März 2018 gegenüber Vorquartal gegenüber Vorjahr
Umsatz 7.879 US-Dollar 8.180 US-Dollar 7.829 US-Dollar -4 % 1 %
Betriebsgewinn vor Steuern 908 US-Dollar 967 US-Dollar 974 US-Dollar -6 % -7 %
Betriebsmarge vor Steuern 11,5 % 11,8 % 12,4 % -30 Basispunkte -91 Basispunkte
Nettoertrag – GAAP-Basis 421 US-Dollar 538 US-Dollar 525 US-Dollar -22 % –20 %
Nettogewinn, ohne Belastungen und Gutschriften* 421 US-Dollar 498 US-Dollar 525 US-Dollar -15 % –20 %
Wässriger Ertrag je Aktie – GAAP-Basis 0,30 US-Dollar 0,39 US-Dollar 0,38 US-Dollar -23 % -21 %
Verwässerter Gewinn je Aktie, ohne Belastungen und Gutschriften* 0,30 US-Dollar 0,36 US-Dollar 0,38 US-Dollar -17 % -21 %
 
Umsätze in Nordamerika 2.738 US-Dollar 2.820 US-Dollar 2.835 US-Dollar -3 % -3 %
Internationale Umsätze 5.037 US-Dollar 5.283 US-Dollar 4.883 US-Dollar -5 % 3 %
 
Umsatz Nordamerika ohne Cameron 2.178 US-Dollar 2.265 US-Dollar 2.285 US-Dollar -4 % -5 %
Auslandsumsatz ohne Cameron 4.469 US-Dollar 4.581 US-Dollar 4.147 US-Dollar -2 % 8 %
 
*Es handelt sich hier um nicht GAAP-konforme Finanzkennzahlen. Weitere Einzelheiten finden Sie im Abschnitt „Belastungen und Gutschriften“.

Paal Kibsgaard, Vorstandsvorsitzender und Geschäftsführer von Schlumberger, sagte dazu: „Die Umsätze von 7,9 Milliarden US-Dollar im ersten Quartal gingen gegenüber dem Vorquartal um 4 % zurück. Dies spiegelt den erwarteten Rückgang bei den Aktivitäten auf dem nordamerikanischen Festland und die saisonal bedingte geringere Aktivität in der nördlichen Hemisphäre wider. Außerdem trugen geringere Verkäufe bei Software, Produkten und seismischen Multiclient-Lizenzen nach dem Anstieg im vierten Quartal sowie geringere langfristige Cameron-Projektabwicklungen zum Rückgang gegenüber dem Vorquartal bei. Eine Zunahme der Aktivitäten in Lateinamerika gegenüber dem Vorquartal wog diese Rückgänge marginal auf.

Wenn wir über die Zahlen hinausschauen, die im Quartal die Schlagzeilen bestimmten, waren unsere internationalen Geschäftsergebnisse stark; Reservoircharakterisierung, Bohrungen und Produktion lieferten zusammen ein Umsatzwachstum um 8 % gegenüber dem Vorjahr, entsprechend unserer Erwartung eines hohen Wachstums im einstelligen Bereich auf den internationalen Märkten im Jahr 2019.

In Nordamerika waren die Umsätze im ersten Quartal wie erwartet um 3 % niedriger als im Vorquartal. Dies beruhte auf nachgiebigen Preisen und geringerer Aktivität unserer Geschäftsbereiche Hydraulic Fracturing und Bohrungen, während die Umsätze unserer Produktlinie Fördersysteme gegenüber dem Vorquartal gleich blieben. Die Offshore-Umsätze in Nordamerika gingen gegenüber dem Vorquartal etwas zurück, wobei die stärkeren Wireline-Aktivitäten im US-amerikanischen Golf von Mexiko durch geringere seismische Multiclient-Lizenzen aufgewogen wurden. Gegenüber dem Vorquartal war der Umsatz von Cameron in Nordamerika marginal höher.

Die Umsätze nach Geschäftssegment gingen im Bereich Reservoircharakterisierung aufgrund saisonal geringerer Verkäufe von Software und seismischen Multiclient-Lizenzen gegenüber dem Vorquartal um 7 % zurück. Die Umsätze des Bereichs Bohrungen gingen aufgrund geringerer Aktivität im Winter in der nördlichen Hemisphäre gegenüber dem Vorquartal um 3 % zurück, stiegen jedoch aufgrund eines starken Projektwachstums des Bereichs Integrierte Bohrdienstleistungen (Integrated Drilling Services, IDS) in mehreren GeoMarkets um 12 % gegenüber dem Vorjahr. Die Umsätze des Bereichs Produktion fielen aufgrund geringerer OneStim®-Umsätze in Nordamerika und niedrigeren Fördersystemverkäufen auf den internationalen Märkten um 2 % geringer als im Vorquartal aus. Die Umsätze von Cameron gingen gegenüber dem Vorjahr um 7 % zurück, vor allem aufgrund von weniger Projektabwicklungen aus den langfristigen Geschäften von OneSubsea® und Drilling Systems nach starken Verkäufen zum Jahresschluss im vorigen Quartal.

Aus einem breiteren Blickwinkel betrachtet erwarten wir, dass sich die Stimmung auf dem Ölmarkt im Laufe des Jahres 2019 ständig verbessern wird – unterstützt durch eine solide Prognose bei der Nachfrage in Verbindung mit der Tatsache, dass die Förderkürzungen der OPEC und Russlands voll wirksam werden, einer Wachstumsverlangsamung der Schieferölförderung in Nordamerika und einer weiteren Schwächung der internationalen Produktionsbasis, wenn sich der Einfluss von vier Jahren Unterinvestitionen immer deutlicher zeigt.

Wir können weiterhin eindeutige Anzeichen dafür beobachten, dass die Investitionen in Exploration und Gewinnung (Exploration and Production, E&P) beginnen, sich zu normalisieren, während sich die Branche auf eine nachhaltigere Finanzierungsbetreuung der weltweiten Ressourcenbasis zubewegt. Direktional bedeutet dies, dass höhere Investitionen in die internationalen Märkte erforderlich sind, allein um die Förderung auf dem gleichen Niveau zu halten. Für das nordamerikanische Festland wird es währenddessen niedrigere Investitionen geben, wobei eine Abwärtsanpassung an die gegenwärtige Prognose zum Förderungswachstum wahrscheinlich ist.

Unsere Perspektive auf die internationalen Märkte deckt sich mit aktuellen, extern vorgenommenen Erhebungen zu den Ausgaben. Diese legen nahe, dass die Investitionen in E&P im Jahr 2019 um 7 bis 8 % steigen werden, unterstützt durch die höhere Anzahl von Bohranlagen und die gestiegene Anzahl endgültiger Investitionsentscheidungen (Final Investment Decisions, FIDs) im Bereich Kundenprojekte. Dementsprechend konkretisieren sich die Pläne für Offshore-Entwicklungstätigkeiten weiterhin und die Auftragsvergabe für untermeerische Anlagen erreichte im letzten Jahr den höchsten Stand seit 2013. Wir können außerdem aufgrund eines neuerlichen Interesses am Ersatz von Reserven den Beginn einer Rückkehr zu Explorationsaktivitäten beobachten. Insbesondere die neuen Ölfunde 2018 weisen den niedrigsten Stand seit 2000 auf.

Im Gegenzug weisen auf dem nordamerikanischen Festland die höheren Kapitalkosten, die geringere Kreditfähigkeit und die Tatsache, dass Anleger an erhöhten Renditen interessiert sind, darauf hin, dass die Investitionen in E&P in der Zukunft wahrscheinlich vom freien Cashflow vorgegeben werden. Wir können daher beobachten, dass die E&P-Investitionen auf dem nordamerikanischen Festland 2019 um 10 % zurückgegangen sind. Außerdem deuten die zunehmenden technischen Probleme – aufgrund Störeinflüssen bei Bohrungen in Haupt- und Nebenlöchern (Parent-Child-Interference), des Ausstiegs aus zentralen Flächen und eines begrenzten Wachstums bei Seitenlängen und Stützmitteln pro Phase – auf ein eher mäßiges Wachstum der US-amerikanischen Schieferölförderung in den kommenden Jahren hin.

Die Normalisierung der weltweiten E&P-Ausgaben mit höheren Investitionen in den internationalen Markt und einer Reduzierung des Investitionsaufwands auf dem nordamerikanischen Festland stellt angesichts unserer einmaligen globalen Stärke einen positiven Markttrend für Schlumberger und eine willkommene Rückkehr zu sehr bekannten Möglichkeiten dar. Mit unseren Bemühungen und Investitionen der letzten Jahre konnten wir unsere Führungsposition weiter ausbauen: Wir haben unsere Abwicklungsplattform modernisiert, unser Technologieangebot erweitert, Innovationen im digitalen Bereich und bei Technologiesystemen vorangebracht, unsere Geschäftsmodelle weiterentwickelt und unsere globale Präsenz gestärkt. Nachdem wir vier Jahre lang größere Preiskonzessionen zugunsten unserer internationalen Kunden machen mussten, können wir außerdem eine Preiserholung für internationale Dienste und Produkte beobachten und verbessern unsere Finanzrenditen als wichtige Geschäftspriorität – nachdrücklich unterstützt durch zunehmende Aktivitätsniveaus, wenige bis gar keine überschüssigen Ressourcen bei der Ausrüstung und die kluge Verwendung neuen Kapitals. Zudem besteht die Grundlage unseres Geschäftsplans im Jahr 2019 ganz klar darauf, einen Cashflow zu generieren, der ausreicht, um unsere Geschäftsbedürfnisse abzudecken, ohne die Nettoverschuldung zu erhöhen.“

Sonstige Ereignisse

Im Laufe des Quartals hat Schlumberger 2,3 Millionen Stammaktien zu einem Durchschnittspreis von 42,79 US-Dollar pro Aktie zu einem Gesamtkaufpreis von 98 Millionen US-Dollar zurückgekauft.

Am 19. Februar 2019 gaben Schlumberger und Rockwell Automation bekannt, dass sie eine Vereinbarung zur Schaffung eines neuen Joint Venture unter dem Namen Sensia, dem ersten Anbieter vollständig integrierter digitaler Lösungen für die Automatisierung von Ölfeldern, eingegangen sind. Sensia wird als unabhängige Einheit operieren, wobei Rockwell Automation 53 % und Schlumberger 47 % der Anteile des Joint Ventures halten werden. Rockwell Automation wird zum Abschluss eine Zahlung von 250 Millionen US-Dollar an Schlumberger leisten. Die Transaktion wird voraussichtlich im Sommer 2019 abgeschlossen sein und unterliegt noch den behördlichen Zulassungen sowie weiteren üblichen Abschlussbedingungen.

Am 17. April 2019 stimmte der Verwaltungsrat von Schlumberger einer vierteljährlichen Bardividende von 0,50 US-Dollar je in Umlauf befindlicher Stammaktie zu, zahlbar am 12. Juli 2019 an zum 5. Juni 2019 eingetragene Aktieninhaber.

Konsolidierter Umsatz nach Region

    (Angaben in Mio.)
Dreimonatszeitraum bis     Veränderung
31. März 2019     31. Dez. 2018     31. März 2018 gegenüber Vorquartal     gegenüber Vorjahr
Nordamerika 2.738 US-Dollar 2.820 US-Dollar 2.835 US-Dollar -3 % -3 %
Lateinamerika 992 978 870 1 % 14 %
Europa/GUS/Afrika 1.707 1.842 1.713 -7 %

-

Nahost und Asien 2.338 2.464 2.300 -5 % 2 %
Sonstiges

104

76 111 n. a. n. a.
7.879 US-Dollar 8.180 US-Dollar 7.829 US-Dollar -4 % 1 %
 
Umsätze in Nordamerika 2.738 US-Dollar 2.820 US-Dollar 2.835 US-Dollar -3 % -3 %
Internationale Umsätze 5.037 US-Dollar 5.283 US-Dollar 4.883 US-Dollar -5 % 3 %
 
Umsatz Nordamerika ohne Cameron 2.178 US-Dollar 2.265 US-Dollar 2.285 US-Dollar -4 % -5 %
Auslandsumsatz ohne Cameron 4.469 US-Dollar 4.581 US-Dollar 4.147 US-Dollar -2 % 8 %
 
n. a. = nicht aussagekräftig

Die Umsätze im ersten Quartal sanken gegenüber dem Vorquartal um 4 % auf 7,9 Milliarden US-Dollar, wobei die Umsätze in Nordamerika um 3 % auf 2,7 Milliarden US-Dollar zurückgingen, während die internationalen Umsätze vor allem saisonal bedingt um 5 % auf 5,0 Milliarden US-Dollar sanken.

Nordamerika

In der Region Nordamerika lagen die konsolidierten Umsätze bei 2,7 Milliarden US-Dollar und waren damit um 3 % niedriger. Dies lag an geringeren Preisen und weniger Aktivitäten in unseren Geschäftsbereichen Hydraulic Fracturing und Bohrungen. Die Umsätze aus unserer Produktlinie Fördersysteme blieben indessen gleich. Obwohl das Druckpumpenaktivitätsvolumen aufgrund der saisonal bedingten Intensivierung der Aktivitäten in Kanada im Winter zunahm, wirkten sich die nachgiebigeren Preise auf die Aktivitäten im Bereich Bohrlochfertigstellung aus. Die Offshore-Umsätze in Nordamerika gingen gegenüber dem Vorquartal leicht zurück, wobei die erhöhten Aktivitäten im Bereich Wireline im US-amerikanischen Golf von Mexiko durch niedrigere seismische Multiclient-Verkäufe aufgewogen wurden. Im Vergleich zum Vorquartal war der Umsatz von Cameron in Nordamerika marginal höher.

International

Die konsolidierten Umsätze in der Region Lateinamerika stiegen gegenüber dem Vorquartal aufgrund eines Wachstums im zweistelligen Bereich im GeoMarket Mexiko und Zentralamerika um 1 % auf 1,0 Milliarden US-Dollar. Grund waren hohe Aktivitäten insbesondere bei der Offshore-Exploration für die IOCs, verstärkte IDS-Arbeiten und höhere seismische Multiclient-Verkäufe. Im GeoMarket Lateinamerika Nord, insbesondere in Ecuador, stiegen die Umsätze aufgrund höherer Aktivitäten von Schlumberger Production Management (SPM) und erhöhter Förderung. Im GeoMarket Lateinamerika Süd stiegen die Umsätze aufgrund höherer Aktivitäten beim Hydraulic Fracturing nach unkonventionellen Ressourcen in Argentinien und zusätzlicher Förderung aus einem SPM-Projekt leicht an. Der regionale Umsatzanstieg wurde teilweise durch geringere Aktivitäten von Cameron in Brasilien aufgewogen.

Die konsolidierten Umsätze in der Region Europa/GUS/Afrika sanken gegenüber dem Vorquartal um 7 % auf 1,7 Milliarden US-Dollar, vor allem aufgrund der winterlichen Aktivitätsreduzierung im GeoMarket Russland und Zentralasien, der sich auf sämtliche Produktlinien auswirkte. Die Aktivitäten in den GeoMarkets Großbritannien und europäisches Festland sowie Norwegen und Dänemark verringerten sich ebenfalls, verschärft durch Verzögerungen aufgrund von Wetterbedingungen und Wartungsarbeiten. Die Umsätze im GeoMarket Subsahara sanken gegenüber dem Vorquartal leicht. Dies lag an geringeren Produktverkäufen in Mosambik und Angola und begrenzten, jedoch steigenden Explorationsaktivitäten. Die Softwareverkäufe des Bereichs Software Integrated Solutions (SIS) waren in der gesamten Region geringer, während die Umsätze von Cameron ebenfalls zurückgingen, vor allem in Europa.

Die konsolidierten Umsätze in der Region Naher und Mittlerer Osten und Asien in Höhe von 2,3 Milliarden US-Dollar sanken gegenüber dem Vorquartal um 5 Prozent, vor allem aufgrund geringerer Umsätze im GeoMarket Naher und Mittlerer Osten aufgrund geringerer IDS-Projektaktivitäten im Irak und reduzierten Aktivitäten im Bereich Hydraulic Fracturing in Oman. Die Umsätze im GeoMarket Nördlicher Naher und Mittlerer Osten waren aufgrund des Rückgangs bei den Produkt- und SIS-Software-Verkäufen in Ägypten und Kuwait geringer, wurden jedoch teilweise durch höhere Serviceaktivitäten in Katar aufgewogen. Die Umsätze aus Schlüsselfertig-Pauschalvertrag-Projekten (Lump-Sum Turnkey, LSTK) in Saudi-Arabien wuchsen weiterhin, wurden jedoch durch wetterbedingte Verzögerungen bei den seismischen Operationen auf dem Festland aufgewogen. Die Umsätze im GeoMarket Fernost, Asien und Australien sanken aufgrund des winterlichen Wetters in China und der Verlangsamung der Aktivitäten in Australien während der Zyklonsaison. Die Umsätze von Cameron in der Region waren niedriger, vor allem aufgrund geringerer Aktivitäten in den GeoMarkets Östlicher Naher und Mittlerer Osten und Nördlicher Naher und Mittlerer Osten. Der Umsatzrückgang in der Region wurde teilweise durch höhere IDS-Projektaktivität in Indien aufgewogen.

Reservoircharakterisierung

    (Angaben in Mio.)
Dreimonatszeitraum bis     Veränderung
31. März 2019     31. Dez. 2018     31. März 2018 gegenüber Vorquartal     gegenüber Vorjahr
Umsatz 1.543 US-Dollar 1.651 US-Dollar 1.559 US-Dollar -7 % -1 %
Betriebsgewinn vor Steuern 293 US-Dollar 364 US-Dollar 306 US-Dollar –20 % -4 %
Betriebsmarge vor Steuern 19,0 % 22,0 % 19,7 % -308 Basispunkte -69 Basispunkte

Der Umsatz im Bereich Reservoircharakterisierung, von dem 81 % von den internationalen Märkten generiert wurden, sank gegenüber dem Vorquartal um 7 % auf 1,5 Milliarden US-Dollar. Dies beruhte auf den Auswirkungen eines saisonalen Rückgangs bei der Wireline-Aktivität in Russland und geringeren seismischen Multiclient-Verkäufe im US-amerikanischen Golf von Mexiko. Geringere Verkäufe von SIS-Software, vor allem in den Regionen Europa/GUS/Afrika und Naher und Mittlerer Osten und Asien, trugen ebenfalls zu dem Umsatzrückgang bei. Die Umsätze der Bereiche Testing Services und OneSurface® blieben im Vergleich zum Vorquartal grundsätzlich gleich.

Die Betriebsmarge vor Steuern im Bereichs Reservoircharakterisierung von 19 % war gegenüber dem Vorquartal um 308 Basispunkte niedriger. Dies lag an saisonal bedingten niedrigeren Umsätzen aus Wireline-Aktivitäten im GeoMarket Russland und Zentralasien und geringeren Gesamtverkäufen von SIS-Software und seismischen Multiclient-Verkäufen von WesternGeco®.

Im ersten Quartal hat die Umsatzleistung im Bereich Reservoircharakterisierung von mehreren Auftragsvergaben und der Anwendung von Technologie- und Branchenexpertise zur Optimierung der Betriebseffizienz profitiert.

Apache Egypt vergab einen Zweijahresvertrag mit optionaler Verlängerung um zwei Jahre für die Bereitstellung von Dienstleistungen zur Formationsbewertung in elf Explorationsbohrungen im Westen Ägyptens an Schlumberger. Die einzusetzenden Technologien sind der modulare Formationsdynamik-Tester MDT*, der Dienst Litho Scanner* für hochauflösende Spektroskopie und der hochauflösende Formation-Microimager FMI-HD*.

In Indonesien realisierte Integrated Services Management (ISM) vorzeitig die ersten drei Bohrungen einer aus 15 Bohrungen bestehenden Kampagne unter der Budgetlinie. Die enge Zusammenarbeit mit dem Kunden ermöglichte es ISM, Technologien aus mehreren Produktlinien einzusetzen, wodurch die operative Effizienz erhöht wurde und der Kunde durchschnittlich 70 m pro Tag bohren konnte.

In Mexiko vergab PEMEX ein Projekt für Abwicklung und Reimaging von 14.000 km2 an WesternGeco, für das die Integration von mehr als 20 Datensätzen erforderlich ist, die im Campeche-Becken im südlichen Gold von Mexiko innerhalb eines Zeitraums von 20 Jahren erfasst wurden. Die Erhebungen wurden von mehreren Unternehmen durchgeführt, darunter WesternGeco, und es wurden verschiedene Technologien angewendet, etwa weiter Azimuth, enger Azimuth und Kabel am Meeresboden. Im Rahmen des Projekts wird ein integriertes Modell erstellt, damit sich PEMEX besser auf tiefliegende Ziele konzentrieren kann und um mehr über die komplexen Untersalz-Reservoirs im ergiebigen Campeche-Becken herauszufinden. Die Vergabe folgt auf kürzlich durchgeführte Multiclient-Erhebungen mit breitem Azimuth und proprietären seismischen Q-Seabed*-Multikomponenten-Meeresboden-Systemen, die WesternGeco für PEMEX durchgeführt hat.

In Mexiko unterzeichneten Schlumberger und Shell einen Vertrag zur Lizenzierung eines großen WesternGeco-Datensatzes aus den Regionen Campeche und Perdido. Teil des Vertrages ist die Erfassung neuer Multiclient-Erhebungen in diesen Regionen mithilfe externer Schiffe sowie die Lizenzierung vorhandener Daten. Um Shells Zeitachse für seine Pläne vor der Küste Mexikos einzuhalten, wird WesternGeco darüber hinaus erweitertes, hochauflösendes Reimaging von Datenteilmengen durchführen, parallel zur Datenverarbeitung zur Unterstützung von Shell bei der Optimierung von Bohrstandorten. Im Jahr 2018 gewann Shell 9 der 19 Öl- und Gasblöcke vor der Küste Mexikos, die in Mexikos Gebotsrunde 2.4 vergeben wurden. Über diese Zusammenarbeit mit WesternGeco verstärkt Shell nach eigenen Angaben sein Engagement dafür, dass Technologien in das Explorationsprogramm in Mexiko eingebracht und hier rasche Fortschritte realisiert werden.

Seit der Einführung der kognitiven E&P-Umgebung DELFI* auf dem SIS Global Forum im Jahr 2017 arbeitet Woodside bei der Umsetzung seiner digitalen Strategie in allen E&P-Workflows eng mit Schlumberger zusammen. Eine Absichtserklärung (Memorandum of Understanding, MOU) für einen frühen Zugang zu neuen digitalen technischen Lösungen wurde im Januar mit Schlumberger als bevorzugtem Partner von Woodside unterzeichnet. Woodside kann so die Branche beim Einsatz cloudfähiger digitaler Technologien und bei F&E-Innovationen in sämtlichen Bereichen leiten.

OMV und Schlumberger unterzeichneten ein MOU zur Untersuchung von Modellen für die potentielle Zusammenarbeit bei digitalen Lösungen. Mithilfe dieser strategischen Partnerschaft kann OMV die Realisierung seiner digitalen Transformation durch die Nutzung gegenwärtig verfügbarer sowie noch in der Entwicklung befindlicher digitaler Technologie von Schlumberger beschleunigen.

MODEC Offshore Production Systems (Singapur) Pte. Ltd. vergab zwei Verträge über die Ausrüstungslieferung für Öltrennung und -aufbereitung sowie Ausrüstung für CO2-Gasaufbereitung für Schiffe für schwimmende Verarbeitungs-, Speicherungs- und Überladeeinrichtungen (Floating Production Storage and Offloading, FPSO) vor der Küste Brasiliens an Schlumberger. Bestandteil dieser Verträge ist die Bereitstellung des Separator-Inlet-Zyklon-Geräts OneSurface CONSEPT ICD*, von elektrostatischen Öldehydratoren und Entsalzern und von Gasentfernungs-Membransystemen des Typs CYNARA*.

Bohrungen

    (Angaben in Mio.)
Dreimonatszeitraum bis     Veränderung
31. März 2019     31. Dez. 2018     31. März 2018 gegenüber Vorquartal     gegenüber Vorjahr
Umsatz 2.387 US-Dollar 2.461 US-Dollar 2.126 US-Dollar -3 % 12 %
Betriebsgewinn vor Steuern 307 US-Dollar 318 US-Dollar 293 US-Dollar -3 % 5 %
Betriebsmarge vor Steuern 12,9 % 12,9 % 13,8 % -6 Basispunkte -90 Basispunkte

Der Umsatz der Drilling Group in Höhe von 2,4 Milliarden US-Dollar, von dem 74 % von den internationalen Märkten generiert wurden, verringerte sich gegenüber dem Vorquartal um 3 %. Dies beruhte auf saisonal bedingter geringerer Bohraktivität vor allem in der nördlichen Hemisphäre, die sich vor allem auf M-I SWACO und Bits & Drilling Tools auswirkte. Die Umsätze des Bereichs Land Rigs gingen zurück, da Projekte im Irak und in Australien abgeschlossen wurden. Die Umsätze bei direktionalen Bohrungen auf dem nordamerikanischen Festland fielen ebenfalls geringer aus, da die Anzahl der Bohranlagen gegenüber dem Vorquartal um 7 % zurückging. Diese Rückgänge wurden teilweise aufgewogen durch höhere Umsätze aus IDS-Verträgen in Mexiko, Saudi-Arabien und Indien.

Die operative Marge vor Steuern im Bereich Bohrungen blieb mit 13 Prozent gegenüber dem Vorquartal trotz Umsatzrückgang im wesentlichen gleich.

Die Ergebnisse im Bereich Bohrungen profitierten von den IDS-Auftragsvergaben sowie dem Einsatz von Bohrtechnologien zur Senkung der Betriebskosten und Verbesserung der Leistung.

Im norwegischen Teil der Nordsee nutzte IDS bei drei Bohrungen eine Kombination aus Technologien, um Equinor bei der Erhöhung der durchschnittlich pro Tag gebohrten Meterlänge um 29 Prozent im Vergleich zu ähnlichen Ausgleichsbohrungen zu unterstützen, wobei die Betriebskosten um 4,9 Millionen pro Bohrung gesenkt werden konnten. Bei diesen anspruchsvollen Bohrungen sind normalerweise mehrere Durchgänge nötig, um durch schwere Stöße und Vibrationen gefährdete Bohrwerkzeuge zu ersetzen. Aufgrund der engen Zusammenarbeit mit dem Kunden und dem Bohrunternehmer wurden Einsparungen durch robusteres Bohrungsdesign, kürzere Leerzeiten und effizientere Bohrwerkzeuge und -dienste möglich. Schlumberger-Technologien wie das robuste, steuerbare Rotary-System PowerDrive Xceed* und der Dienst GeoSphere* für Reservoir-Mapping bei Bohrungen spielten eine wichtige Rolle dabei, dass pro Bohrung 6,7 Tage Zeit eingespart werden konnten.

MOL Norge AS vergab einen IDS-Vertrag für zwei Explorationsbohrungen im norwegischen Teil der Nordsee an Schlumberger, mit einer optionalen Erweiterung um zwei Bohrungen. Es wird davon ausgegangen, dass der operative Betrieb in der ersten Jahreshälfte 2019 beginnen wird und dabei der Dienst DigiScope* für Slimhole-Messungen beim Bohren, der Dienst Quanta Geo* für fotorealistische Reservoirgeologie sowie die 3D-Radialsonde Saturn* genutzt werden.

Im Irak vergab die Basra Oil Company einen zweijährigen IDS-Vertrag für die Durchführung von 40 Bohrungen im Majnoon-Feld an Schlumberger, mit einer optionalen Erweiterung um ein Jahr. Es wird damit gerechnet, dass der Betrieb in der zweiten Jahreshälfte 2019 beginnt.

An Borr Drilling und OPEX Perforadora S.A. de C.V. wurde ein Vertrag für neun Offshore-Erschließungsbohrungen im mexikanischen Sektor des Golfs von Mexiko vergeben. Schlumberger wurde ausgewählt, um integrierte Bohrdienste bereitzustellen und Komplett-Bohrlösungen für die neu errichteten Hubinseln Grid und Gersemi zu realisieren. Der Zweijahresvertrag wird voraussichtlich Mitte 2019 in Kraft treten.

In Libyen nutzte Drilling & Measurements den Dienst GeoSphere für Reservoir-Mapping beim Bohren für die Arabian Gulf Oil Company, um eine Seitenspur eines nicht in Betrieb befindlichen Bohrlochs zu bohren. Der Dienst GeoSphere ermöglichte Korrekturen des Bohrverlaufs in Echtzeit, um eine Öl/Wasser-Kontaktzone zu vermeiden, so dass 3.000 bbl/d gefördert werden konnten.

In Kuwait nutzte der Bereich Bits & Drilling Tools die Technologie mit Bohrspitzen in Verrohrung aus bohrfähiger Legierung Direct XCD*, um die Kuwait Oil Company bei der Verbesserung der Boh

Quelle: Business Wire



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