Spekulationen über Zukunft des Telecom-Italia-Chefs Genish gehen weiter

Sonntag, 11.11.18 16:48
Spekulationen über Zukunft des Telecom-Italia-Chefs Genish gehen weiter
Bildquelle: iStock by Getty Images
MAILAND/ROM (dpa-AFX) - Nach einem hohen Verlust in den ersten neun Monaten des Jahres reißen die Spekulationen über die Zukunft des Chefs der Telecom Italia nicht ab. Mit Rückhalt der beiden größten Aktionäre - dem Medienkonzern Vivendi und dem aktivistischen US-Investor Elliott - hätten Verwaltungsratsmitglieder sich auf die Einberufung einer Sondersitzung in der neuen Woche geeinigt, um möglicherweise auf einen Rücktritt von Amos Genish zu drängen, wie die Zeitung Il Messaggero am Sonntag schrieb. Ein Sprecher des Telekomkonzerns dementierte derartige Absichten aber. Zudem stellte sich ein Sprecher von Vivendi hinter Genish. Bei einer Abstimmung würde Vivendi ihn unterstützen.

Die Telecom Italia hatte in den ersten neun Monaten des Jahres einen Verlust von 800 Millionen Euro geschrieben. Grund waren Milliardenabschreibungen auf das Italien-Geschäft wegen der Folgen des harten Wettbewerbs. Zudem hatte der Konzern von der Zielsetzung für die Verschuldung verabschiedet.

Informierten Kreisen zufolge schwelt aber schon länger ein Streit zwischen den beiden Großaktionären. Wie die Nachrichtenagentur Bloomberg bereits im September unter Berufung auf mit der Sache vertraute Personen berichtete, bemängelt Elliott fehlende Fortschritte bei Genishs Vorhaben, den früheren Staatsmonopolisten auf dem italienischen Telekommarkt zu sanieren. Vivendi stand hingegen hinter dem Manager.

Vivendi ist mit 24 Prozent größter Anteilseigner von Telecom Italia. Die Franzosen hatten den 57-jährigen Genish selbst auf den Chefsessel des italienischen Konzerns gehievt. Dieser setzt bei Telecom Italia vor allem auf Wachstum aus eigener Kraft. Der Hedgefonds Elliott des US-Investors Paul Singer hält rund 9 Prozent und fordert hingegen unter anderem, dass das Unternehmen seiner Verselbständigung der Festnetzsparte komplett abspaltet./mis



Quelle: dpa


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