Steigende Inflation: Was die Geldentwertung für Anleger bedeutet

Donnerstag, 22.07.21 14:28
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Guten Tag, liebe Leserinnen und Leser,

als Kind assoziierte ich mit dem Begriff Inflation immer die Geschichten meiner Großeltern. Die „Milliarden Mark”-Geldscheine, für die man nach dem Ersten Weltkrieg gerade mal einen Laib Brot bekam. Die zum Anheizen verwendet wurden, weil Banknoten billiger waren als Feuerholz. Und die Armut der Menschen, die sich trotz bzw. wegen des zu viel gedruckten Geldes kaum etwas leisten konnten. Da das „Inflations-Gespenst” aktuell wieder durch die Presse geistert, fragten mich meine Kinder, was es mit der Geldentwertung auf sich hat und ob uns das gleiche Schicksal wie Oma und Opa drohen könnte?

Preissteigerung trifft Konsumenten kaum ...

Zur Beruhigung erklärte ich ihnen vorweg: Zumindest eine Hyperinflation wie in den 1920er-Jahren wird es in der EU wahrscheinlich nicht geben. Denn die Europäische Zentralbank wacht über den Euro und hat sich das Ziel gesetzt, die Veränderung der Preise in einem fiktiven „Warenkorb” bestehend aus typischen Produkten und Dienstleistungen in einem bestimmten Rahmen zu halten. Das erreicht sie zum Beispiel über die Steuerung der Geldmenge und des Zinssatzes. Die EZB strebt inzwischen eine Inflationsrate von zwei Prozent an, die im Mai dieses Jahres erreicht wurde. Allerdings vor allem aufgrund der gestiegenen Energiepreise und gleichzeitiger, coronabedingter Angebotsengpässe und Preisanstiege bestimmter Waren. Die Inflation ist deshalb primär auf Sonderfaktoren zurückzuführen und „kompensiert” viele Jahre, in denen praktisch kein Preisauftrieb zu verzeichnen war. Deshalb stellt die Teuerungsrate, die gegen Jahresende auf drei Prozent steigen könnte, zumindest für Verbraucher eine gewisse Normalisierung dar.

… Anleger dagegen umso mehr

Sparer spüren die Geldentwertung dagegen umso deutlicher. Bei einer Inflationsrate von 2,5 Prozent werden aus 1000 Euro nach einem Jahr real nur noch rund 975 Euro. Dieser Wertverlust lässt sich mit den aktuellen Null- bzw. Negativ-Zinsen nicht annähernd ausgleichen. Geld, das langfristig nicht benötigt wird, sollte deshalb besser in Sachwerte wie Gold oder Aktien investiert werden. Die simple Gleichung: Sachwert = Inflationsschutz geht bei Aktien allerdings nicht immer auf – es müssen schon die richtigen sein. Für den erfolgreichen, langfristigen Vermögensaufbau sollten Anleger Aktien von Unternehmen mit einem breiten „Burggraben” zu Wettbewerbern bevorzugen, deren Produkte immer gebraucht werden.

Sogenannte Vermögensaufbau-Champions, wie zum Beispiel der Lebensmittelriese Nestlé oder der Konsumgüterkonzern Colgate-Palmolive, haben in ihrer über hundertjährigen Firmenhistorie schon so manche (Inflations-)Krise überstanden und sind gestärkt daraus hervorgegangen. Zum einen aufgrund deren „unverzichtbarem” Produktsortiment bestehend aus starken Marken. Zum anderen wegen des Innovationsgeistes der Traditionsunternehmen, der Management und Mitarbeiter immer wieder dazu anspornte, neue Wege zu gehen. Ohne „alte Werte” wie Qualität und Kundenorientiertheit aus den Augen zu verlieren.

Deshalb: Fokussieren Sie sich auf Inflationsschutz für Ihr Depot. Das geht ganz einfach mit den boerse.de-Fonds. Der boerse.de-Aktienfonds investiert in insgesamt 33 besonders konjunkturunabhängige Vermögensaufbau-Champions mit einer hohen Stabilität im Kursverlauf wie z.B. Nestlé und Colgate-Palmolive, die auch zum Grundgerüst des boerse.de-Weltfonds zählen. Der Strategiefonds für den Ruhestand hat ein Fundament, das zu 50% aus den bewährten Champions-Favoriten von Thomas Müller gebildet wird und darauf aufbauend in die trendstärksten Champions-Aktien investiert.

Alles Wissenswerte zu Aktien als Inflationsschutz und warum (Champions-)Aktien die perfekte Depotbasis darstellen, lesen Sie im „Leitfaden für Ihr Vermögen”, den Sie hier kostenlos und unverbindlich anfordern können.

Ich wünsche Ihnen einen entspannten, erfolgreichen Börsentag,

Ihre Miss boerse.de

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