Stock Picking ist das Gebot der Stunde! Zertifikateanalyse

Donnerstag, 12.09.19 09:30
Tafel mit Kursen
Bildquelle: fotolia.com
Schwarzach am Main (www.zertifikatecheck.de) - Die Experten vom "ZertifikateJournal" stellen in ihrer aktuellen Ausgabe fünf Derivate als Pick of the Week vor.

Seit Monaten stecke der DAX im Seitwärtstrend. Den moderaten Bewertungen und den historisch niedrigen Zinsen stünden politische Risiken und die Sorge vor einem konjunkturellen Abschwung gegenüber. Da kein Ende der Hängepartie an den Märkten in Sicht, sollten Anleger in dem aktuellen Umfeld verstärkt auf Stock Picking setzen, also die gezielten Auswahl von Einzeltiteln.

Wichtige Hinweise auf interessante Aktien würden die derzeit laufenden Herbst-Investorenkonferenzen liefern. Beispielsweise habe jüngst die Commerzbank eine solche Veranstaltung mit einer Rekordteilnehmerzahl von 121 Gesellschaften abgehalten. Davon halte die Commerzbank viele Aktien für kaufenswert. Die Experten vom "ZertifikateJournal" hätten sich einige Titel genauer angesehen und würden passende Zertifikate vorstellen.

Zu den auf der Konferenz vertretenen Titeln mit dem größten Kurspotenzial zähle Nordex (ISIN DE000A0D6554/ WKN A0D655). Laut Commerzbank sei ein Anstieg um 66 Prozent auf 16 Euro möglich. Nach enttäuschenden Halbjahreszahlen habe der Windkraftanlagenbauer Neuaufträge über 195 Megawatt von zwölf unterschiedlichen Kunden aus Europa an Land ziehen können. Wegen der Margenschwäche sollten Anleger aber weiterhin nur mit Puffer investieren, wie ihn das Bonus Cap (ISIN DE000KA3MQH5/ WKN KA3MQH) der Citigroup biete.

Kursgewinne von rund 50 Prozent halte die Commerzbank bei Wirecard (ISIN DE0007472060/ WKN 747206) für möglich. Klar: Der Zahlungsdienstleister habe kürzlich starke Halbjahreszahlen abgeliefert und abermals die Gewinnprognose angehoben. Dennoch komme die Aktie seitdem nicht mehr richtig in Gänge. Übergeordnet befinde sich die Aktie im Seitwärtstrend. Bleibe das so, könnten risikobereite Anleger mit dem Inliner (ISIN DE000HZ0BPG4/ WKN HZ0BPG) der HypoVereinsbank mit Barrieren bei 100 und 190 Euro im Dezember einen Ertrag von 16 Prozent erzielen.

Bei den Papieren von 1&1 Drillisch (ISIN DE0005545503/ WKN 554550) sehe die Commerzbank Luft bis 45 Euro. Die Entscheidung von 1&1 Drillisch, ein eigenes Mobilfunknetz aufzubauen, habe zu einigen Unsicherheiten geführt, so die Analysten. Allerdings scheine der Markt inzwischen nach unten hin zu übertreiben. Mit einem Discount Call (ISIN DE000DF1XE38/ WKN DF1XE3) der DZ BANK könnten Anleger im Juni kommenden Jahres einen Ertrag von circa 40 Prozent erzielen. Dazu müsse die Aktie aber nicht wie von der Commerzbank erwartet um fast 50 Prozent zulegen, sondern lediglich ihr Niveau halten.

Bei Dürr (ISIN DE0005565204/ WKN 556520) sehe die Commerzbank mit einem Kursziel von 42 Euro 65 Prozent Kurspotenzial. Der Konzern sei in den meisten Geschäftsfeldern mit Marktanteilen von bis zu 60 Prozent klar führend und zudem Technologieführer in der Lackier- und Anwendungstechnik. Dem großartigen Geschäftsmodell stünden derzeit aber schwache Endmärkte gegenüber. Mit einer Maximalrendite von 20,7 Prozent und einem Puffer von 29,4 Prozent bleibe das Bonus Cap (ISIN DE000CU3V7X7/ WKN CU3V7X) der Commerzbank interessant.

Die größten Gewinnchancen wittere die Commerzbank bei Befesa (ISIN LU1704650164/ WKN A2H5Z1): Das Kursziel liege mit 61 Euro knapp 85 Prozent über der aktuellen Notiz. Befesa sei klarer Marktführer auf dem europäischen Markt für Stahlstaubrecycling und damit in einem attraktiven Nischenmarkt. Demgegenüber handele die Aktie mit einem starken Abschlag gegenüber dem Gesamtmarkt sowie verglichen mit seinen Mitbewerbern. Auch die Experten vom "ZertifikateJournal" würden für Befesa positiv gestimmt bleiben und das Faktor-Zertifikat (ISIN DE000MF7NGA3/ WKN MF7NGA) von Morgan Stanley weiterhin für interessant halten. (Ausgabe 36/2019) (12.09.2019/zc/a/a)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.




Quelle: Aktiencheck




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