Straumann solide Ergebnisse für erstes Halbjahr und anspruchsvolle Bewertung

Donnerstag, 19.08.10 13:14
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Zürich (aktiencheck.de AG) - Christoph Gubler, Analyst von Vontobel Research, stuft die Aktie von Straumann (ISIN CH0012280076/ WKN 914326) in der aktuellen Ausgabe von "Vontobel Morning Focus" mit dem Rating "hold" ein.Straumann habe die Ergebnisse für das 1H10 veröffentlicht. Sie würden den Markterwartungen entsprechen. Der Umsatz im 1H10 habe sich auf CHF 392,4 Mio. belaufen (VontE: 390,8 Mio., Konsens: CHF 393 Mio.). Das EBIT habe CHF 98,8 Mio. betragen (VontE: CHF 102,2 Mio., Konsens: CHF 96 Mio.). Der Reingewinn habe sich auf CHF 82,0 Mio. belaufen (VontE: CHF 87,1 Mio., Konsens: CHF 83 Mio.). Das Management erwarte für das GJ10 einen Umsatz und eine EBIT-Marge, die "mindestens" auf dem Niveau von 2009 liegen würden, also einen Umsatz von CHF 736 Mio. (die Analysten würden CHF 736 Mio. führen) und eine EBIT-Marge von 22,5% (die Analysten würden 24% führen).Das Umsatzwachstum (alle Zahlen in Lokalwährung) habe sich im 2Q auf 5,4% belaufen (VontE: 7,1%, Konsens: 5,6%), 230 Basispunkte (BP) besser als die 3,1% des ersten Quartals und besser als die Zahlen vergleichbarer Unternehmen (Nobel Biocare (ISIN CH0037851646/ WKN A0NH9T) -6%, Zimmer (ISIN US98956P1021/ WKN 753718) 8%, Biomet (ISIN US0906131000/ WKN 868154) 2%, Dentsply (ISIN US2490301072/ WKN 884794) 3 bis 4%, Markt 3%E), hätten aber auch Auftrieb von einer um 1.070 BP einfacheren Vergleichsbasis erhalten. NA habe ein Wachstum von 7,7% verzeichnet (VontE: 10%, Nobel Biocare -4%), 70 BP schwächer als die 8,4% vom ersten Quartal, trotz einer um 510 BP einfacheren Vergleichsbasis.Der Wachstumsmotor seien neue Implantate und die Erweiterung des Vertriebsstabs in der Sparte Biologics gewesen. In Europa habe das Wachstum bei 3,9% gelegen (VontE: 5%, Nobel Biocare -8%), ein Anstieg von nur 250 BP gegenüber den 1,4% des ersten Quartals, trotz der um 1.100 BP einfacheren Vergleichsbasis. Das Umsatzwachstum sei "stark" in Frankreich, Großbritannien und auf der iberischen Halbinsel und negativ in Italien gewesen.Asien habe dank China, Korea und starker Aufträge von Vertriebshändlern (Lageraufstockung) und trotz einer schwachen Situation in Japan ein Plus von 8,3% verbucht (VontE: 12%, Nobel Biocare 0%). Das Wachstum im Rest der Welt habe mit Unterstützung von Brasilien und Mexiko 5,9% betragen (VontE: 10%, Nobel Biocare -32%). Die Bruttomarge habe sich auf 80,2% belaufen (VontE: 80,2%, Nobel Biocare 78,8%). Bei der EBIT-Marge seien 25,2% verzeichnet worden (VontE: 26,2%, Nobel Biocare 19,4%), höhere F&E-Ausgaben seien der Grund gewesen, warum die Analystenprognose verfehlt worden sei. Die Reingewinnmarge habe bei 20,9% gelegen (VontE: 22,3%).Die soliden Ergebnisse für das erste Halbjahr würden den Erwartungen entsprechen und seien besser als die meisten Konkurrenten. Doch angesichts der günstigen Vergleichsbasis hätte das Umsatzwachstum besser sein sollen und könnte im zweiten Halbjahr bereits wieder abnehmen, da die Vergleichsbasis härter sein dürfte.Bei einem P/E und einem EV/EBITDA für 2011E von 21 bzw. 13 werde Straumann bei einem Aufschlag von 50% gegenüber Nobel Biocare und bei einem Aufschlag von 55 bis 65% gegenüber Schweizer Medizinaltechnikherstellern gehandelt. Der Titel sei also kein Schnäppchen. Die DCF-Analyse ergebe einen Fair Value von CHF 280 pro Aktie, und die Analysten würden das durchschnittliche EPS-Wachstum für die nächsten vier Jahre auf 13% schätzen. Ihr Kursziel von CHF 250 basiere auf einem P/E-Zielwert von 23 für 2011.Die Analysten von Vontobel Research bewerten die Aktie von Straumann mit dem Rating "hold". (Analyse vom 19.08.2010) (19.08.2010/ac/a/a)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.

Quelle: ac


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