Technische Analyse: Indizes, Devisen und Rohstoffe

Freitag, 17.06.11 17:00
Tafel mit Kursen
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Rosenheim (Trendbrief) - Ein paar gute Konjunkturdaten aus den USA und China sorgten nur kurz für Kaufstimmung an den internationalen Aktienmärkten, bevor die Börsen wieder in Molltöne umschwenkten. Auf Wochensicht gaben unsere 18 Hauptmärkte im Schnitt um -0,4% nach, wobei die US-Technologiebörse Nasdaq 100 sogar unter den GD200 in den Abwärtstrend rutschte. Entsprechend sank unser Indexbarometer von 44% auf 39%. Jetzt notieren elf unserer 18 Hauptbörsen unter der 200-Tage-Linie, wodurch die allgemeinen Abwärtstrends an Breite gewinnen. Ein Blick in das Innenleben der Indizes zeigt aber, dass sich der Abgabedruck in Grenzen hält, denn genau wie in der Vorwoche rangiert unser Aktienbarometer bei 40%.

Dennoch gibt es ein Warnsignal, das auf weiter nachgebende Notierungen an den Aktienmärkten hinweist, und das kommt von der Wall Street. Dort hat der Welt-Leitindex Dow Jones im Wochenvergleich um -1,3% auf 11.897 Punkte nachgeben und ist damit unter die wichtige 12.000er-Marke gefallen (siehe rote Gerade im Chart).


Stopbedingt trennen wir uns daher heute von unseren beiden Long-Positionen (-3%, +42%), zumal aus technischer Sicht weiteres Ungemach droht: Bis zur Haltezone 11.500/11.350 gibt es keine größeren Unterstützungen mehr, und darunter ist ein Rücksetzer bis zur 11.000er-Marke möglich. Allerdings könnte es auch genauso schnell wieder aufwärts gehen, wenn der Dow die 12.000er-Marke zurückerobert. Denn die nächsten echten Widerstände kommen dann erst wieder zwischen 12.500 und 12.600 Punkten. Welchen Einfluss der Dow Jones auf die übrigen Kapitalmärkten hat, zeigt sich am Dax, der im bisherigen Jahresverlauf unbeirrt den Entwicklungen an Wall Street folgt. Doch solange die wichtige 7000er-Unterstützung hält (blaue Gerade), ist technisch alles intakt und der Dax kann in Ruhe auf eine Erholung des Dow Jones warten.

TRENDBRIEF – PERSPEKTIVE
Die Konsolidierung an den internationalen Börsen hält an, größere Kursbewegungen sind allerdings auch nicht erkennbar. Unsere laufenden Positionen sind mit Stops gut abgesichert, sodass wir in Ruhe auf neue Trendbewegungen warten können. Sobald sich neue Kaufsignale nach oben wie nach unten ergeben, werden wir sofort wieder aktiv.


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Quelle: boerse.de
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