Turbo Short 46,642 open end auf Brent-Öl: Bären machen Druck! Optionsscheineanalyse

Donnerstag, 05.11.20 10:40
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Frankfurt (www.optionsscheinecheck.de) - Marcus Landau, Senior Manager Public Distribution bei der DZ BANK, stellt als Alternative zum Direktinvestment in Brent-Öl (ISIN XC0009677409 / WKN nicht bekannt) einen Turbo Short 46,642 open end (ISIN DE000DFS68N0 / WKN DFS68N) mit dem Basiswert Brent-Öl vor.

Angesichts weiter rasant steigender Neuinfektionszahlen hätten viele Industriestaaten die Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie zuletzt weiter verschärft. So seien in vielen westlichen Industriestaaten wie Frankreich, Spanien, Italien und Deutschland neue Lockdown-Maßnahmen implementiert worden. In Verbindung mit weiteren Restriktionen zur Einschränkung des Reise- und Flugverkehrs werde das Szenario einer nachhaltigen Erholung der Ölnachfrage nach der Coronavirus-Pandemie zunehmend unwahrscheinlicher. Schon jetzt mache sich die rasant steigende Zahl der Neuinfektionen bemerkbar, was die jüngst veröffentlichten US-Öllagerbestandsdaten belegen würden. Hier sei in der vergangenen Woche mit einem Plus von 4 Millionen Barrel der höchste Anstieg der US-Öllagerbestände seit Juli dieses Jahres markiert worden.

Für zusätzlichen Abgabedruck habe zuletzt die Meldung gesorgt, dass Libyen seine Ölproduktion schon in Kürze wieder nach oben fahren werde. Nach der Vereinbarung eines Friedensabkommens zwischen den Konfliktparteien in dem vom Bürgerkrieg geprägten OPEC-Mitgliedsland wolle Libyen seine Ölproduktion in den kommenden Wochen auf rund 1 Million Barrel pro Tag verdoppeln. Da auch andere OPEC-Staaten wie der Irak zuletzt ihre Produktion nach oben gefahren hätten, sei der Gesamt-Output der OPEC-Länder jüngsten Erhebungen zufolge im Oktober trotz der weiter strikt eingehaltenen Förderkürzungen weiter angestiegen, während die weltweite Ölnachfrage aufgrund der Auswirkungen der Pandemie zuletzt weiter zurückgegangen sei.

Da die OPEC+-Allianz zuletzt im Rahmen des Ministertreffens der Zweckgemeinschaft zwischen der OPEC und anderen bedeutenden Ölproduzenten den Status quo beibehalten habe, stehe das Zweckbündnis nach dem neuerlichen Preisverfall am Terminmarkt unter Zugzwang. Russland als führender Ölproduzent außerhalb des Ölkartells habe zuletzt seine Bereitschaft zu weitergehenden Stützungsmaßnahmen signalisiert. Auch Saudi-Arabien als führendes OPEC-Mitglied habe zuletzt für den Fall eines weiteren Ölpreisverfalls weitergehende Maßnahmen angekündigt. Marktbeobachter würden es daher für wahrscheinlich halten, dass die OPEC+-Allianz die ursprünglich vereinbarten Förderkürzungen zunächst unverändert fortsetzen werde.

Die Notierungen bei Brent Crude Oil hätten den Support oberhalb der Marke von 40 USD zuletzt nicht verteidigen können. Mit dem Unterschreiten des zuletzt markierten Verlaufstiefs bei 39 USD, den wir als Stopp-Loss für potenzielle Long-Positionen definiert hatten, hat sich das Chartbild unseres Erachtens deutlich eingetrübt, so Marcus Landau, Senior Manager Public Distribution bei der DZ BANK. Für diese These spreche die Tatsache, dass Intraday-Erholungen zuletzt zum Abbau von Positionen genutzt worden seien, was kurzfristig für eine Fortsetzung der Abwärtsbewegung spreche. Es biete sich daher an, die zuletzt gesehene technische Erholung auf 38,50 USD zum Aufbau von Short-Positionen zu nutzen. Diese würden sich mit einem engen Stopp-Loss im Bereich der Marke von 42 USD absichern lassen.

Mit Hebelprodukten könnten Anleger überproportional an allen Kursentwicklungen des zugrunde liegenden Basiswerts partizipieren. Aufgrund der Hebelwirkung reagiere das Produkt auf kleinste Kursbewegungen des Basiswerts. Da die Wertentwicklung des Basiswerts im Laufe der Zeit schwanken bzw. sich nicht entsprechend den Erwartungen des Anlegers entwickeln könne, bestehe das Risiko, dass das eingesetzte Kapital nicht in allen Fällen in voller Höhe zurückgezahlt werde. Der Kapitalverlust könne ein erhebliches Ausmaß annehmen, sodass ein Totalverlust entstehen könne.

Auf den Basiswert Brent Crude Oil Contract stünden verschiedene Endlos-Turbos zur Verfügung. Ein Beispiel sei der Endlos-Turbo Short mit einem Basispreis von 46,646 USD sowie einer Knock-Out-Barriere von 46,646 USD. Das Produkt reagiere grundsätzlich in die entgegengesetzte Richtung zur Wertentwicklung des Basiswerts und eigne sich für Anleger, die auf fallende Kurse des Basiswerts setzen möchten.

Der Endlos-Turbo Short auf den Brent Crude Oil Contract habe keine feste Laufzeit, könne aber während der Laufzeit verfallen, sofern ein Knock-Out-Ereignis eintrete. Ein Knock-Out-Ereignis trete ein, wenn der Beobachtungspreis (jeder Kurs des Basiswerts an einem Beobachtungstag, wie er von der maßgeblichen Börse berechnet werde) mindestens einmal auf oder über der Knock-Out-Barriere liege. Trete ein solches Knock-Out-Ereignis ein, verfalle das Produkt ohne weiteres Tätigwerden des Anlegers wertlos, sodass es zu einem Totalverlust des eingesetzten Kapitals komme.

Ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals sei auch möglich, wenn die DZ BANK als Emittent ihre Verpflichtungen aus dem Zertifikat aufgrund behördlicher Anordnungen oder einer Insolvenz (Zahlungsunfähigkeit/Überschuldung) nicht mehr erfüllen könne. (Stand vom 04.11.2020) (05.11.2020/oc/a/r)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.




Quelle: Aktiencheck




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Datum :
30.11.20
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