Umfrage: Onlinebanking legt weiter zu

Donnerstag, 29.10.20 12:04
Umfrage: Onlinebanking legt weiter zu
Bildquelle: Unternehmensbild: Deutsche Bank
BERLIN (dpa-AFX) - Die Menschen in Deutschland gehen für die Erledigung ihrer Finanzgeschäfte immer seltener in eine Bankfiliale. Das geht aus einer repräsentativen Umfrage des Digitalverbandes Bitkom hervor, die am Donnerstag in Berlin veröffentlicht wurde. Drei von vier Befragten (73 Prozent) setzen auf Online-Banking. Acht von zehn Bankkunden besuchen demnach höchstens noch einmal im Monat eine Bankfiliale.

Beim Onlinebanking nehme das Smartphone eine immer stärkere Rolle ein, ergab die Umfrage. 82 Prozent der Anwender nutzen demnach einen Laptop, das Smartphone liegt mit 58 Prozent aber schon auf Platz zwei und hat damit den Desktop-PC (53 Prozent) und den Tablet Computer (50 Prozent) überholt.

Bitkom-Hauptgeschäftsführer Bernhard Rohleder sagte, die Corona-Pandemie habe dazu geführt, dass die Digitalisierung in Deutschland einen weiteren Schub erhalten hat. Während im Bereich Homeoffice einen "Riesenschub" gegeben habe, sehe man beim Onlinebanking eine kontinuierliche Entwicklung, "die durch Corona nicht aufgehalten, aber auch nicht im Besonderen befeuert" wurde.

Wer Online-Banking nutze, sei mit dem Angebot in aller Regel zufrieden, sagte Rohleder. 94 Prozent der Befragten gaben an, keine Funktionen zu vermissen. 91 Prozent seien überzeugt, Online-Banking sei sicher. Der Hauptgrund, auf Online-Banking zu verzichten, sei dagegen Gewohnheit. Das sagen 71 Prozent derjenigen, die Bankgeschäfte nicht online tätigen. Knapp die Hälfte der Befragten (47 Prozent) halten Online-Banking für zu kompliziert.

Die schwindende Bedeutung der Filialen zeigt sich der Bitkom-Umfrage zufolge auch daran, dass unter den Online-Banking-Nutzern inzwischen mehr als ein Drittel (35 Prozent) überhaupt nicht mehr in eine Filiale geht und stattdessen und ausschließlich die Online-Angebote nutzt. Mehr als jeder dritte Befragte (38 Prozent) gab an, dass ihm ohne Bankfiliale nichts fehlen würde. Unter den 16- bis 29-Jährigen stimmt dieser Aussage mit 51 Prozent sogar eine Mehrheit zu. Und fast die Hälfte aller Befragten (46 Prozent) meint, die Kosten für die Bankfilialen sollten nur diejenigen tragen, die sie auch nutzen./chd/DP/jha



Quelle: dpa-AFX




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