VIRUS/Patientenschützer: Vor Corona-Lockerungen Risikogruppen schützen

Samstag, 28.03.20 10:53
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BERLIN (dpa-AFX) - In der Debatte um eine mögliche Lockerung der massiven Beschränkungen wegen der Corona-Epidemie mahnen Patientenschützer Konzepte für besonders gefährdete Bevölkerungsteile an. "Die Folgen des Corona-Stillstands sind immens", sagte der Vorstand der Deutschen Stiftung Patientenschutz, Eugen Brysch, der Deutschen Presse-Agentur. "Ein zügiges Hochfahren in Aussicht zu stellen, ist aber jetzt unverantwortlich. Selbst wenn die Risikogruppe isoliert wird." Dies seien rund sechs Millionen Menschen, darunter Lungen- und Krebskranke, akute Herzpatienten und Pflegebedürftige.

"Ihnen, ihren Helfern, Pflegern und Ärzten fehlen oft die einfachsten Mittel für den Schutz vor einer Infektion", sagte Brysch. "Das sind Atemschutzmasken, Brillen, Desinfektionsmittel und Handschuhe. Selbst bei den Gütern des täglichen Bedarfs sind viele auf fremde Hilfe angewiesen." Wer also jetzt von Ausstieg aus den Corona-Maßnahmen rede, müsse zu allererst garantieren, dass Versorgung und Hilfe Tag für Tag sichergestellt seien. Zurzeit gebe es aber keine überzeugende Strategie, die Risikogruppe dort zu schützen, wo sie lebt.

Hier müsse bevorzugt getestet werden, wenn sich grippeähnliche Symptome zeigten. Vor Ort brauche es mobile Teams aus Klinikärzten und niedergelassenen Medizinern. Wichtig sei außerdem eine garantierte Versorgung mit Lebensmitteln, Schutzausrüstung und Pflegeprodukten. Das sei eine medizinische und organisatorische Herausforderung. Ein Pfund seien aber auch Helfer des örtlichen Katastrophenschutzes. "Wenn diese Bedingungen erfüllt sind, kann auch ein schneller Ausstieg aus dem Stillstand folgen," sagte Brysch. "Es ist genug Geld da, um die Risikogruppe und Pflegekräfte zu schützen und zu stützen", fügte er mit Blick auf Milliarden-Rettungsschirme wegen der Krise hinzu./sam/DP/men



Quelle: dpa-AFX




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