Varta-Aktie: Es kommt, wie es kommen musste ...

Freitag, 23.09.22 16:46
Varta-Aktie: Es kommt, wie es kommen musste ...
Bildquelle: Adobe Stock
Varta-Aktionäre benötigen heute starke Nerven. Denn ihr Investment bricht kurz vor dem Wochenende um über 30% ein und fällt damit unter die Kursmarke von 40 Euro, auf den tiefsten Stand seit Mai 2019. Die explodierenden Energiepreise aufgrund des Ukraine-Krieges und den damit verbundenen Russland-Sanktionen zwingen den Batteriehersteller seine Ziele auszusetzen.

Die bisherigen Prognosen für den Umsatz und das Ergebnis im laufenden Jahr und dem dritten Quartal ließen sich nicht mehr erreichen, teilte das Unternehmen überraschend am Freitag in Ellwangen mit. Zu neuen Prognosen sieht sich der Vorstand derzeit nicht in der Lage. So könne Varta die hohen Energiepreise nur begrenzt und verzögert an die Kunden weitergeben. Zusätzlich verzögerten sich zwei große Aufträge.

Der Varta-Aktienkurs hatte schon seit dem Morgen unter Druck gestanden. Börsianer erklärten dies mit Sorgen vor Batteriekonkurrenz in der neuesten Generation der AirPods Pro von Apple . Seit dem Jahreswechsel hat das Papier inzwischen fast zwei Drittel an Wert eingebüßt. Im Vergleich zum Rekordhoch von etwas mehr als 180 Euro im Januar 2021 sank der Börsenwert sogar um fast 80 Prozent auf zuletzt nur noch knapp 1,7 Milliarden Euro.

Das Hoch Anfang vergangenen Jahres war aber zum Teil auch auf eine Marktverzerrung zurückzuführen. Damals hatten Kursspekulationen von überwiegend in sozialen Netzwerken versammelten Kleinanlegern bei Aktien wie Gamestop oder AMC Entertainment aus den USA oder hierzulande auch Varta für starke Kursausschläge gesorgt. Der Varta-Kurs kletterte damals innerhalb weniger Tage von rund 120 Euro auf mehr als 180 Euro.

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Quelle: boerse.de


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