WDH/ROUNDUP/Aktien Frankfurt Eröffnung: Erholung lahmt - Vorerst kein Hilfspaket

Mittwoch, 08.04.20 10:02
Tafel mit Kursen
Bildquelle: fotolia.com
(Redigierrest im zweiten Absatz entfernt)

FRANKFURT (dpa-AFX) - Nach zwei starken Börsentagen ist die Erholung am deutschen Aktienmarkt ins Stocken geraten. Die Finanzminister der Europäischen Union konnten sich am Mittwoch nicht auf ein milliardenschweres Corona-Rettungspaket einigen. Stattdessen vertagten sie sich auf Donnerstag. Das belastete die Kurse: Der Dax verlor im frühen Handel 0,9 Prozent auf 10 266 Punkte. In den vergangenen beiden Tagen hatte sich der deutsche Leitindex um fast neun Prozent erholt.

Der MDax trat mit 21 531 Punkten quasi auf der Stelle. Der Eurozone-Leitindex EuroStoxx 50 gab mit 1,5 Prozent etwas stärker nach.

Schon an der Wall Street war die Erholung am Vortag ins Stocken geraten. Nach wie vor schauen die Investoren auf die Ausbreitung des Coronavirus und die wirtschaftlichen Folgen. "In New York gibt es Licht am Ende des Tunnels, aber andere Teile der USA sind bedroht", sagte Aktienstratege Simon Powell von der US-Bank Jefferies. In einigen Bundesstaaten gebe es noch keine Aufforderung an die Bürger, zuhause zu bleiben. Andere Bundesstaaten hätten die öffentlichen Aktivitäten bislang nur teilweise zurückgefahren.

Wegen des Coronavirus nahmen mit Henkel und der Deutschen Post zwei weitere Dax-Konzerne die Prognosen für das laufende Jahr zurück. Deutsche Post verloren daraufhin 2,2 Prozent, bei Henkel hielt sich der Kursabschlag mit 0,3 Prozent in Grenzen.

Bei der Immobiliengesellschaft Vonovia hat sich die Corona-Krise bislang kaum negativ ausgewirkt. Anleger reagierten hierauf mit Käufen, die Aktie zählte mit plus 1,4 Prozent zu den größten Gewinnern im Dax. Im MDax der mittelgroßen Börsentitel verteuerten sich die Papiere der Immobiliengruppe Aroundtown um drei Prozent.

Tiefer zeigten sich dagegen die Bankaktien: Deutsche Bank waren mit minus drei Prozent schwächster Dax-Titel und Commerzbank lagen mit minus sechs Prozent am Ende des MDax.

Daneben sorgten Analystenkommentare für Bewegung. Die Investmentbank Morgan Stanley rät für Beiersdorf-Aktien zum Verkauf und JPMorgan für die Papiere von HeidelbergCement . Beiersdorf gaben mit 0,6 Prozent nur mäßig nach, HeidelbergCement verloren 1,7 Prozent./bek/fba



Quelle: dpa-AFX




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