Wave XXL-Optionsscheine auf Geely: Daimler-Beteiligung soll sich schnell bezahlt machen - Optionsscheineanalyse

Donnerstag, 18.10.18 11:30
Wave XXL-Optionsscheine auf Geely: Daimler-Beteiligung soll sich schnell bezahlt machen - Optionsscheineanalyse
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Frankfurt (www.optionsscheinecheck.de) - Der Produktexperte von X-markets by Deutsche Bank, Christian-Hendrik Knappe, stellt einen Wave XXL-Call-Optionsschein (ISIN DE000DS5RQH8 / WKN DS5RQH) sowie einen Wave XXL-Put-Optionsschein (ISIN DE000DS5RQU1 / WKN DS5RQU) der Deutschen Bank auf die Aktie von Geely (ISIN KYG3777B1032 / WKN A0CACX) vor.

Geely habe zuletzt bei den Autoabsätzen eine rückläufige Dynamik beobachten müssen, dafür solle eine Zusammenarbeit mit Daimler für neuen Schwung sorgen. Dies sei jedoch nicht alles, was Anleger derzeit rund um den chinesischen Autohersteller umtreibe.

Der chinesisch-amerikanische Handelsstreit beschäftige die Autobranche immer mehr. BMW habe die Handelsstreitigkeiten neben dem Abgasmessverfahren WLTP als einen Grund für die jüngst ausgesprochene Gewinnwarnung genannt. Der kalifornische Elektrowagenbauer Tesla sehe sich unter anderem wegen geltender Importzölle auf dem inzwischen mit Abstand wichtigsten Automobilmarkt der Welt benachteiligt. Entsprechend wolle man die Autoproduktion in China so schnell wie möglich hochfahren. Doch auch wer seit jeher in China produziere, profitiere nicht nur von den Chancen, sondern der müsse mit den Herausforderungen des chinesischen Automarktes fertig werden.

Laut Geely-Angaben vom 8. Oktober 2018 habe der chinesische Autobauer in den ersten neun Monaten des laufenden Jahres ein Absatzplus von 37 Prozent auf 1.136.858 Autos verzeichnet. Damit seien bereits 72 Prozent des Absatzzieles für 2018 von 1,58 Millionen verkauften Autos erreicht worden. Im Monat September seien jedoch mit 124.429 Fahrzeugen lediglich 14 Prozent mehr Autos verkauft worden als noch im Vorjahresmonat.

Auch wenn Geely eines Tages ein Global Player sein möchte, würden sich die Autoverkäufe hauptsächlich auf den chinesischen Heimatmarkt beschränken. Rund 99 Prozent der Verkäufe würden dort erzielt. Noch sei dies ein Vorteil, allerdings könnte der Wind drehen, sodass ein wesentlich höherer Grad an Diversifikation bei den Absatzmärkten vonnöten sein könnte. Trotz Handelsstreit mit den USA blicke man jedoch auch bei Geely weiterhin optimistisch in die Zukunft. Bis 2020 wolle der neue Daimler-Großaktionär jährlich sogar mehr als 2 Millionen Fahrzeuge verkaufen. Inzwischen scheine man auch genauere Vorstellungen davon zu haben, wie eine Zusammenarbeit mit den Schwaben aussehen solle.

Am 9. Oktober habe Bloomberg berichtet, dass Daimler und Geely ein Joint-Venture in den Bereichen Carsharing und Ride-Hailing eingehen möchten. Es dürfte nicht das einzige gemeinsame Projekt sein. Schließlich gelte es auch, die Entwicklung in den Zukunftsbereichen Elektromobilität, Autonomes Fahren oder Vernetzung des Automobils voranzutreiben, was gemeinsam wesentlich besser als auf eigene Faust vonstattengehen dürfte. Von der Entwicklung in diesen Bereichen würden jedoch nicht nur traditionelle Automobilkonzerne und -zulieferer, sondern immer mehr auch Technologieunternehmen wie der Münchner Halbleiterkonzern Infineon profitieren.

Genauso wie 26 andere Unternehmen sei Infineon im Solactive Auto der Zukunft Index zu finden. Dieser bilde die Kursentwicklung von Unternehmen ab, die für den Automobilsektor eine Rolle spielen würden, darunter Zulieferer, Halbleiter- und Komponentenhersteller sowie Anbieter von Funk- und Sicherheitssystemen und weiteren Technologien. Anlegern sei unlängst mit einem X-markets Index-Zertifikat (ISIN DE000DS8AUT5 / WKN DS8AUT) auf den Solactive Auto der Zukunft Index (NTR) der Zugang zu Investments rund um diese Unternehmen erleichtert worden.

Spekulative Anleger, die jedoch eher auf einen Automobilkonzern setzen würden und dabei speziell Geely im Blick hätten, könnten mit einem klassischen Optionsschein Call der Deutschen Bank (Laufzeit bis zum 25.06.2019) auf steigende Kurse des größten chinesischen Herstellers setzen. Der Hebel dieses Optionsscheins liege derzeit bei 14,06. Wer aber als spekulativer Anleger eher short-orientiert sei, könnte mit einem klassischen Optionsschein Put der Deutschen Bank (aktueller Hebel 2,81; Laufzeit bis zum 25.06.2019) auf fallende Kurse der Geely-Aktie setzen. (Stand vom 16.10.2018) (18.10.2018/oc/a/a)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.




Quelle: ac


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22.10.19
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