Wave XXL-Optionsscheine auf Gold: FED steht vor schwieriger Entscheidung - Optionsscheineanalyse

Donnerstag, 04.07.19 10:00
Wave XXL-Optionsscheine auf Gold: FED steht vor schwieriger Entscheidung - Optionsscheineanalyse
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Frankfurt (www.optionsscheinecheck.de) - Der Produktexperte von X-markets by Deutsche Bank, Christian-Hendrik Knappe, stellt einen Wave XXL-Call-Optionsschein (ISIN DE000DT4L3E7 / WKN DT4L3E) sowie einen Wave XXL-Put-Optionsschein (ISIN DE000DX14XS6 / WKN DX14XS) der Deutschen Bank auf Gold (ISIN: XC0009655157, WKN: 965515) vor.

Der Goldpreis habe zuletzt einen Ausflug über die Marke von 1.400 US-Dollar und auf ein neues Sechsjahreshoch gewagt. Allerdings könnte es sich dabei nur um ein kurzes Vergnügen gehandelt haben.

Zum Ende des vergangenen Jahres hätten die verschiedenen Marktturbulenzen dafür gesorgt, dass der Goldpreis einen steilen Anstieg erlebt habe. Neben dem Brexit und dem chinesisch-amerikanischen Handelsstreit sei es auch die Aussicht auf eine Konjunkturabkühlung gewesen, die den so genannten Sicheren Hafen für Investoren attraktiver habe erscheinen lassen. In der ersten Jahreshälfte 2019 habe sich die Lage jedoch beruhigt. Die Börsen hätten einen starken Jahresauftakt erlebt, während sich der Goldpreis lange Zeit im Bereich der Marke von 1.300 US-Dollar lediglich seitwärts bewegt habe. Spätestens mit der jüngsten FED-Sitzung sei jedoch Schwung in den Goldmarkt gekommen.

Im vergangenen Jahr habe die US-Notenbank die Leitzinsen vier Mal angehoben. Seit der Juni-Sitzung scheinen Marktteilnehmer jedoch überzeugt zu sein, dass bereits im Zuge der Juli-Sitzung am 30. und 31. Juli die Leitzinsen zum ersten Mal seit vielen Jahren wieder gesenkt würden. Diese Erwartungen seien unter anderem durch die Worte von Notenbankchef Jerome Powell nach der FED-Sitzung am 18. und 19 Juni angeheizt worden. Demnach würden viele Mitglieder des geldpolitischen Rates (FOMC), eine Zinssenkung für angemessen halten.

Der Ausgang der Juni-Sitzung der FED habe bei den Goldpreisen kurzfristig für einen steilen Anstieg gesorgt. Die Notierungen hätten zweitweise die Marke von 1.400 US-Dollar pro Feinunze geknackt und seien zudem auf ein neues Sechsjahreshoch geschossen. Sein Rekordhoch habe der Goldpreis im Herbst des Jahres 2011 bei 1.921 US-Dollar erreicht. Bis dahin sei es jedoch ein sehr weiter Weg. Zumal sich die Spannungen in der Weltpolitik nach dem jüngst abgehaltenen G20-Gipfel im japanischen Osaka ein wenig gelegt zu haben scheinen.

Die Zuspitzung der Lage im Nahen Osten nach einigen Angriffen auf Öltanker und dem Abschuss eine US-Drohne sowie der Handelsstreit zwischen China und den USA hätten Anleger in Sicherheitsinvestments wie Gold getrieben. Ein wichtiges Ergebnis des Treffens zwischen US-Präsident Donald Trump und dem chinesischen Staatschef Xi Jinping im Rahmen des jüngsten G20-Gipfels sei jedoch eine Art Waffenstillstand im Handelsstreit. Beide Seiten würden sich zunächst nicht mit weiteren Strafzöllen überziehen und die Verhandlungen über eine Lösung des Handelskonflikts fortsetzen wollen.

Darüber hinaus habe Donald Trump mit seinem überraschenden Zusammentreffen mit Nordkoreas Machthaber Kim Jong-Un an der innerkoreanischen Grenze für die Aussicht auf eine mögliche Lösung wichtiger Konflikte unserer Zeit gesorgt. Dies würde dafür sorgen, dass der Sichere Hafen Gold von Anlegerseite aller Voraussicht nach weniger stark nachgefragt würde. So sei es auch zu erklären, dass die Goldpreise kurz nach dem G20-Gipfel und Trumps historischem Besuch in Nordkorea stark unter Druck geraten seien. Außerdem sei die Juli-Leitzinssenkung der FED alles andere als in Stein gemeißelt. Donald Trump fordere vehement eine solche. Sollte die FED dem US-Präsidenten diesen Wunsch erfüllen, unabhängig davon, ob die entsprechenden Daten dafür sprechen würden oder nicht, könnte dies zu einem Vertrauensverlust führen. Die Notenbank könnte nicht mehr als uneingeschränkt politisch unabhängig angesehen werden.

Spekulative Anleger, die steigende Goldpreise erwarten würden, könnten mit einem WAVE XXL-Call der Deutschen Bank auf ein solches Szenario setzen. Der Hebel dieses Open-End-Papiers liege derzeit bei 4,12, die Barriere bei 1.095,80 US-Dollar. Wer aber als spekulativer Anleger eher short-orientiert sei, könnte mit einem WAVE XXL-Put der Deutschen Bank (aktueller Hebel 3,91, Barriere bei 1.712,00 US-Dollar) auf fallende Goldnotierungen setzen. (Stand vom 02.07.2019) (04.07.2019/oc/a/r)



Quelle: ac


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