Wave XXL-Optionsscheine auf Gold: Folgt jetzt dank FED und Handelsstreit der ganz große Wurf? Optionsscheineanalyse

Donnerstag, 05.09.19 12:00
Wave XXL-Optionsscheine auf Gold: Folgt jetzt dank FED und Handelsstreit der ganz große Wurf? Optionsscheineanalyse
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Frankfurt (www.optionsscheinecheck.de) - Der Produktexperte von X-markets by Deutsche Bank, Christian-Hendrik Knappe, stellt einen Wave XXL-Call-Optionsschein (ISIN DE000DS86T01 / WKN DS86T0) sowie einen Wave XXL-Put-Optionsschein (ISIN DE000DX14XS6 / WKN DX14XS) der Deutschen Bank auf Gold (ISIN XC0009655157 / WKN 965515) vor.

Der Goldpreis habe in den vergangenen Wochen einen steilen Anstieg hingelegt. In Euro gerechnet habe das gelbe Edelmetall sogar auf ein neues Allzeithoch klettern können. Damit stelle sich aber auch die Frage, wie viel Luft den Goldnotierungen nach oben bleibe.

Bis in den Frühling hinein habe sich der Goldpreis in diesem Jahr kaum von der Stelle bewegt. Eine plötzliche Aufwärtsbewegung habe die Notierungen für das gelbe Edelmetall inzwischen auf ein neues Sechsjahreshoch gebracht. Die Marke von 1.500 US-Dollar pro Feinunze sei in der Zwischenzeit geknackt worden. In Euro gerechnet habe der Goldpreis Ende August sogar einen neuen Höchststand erreicht. In diesem Fall sei es über die Marke von 1.400 Euro pro Unze gegangen. Mehrere Aspekte hätten zu dieser Entwicklung beigetragen.

In den vergangenen Monaten hätten Anleger Gold verstärkt als einen so genannten Sicheren Hafen (wieder)entdeckt. In wirtschaftlich turbulenten Zeiten sollten diese, die Risiken in den Depots abmildern. Dabei gehe es derzeit an den Finanzmärkten recht turbulent zu. Im Fokus stehe neben einem möglichen ungeregelten Brexit vor allem der Handelsstreit zwischen den USA und China. Zwar möchten die Parteien weiter miteinander verhandeln und nach einer Lösung suchen, am 1. September traten jedoch neue Zölle und Gegenzölle in Kraft. Am 15. Dezember solle eine weitere Erhöhung der gegenseiteigen Strafzölle folgen.

Während der anhaltende Handelskonflikt Marktteilnehmer beunruhige, könnten die Spannungen im internationalen Handel den Goldpreis auch aus einem anderen Grund beflügeln. Die US-Notenbank FED habe Ende Juli erstmals seit der Finanzkrise die Leitzinsen gesenkt. Die Notenbanker hätten unter anderem die möglichen Risiken aus dem Handelsstreit für die US-Wirtschaft abfedern wollen. Weitere Zinsschritte könnten folgen. Solche fordere US-Präsident Donald Trump vehement. Niedrigere Zinsen könnten den US-Dollar schwächen, was die Goldbeschaffung günstiger machen und damit die Nachfrage sowie den Preis ankurbeln würde.

Gleichzeitig sorge die lockere Geldpolitik der FED und der EZB für niedrigere Anleihenzinsen. Hinzu komme eine geringere Risikobereitschaft von Anlegern infolge des Handelsstreits und der Rezessionsängste in einigen Teilen der Welt. Diese Effekte würden für eine stärkere Nachfrage nach Anleihen sorgen und damit extrem auf die Anleihenzinsen drücken. Auf diese Weise sinke jedoch die Attraktivität von festverzinslichen Wertpapieren im Vergleich zu Gold weiter, was die Goldnachfrage zusätzlich stütze. In diesem Fall wirke sich der Umstand weniger stark aus, dass Gold im Gegensatz zu Anleihen keine laufenden Renditen abwerfe.

Trotz der positiven Entwicklung des Goldpreises in den vergangenen Wochen sei es alles andere als sicher, dass sich die Preisrally in der gleichen Form wie zuletzt fortsetzen werde. Eine überraschende Einigung im chinesisch-amerikanischen Handelsstreit könnte dafür sorgen, dass die Träume von einem Angriff auf das Allzeithoch bei 1.921 US-Dollar pro Feinunze schnell zerplatzen würden. Außerdem könnten die Brexit-Sorgen übertrieben sein. Gleichzeitig bestehe die Möglichkeit, dass die US-Notenbank FED zur Enttäuschung der Goldpreis-Bullen auf weitere Leitzinssenkungen verzichte.

Spekulative Anleger, die steigende Goldpreise erwarten würden, könnten mit einem WAVE XXL-Call der Deutschen Bank auf ein solches Szenario setzen. Der Hebel dieses Open-End-Papiers liege derzeit bei 4,01, die Barriere bei 1.187,35 US-Dollar. Wer aber als spekulativer Anleger eher short-orientiert sei, könnte mit einem WAVE XXL-Put der Deutschen Bank (aktueller Hebel 7,11, Barriere bei 1.703,20 US-Dollar) auf fallende Goldnotierungen setzen. (Stand vom 03.09.2019) (05.09.2019/oc/a/r)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.




Quelle: Aktiencheck


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