Wave XXL-Optionsscheine auf Infineon: Der Chipproduzent setzt weiterhin auf seine Zukunftsmärkte - Optionsscheineanalyse

Donnerstag, 22.08.19 14:00
Wave XXL-Optionsscheine auf Infineon: Der Chipproduzent setzt weiterhin auf seine Zukunftsmärkte - Optionsscheineanalyse
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Frankfurt (www.optionsscheinecheck.de) - Der Produktexperte von X-markets by Deutsche Bank, Christian-Hendrik Knappe, stellt einen Wave XXL-Call-Optionsschein (ISIN DE000DS9LDZ3 / WKN DS9LDZ) sowie einen Wave XXL-Put-Optionsschein (ISIN DE000DC4QN71 / WKN DC4QN7) der Deutschen Bank auf die Aktie von Infineon (ISIN DE0006231004 / WKN 623100) vor.

Konjunktursorgen und der chinesisch-amerikanische Handelsstreit hätten derzeit die Infineon-Aktie voll im Griff. Die Konzentration auf einige Zukunftsmärkte und eine Übernahme könnten dem Münchner Halbleiterkonzern jedoch mittel- bis langfristig zum Erfolg verhelfen.

Bei Infineon seien zuletzt einige personelle Entscheidungen getroffen worden. Am 6. August habe der DAX-Konzern gemeldet, dass Dr. Wolfgang Eder, langjähriger Konzernchef des österreichischen Technologiekonzerns voestalpine, den Aufsichtsratsvorsitz übernehme. Außerdem sei beschlossen worden, dass der Vorstandsvorsitzende von Infineon, Dr. Reinhard Ploss, das Unternehmen bis Ende 2022 weiter führe. Zumindest hinsichtlich der Unternehmensführung herrsche jetzt schon Klarheit. In einigen anderen Punkten müsse Infineon dagegen mit ungelösten Fragen fertig werden.

Derzeit stehe die Halbleiterindustrie ganz besonders im Fokus, wenn es um die Auswirkungen des Handelsstreits zwischen China und den USA gehe. Einige Branchenvertreter hätten die Handelsstreitigkeiten für eine enttäuschende Geschäftsentwicklung und einen eingetrübten Ausblick verantwortlich gemacht. Neben einer infolge des Handelsstreits drohenden Konjunkturabkühlung seien es auch die Handelsbeschränkungen gegenüber dem chinesischen Konzern Huawei, die die Chipindustrie treffen würden. Entsprechend habe der Wechsel zwischen Entspannungstendenzen und einer Verschärfung im Handelsstreit jüngst für teilweise heftige Bewegungen der Infineon-Aktie gesorgt.

Auch die Schwäche in der Automobilindustrie habe Infineon zu spüren bekommen. Mittel- bis langfristig sollte die Zusammenarbeit mit den Automobilkonzernen dem Halbleiterunternehmen jedoch zugute kommen. Die Digitalisierung schreite voran. Autohersteller würden mit Hochdruck am autonomen Fahren und einer zusätzlichen Vernetzung der Fahrzeuge arbeiten, sodass die Nachfrage nach Chips die Infineon-Geschäfte in Zukunft beflügeln dürfte. Auch wenn sich die Infineon-Aktie den Marktturbulenzen nicht habe entziehen können, habe sich das Management zuletzt überraschend optimistisch gezeigt.

Trotz einer weiterhin schwächelnden Weltwirtschaft habe Infineon im dritten Quartal des Geschäftsjahres 2018/19 (Ende Juni) wachsen können. Laut Unternehmensangaben vom 1. August seien die Umsätze gegenüber dem Vorjahr um 4 Prozent und im Vergleich zum Vorquartal um 2 Prozent geklettert. Die Jahresziele seien trotz des anhaltend schwierigen makroökonomischen Umfelds bestätigt worden. Während die Segmentergebnis-Marge bei 16 Prozent gesehen werde, rechne das Management mit einem Umsatzanstieg um 5 Prozent auf 8 Mrd. Euro. Noch wichtiger: Aus Managementsicht seien die strukturellen Treiber in den Infineon-Zukunftsmärkten intakt und die langfristige Wachstumsperspektive des Unternehmens sei weiterhin gut.

Obwohl sich Börsianer zuletzt angesichts des schwierigen Marktumfelds nicht ganz mit dem Timing und dem gezahlten Preis bei der Übernahme des US-Konkurrenten Cypress Semiconductor zufrieden gezeigt hätten, solle der Deal laut Managementdarstellung einiges an Potenzial bereithalten. Vor allem in den wachstumsstarken Zielmärkten Automotive, Industrie und Internet der Dinge (IoT). Zudem werde bis 2022 mit Kostensynergien in Höhe von jährlich 180 Mio. Euro und langfristig mehr als 1,5 Mrd. Euro an jährlichen Umsatzsynergien gerechnet. Angesichts solcher Aussichten könnte der jüngste Kursrücksetzer der Infineon-Aktie Anlegern als günstige Einstiegsgelegenheit dienen.

Spekulative Anleger, die steigende Kurse der Infineon-Aktie erwarten würden, könnten mit einem WAVE XXL-Call der Deutschen Bank auf ein solches Szenario setzen. Der Hebel dieses Open-End-Papiers liege derzeit bei 4,24, die Barriere bei 12,65 Euro. Wer aber als spekulativer Anleger eher short-orientiert sei, könnte mit einem WAVE XXL-Put der Deutschen Bank (aktueller Hebel 3,74, Barriere bei 18,85 Euro) auf fallende Kurse der Infineon-Aktie setzen. (Stand vom 20.08.2019) (22.08.2019/oc/a/d)

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Quelle: Aktiencheck


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