Wave XXL-Optionsscheine auf Netflix: Der Jäger wird zum Gejagten - Optionsscheineanalyse

Donnerstag, 10.10.19 11:00
Wave XXL-Optionsscheine auf Netflix: Der Jäger wird zum Gejagten - Optionsscheineanalyse
Bildquelle: iStock by Getty Images
Frankfurt (www.optionsscheinecheck.de) - Der Produktexperte von X-markets by Deutsche Bank, Christian-Hendrik Knappe, stellt einen Wave XXL-Call-Optionsschein (ISIN DE000DS89A33 / WKN DS89A3) sowie einen Wave XXL-Put-Optionsschein (ISIN DE000DS6CJX0 / WKN DS6CJX) der Deutschen Bank auf die Aktie von Netflix (ISIN US64110L1061 / WKN 552484) vor.

Vor wenigen Wochen habe Netflix das fünfjährige Jubiläum seines Deutschland-Starts gefeiert. Das habe die Konkurrenz nicht davon abgehalten, dem Branchenprimus im Bereich Online-Streaming den Kampf anzusagen.

Netflix sei angetreten, um die Art und Weise zu verändern, wie Menschen Fernsehen. Dem Video-on-Demand-Anbieter sei dies bis zu einem gewissen Grad auch gelungen. Film- und Serienfans würden ihre Lieblingsinhalte inzwischen schauen, wann sie wollen und auf welchem Endgerät sie wollen würden. Doch ausgerechnet dieser Branchenpionier müsse sich einer ganz neuen Konkurrenzsituation stellen. Im Bereich Online-Streaming sei Netflix der Platzhirsch, während Amazon, Apple, Disney & Co mit ihren Streaming-Diensten zu den Herausforderern zählen würden.

Dabei müsse sich Netflix selbst fragen, ob die Preispolitik des Unternehmens auf der Höhe der Zeit sei. In den USA müssten Netflix-Kunden für das Basispaket 8,99 US-Dollar hinblättern. In Deutschland liege der Preis bei 7,99 Euro, allerdings würden die Filme und Serien dabei nicht in HD präsentiert. Hochauflösende Filme und Serien gebe es in den USA für 12,99 US-Dollar und hierzulande für 11,99 Euro. Darüber hinaus würden Premium-Abos für 15,99 US-Dollar bzw. 15,99 Euro im Monat angeboten.

Angesicht solcher Preise werde sich der ein oder andere Schnäppchenjäger überlegen, ob er nicht doch lieber zu dem ab 1. November für 4,99 Euro im Monat erhältlichen Apple TV+ wechseln sollte. Auch Disney gehe aggressiv vor. Den Streaming-Dienst Disney+ solle es für 6,99 US-Dollar im Monat geben, während das Jahresabo für 69,99 US-Dollar zu haben sein werde. Während noch nicht bekannt sei, mit welchen Originaltiteln Apple TV+ aufwarten werde, könnte Disney in Sachen Inhalte Netflix das Fürchten lehren. Schließlich habe der "Micky Maus"-Konzern unzählige beliebte Zeichentrickfilme, die Marvel-Superheldenfilme oder die Star Wars-Reihe im Angebot.

Darüber hinaus müsse berücksichtigt werden, dass Netflix zusätzlich mit Facebook oder YouTube konkurriere, wenn es darum gehe, welche Videos sich die Menschen im Internet anschauen würden. Gleichzeitig müsse Netflix enorme Summen in neue, in Eigenregie produzierte Filme, Serien und Dokumentationen stecken. Angesichts der Konkurrenzsituation sei es nicht garantiert, dass sich die enormen Investitionen am Ende auszahlen würden. Dies sei nur ein Grund, warum die Netflix-Aktie in den vergangenen Jahren teilweise sehr heftigen Schwankungen unterworfen gewesen sei. Diese Schwankungen könnten anhalten, vor allem, wenn Netflix noch einmal ähnlich wie im zweiten Quartal bei der Zahl der Kunden enttäuschen sollte.

Laut Unternehmensangaben vom 17. Juli habe Netflix im Juni-Quartal weltweit lediglich 2,7 Millionen neue Nutzer hinzugewonnen. Das Unternehmen selbst habe sich einen Zuwachs von etwa 5,0 Millionen vorgenommen. In den USA seien die Nutzerzahlen sogar um 130.000 Kunden gesunken. Entsprechend genau würden Investoren hinschauen, wenn die Ergebnisse zum dritten Quartal am 16. Oktober veröffentlicht würden.

Obwohl die Konkurrenz mit niedrigen Preisen versuche, in den Markt für Streaming-Dienste einzusteigen, könne Netflix jedoch mit der größeren Erfahrung aufwarten. Außerdem würden Film- und Serienfans am Ende nicht zu einem einzigen Anbieter strömen. Schließich seien die Geschmäcker bekanntlich verschieden. Außerdem befinde sich der Markt für Online-Streaming immer noch in einem eher frühen Stadium. Während mehrere Anbieter ein Stück vom Kuchen abbekommen sollten, dürfte der Kuchen selbst dank des Marktwachstums noch größer werden.

Spekulative Anleger, die steigende Kurse der Netflix-Aktie erwarten würden, könnten mit einem WAVE XXL-Call der Deutschen Bank auf ein solches Szenario setzen. Der Hebel dieses Open-End-Papiers liege derzeit bei 3,74, die Barriere bei 209,10 US-Dollar. Wer aber als spekulativer Anleger eher short-orientiert sei, könnte mit einem WAVE XXL-Put der Deutschen Bank (aktueller Hebel 2,04, Barriere bei 386,60 US-Dollar) auf fallende Kurse der Netflix-Aktie setzen. (Stand vom 08.10.2019) (10.10.2019/oc/a/a)



Quelle: Aktiencheck


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