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Wave XXL-Optionsscheine auf Nordex: Der nächste Schritt - Optionsscheineanalyse

Frankfurt (www.optionsscheinecheck.de) - Der Experte von X-markets by Deutsche Bank, Nicolai Tietze, stellt einen Wave XXL-Call-Optionsschein (ISIN DE000DL25VS1 / WKN DL25VS) und einen Wave XXL-Put-Optionsschein (ISIN DE000DL44527 / WKN DL4452) der Deutschen Bank auf die Nordex-Aktie (ISIN DE000A0D6554 / WKN A0D655) vor.

Mithilfe einer Übernahme wage der Hamburger Windturbinenhersteller Nordex den nächsten Schritt. Das TecDAX-Unternehmen wolle endlich ein "richtiger" Global Player sein.

Am 4. April habe Nordex verkündet, endlich die kartellrechtliche Freigabe für die Übernahme von Acciona Windpower (AWP) aus Spanien erhalten zu haben. Obwohl das Unternehmen bereits zuvor einen beeindruckenden Wachstumskurs habe hinlegen können, bedeute der Zusammenschluss ein ganz neues Kapitel. Laut Nordex-Chef Lars Bondo Krogsgaard würde man jetzt damit beginnen, das Unternehmen zu einem wahrhaft globalen Akteur der Windbranche aufzubauen. Einige Jahre zuvor wäre Nordex bei dem Versuch, zum Global Player aufzusteigen und den Offshore-Bereich auszubauen, beinahe komplett gescheitert. Allerdings habe relativ schnell der Turnaround bewerkstelligt und die Rückkehr in die Gewinnzone gefeiert werden können.

Unter dem neuen gemeinsamen Dach kämen Nordex und AWP auf eine installierte Kapazität von mehr als 18 GW in über 25 Märkten. 2015 habe die Gruppe einen Umsatz von rund 3,4 Mrd. Euro erzielt. Dieser solle in 2016 noch einmal ansteigen. Angesichts des guten Jahresauftakts scheine man auf gutem Wege zu sein, dies bewerkstelligen zu können. Zwischen Januar und März hätten die Umsatzerlöse laut Konzernangaben vom 10. Mai bei 637,0 Mio. Euro und damit um 28,3 Prozent höher als im Vorjahreszeitraum gelegen. In diesen Zahlen sei AWP jedoch noch nicht berücksichtigt. Am 23. Mai sei die Bekanntgabe genauerer Ergebniskennzahlen gefolgt. Das EBITDA sei um 57 Prozent auf 59,1 Mio. Euro gesteigert worden, sodass die EBITDA-Marge um 1,7 Prozentpunkte auf 9,3 Prozent geklettert sei. Die EBIT-Marge habe 7,1 Prozent betragen, nach 5,0 Prozent im Vorjahr, während der Konzerngewinn sogar um über 72 Prozent auf 25,5 Mio. Euro gestiegen sei.

Angesichts der guten Entwicklung der Geschäftsergebnisse würden sich Investoren mittlerweile fragen, ob Nordex bald das erste Mal in der nun schon mehr als 30-jährigen Unternehmensgeschichte eine Dividende zahlen werde. Es wäre der nächste Schritt in einer zuletzt sehr erfolgreichen Anlegergeschichte. Dieser Erfolg habe sich unter anderem in der sehr guten Kursperformance der Nordex-Aktie in den vergangenen Jahren ausgedrückt. Zuletzt sei die langfristige Kursrally jedoch etwas ins Stocken geraten. Zwar habe sich das TecDAX-Papier kurzfristig von den zu Jahresbeginn erlittenen Kursverlusten erholen können. Allerdings seien jüngst die allgemeinen Börsenturbulenzen und die Sorgen der Anleger vor einem so genannten "Brexit" als zusätzlicher Belastungsfaktor hinzugekommen.

Neben der AWP-Übernahme und den allgemeinen Marktgegebenheiten müssten Nordex-Anleger derzeit vor allem die EEG-Reform der Bundesregierung im Auge behalten. Zwar erziele das Unternehmen den größten Teil seiner Umsätze außerhalb des deutschen Heimatmarktes. Die Reform der Ökostrom-Förderung dürfte trotzdem einen großen Einfluss auf die Geschäftsergebnisse haben. Dabei könnte sich kurzfristig ein stark positiver Effekt ergeben. Kunden könnten versucht sein, jetzt noch schnell Windräder zu den alten Bedingungen aufzustellen.

Spekulative Anleger, die steigende Kurse der Nordex-Aktie erwarten würden, könnten mit einem Wave XXL-Call der Deutschen Bank auf ein solches Szenario setzen. Der Hebel dieses Open-End-Papiers liege derzeit bei 2,48; die Knock-Out-Schwelle bei 16,60 Euro. Wer aber als spekulativer Anleger eher short-orientiert sei, könnte mit einem Wave XXL-Put der Deutschen Bank (aktueller Hebel 3,44; Knock-Out-Schwelle bei 28,80 Euro) auf fallende Kurse der Nordex-Aktie setzen. (Stand vom 15.06.2016) (15.06.2016/oc/a/t)



Quelle: ac


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