Wave XXL-Optionsscheine auf adidas: Neue Rekordstände im Visier - Optionsscheineanalyse

Mittwoch, 02.10.19 11:30
Wave XXL-Optionsscheine auf adidas: Neue Rekordstände im Visier - Optionsscheineanalyse
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Frankfurt (www.optionsscheinecheck.de) - Der Produktexperte von X-markets by Deutsche Bank, Christian-Hendrik Knappe, stellt einen Wave XXL-Call-Optionsschein (ISIN DE000DC4G9W9 / WKN DC4G9W) sowie einen Wave XXL-Put-Optionsschein (ISIN DE000DC5J7X7 / WKN DC5J7X) der Deutschen Bank auf die Aktie von adidas (ISIN DE000A1EWWW0 / WKN A1EWWW) vor.

Die adidas-Aktie habe ihre kurzfristige Schwächeperiode überwunden. Das Papier peile neue Rekordstände an. Allerdings könnte dem größten europäischen Sportartikelhersteller auch einiges an Gegenwind entgegenwehen.

Nachdem die adidas-Aktie Anfang August bei knapp 297 Euro einen neuen Höchststand erreicht habe, habe sich der DAX-Wert eine kleine Auszeit genommen. Während Marktteilnehmer die Marktunsicherheiten für Gewinnmitnahmen genutzt hätten, hätten sich andere Investoren über eine günstige Einstiegsgelegenheit gefreut. Auch deshalb habe sich die adidas-Aktie in den vergangenen Wochen aufgemacht, die zeitweise unterbrochene Rekordjagd fortzusetzen. Dabei dürfte endlich auch die Marke von 300 Euro in den Fokus geraten. Zudem könnten Anleger damit die Enttäuschung über die nicht erfolgte Aufnahme in den STOXX Europe 50 vergessen.

Neben einigen Schnäppchenjägern, die den zwischenzeitlichen Rücksetzer der adidas-Aktie für einen günstigen Einstieg genutzt hätten, sei den Anteilscheinen des Sportartikelherstellers auch die allgemeine Beruhigung an den Börsen zugute gekommen. Darüber hinaus habe die adidas-Aktie von den am Markt positiv aufgenommenen Geschäftszahlen des adidas-Konkurrenten Nike profitiert. Dieser habe die Ergebnisse zum ersten Quartal des Geschäftsjahres 2019/20 (Ende August) am 24. September präsentiert.

Konzernweit seien die Umsatzerlöse im Vorjahresvergleich um 7 Prozent auf 10,7 Mrd. US-Dollar gewachsen. In Nordamerika habe das Umsatzplus bei 4 Prozent gelegen. adidas habe seinerseits im zweiten Quartal (Ende Juni) laut Unternehmensangaben vom 8. August in Nordamerika sogar ein Umsatzplus von 6 Prozent erzielt. Dabei habe die Marke Reebok um 10 Prozent zulegen können. Allerdings habe adidas Marktteilnehmer mit dem konzernweiten Umsatzwachstum in Höhe von 5 Prozent (währungsbereinigt: 4 Prozent) nicht überzeugen können.

Das adidas-Management stelle für die zweite Jahreshälfte jedoch eine Belebung des Geschäfts in Aussicht. Schließlich werde für das Gesamtjahr 2019 ein währungsbereinigtes Umsatzplus von 5 bis 8 Prozent angepeilt. Angesichts der Rezessionsängste in einigen Teilen der Welt könnten diese Ziele zu ambitioniert sein. Davon habe sich adidas bisher jedoch nicht beirren lassen. Zumal das Unternehmen zuletzt in anhaltenden Wachstumsmärkten wie China und den USA Stärke gezeigt habe. Außerdem treibe das immer wichtiger werdende Online-Geschäft das Unternehmenswachstum weiter an.

Zudem habe adidas jüngst trotz des schwierigen Marktumfelds auf der Ergebnisseite überzeugen können. Die jüngsten Effizienzmaßnahmen hätten Wirkung gezeigt. Im Juni-Quartal sei das Betriebsergebnis (+9 Prozent) stärker als der Umsatz gewachsen, sodass sich die operative Marge um 0,4 Prozentpunkte auf 11,7 Prozent (Prognose für 2019: 11,3 bis 11,5 Prozent) verbessert habe. Trotzdem stelle sich die Frage, ob die adidas-Aktie die positive Entwicklung seit Jahresbeginn fortsetzen könne. Zumal die positiven Aussichten bereits eingepreist sein könnten. Schließlich sei das Papier alles andere als günstig. Gemessen am FactSet-Konsens liege das für das Jahr 2020 geschätzte Kurs-Gewinn-Verhältnis bei rund 25. Außerdem könnte auch adidas unter einer Verschlechterung der wirtschaftlichen Stimmung leiden.

Spekulative Anleger, die steigende Kurse der adidas-Aktie erwarten würden, könnten mit einem WAVE XXL-Call der Deutschen Bank auf ein solches Szenario setzen. Der Hebel dieses Open-End-Papiers liege derzeit bei 4,15, die Barriere bei 225,10 Euro. Wer aber als spekulativer Anleger eher short-orientiert sei, könnte mit einem WAVE XXL-Put der Deutschen Bank (aktueller Hebel 3,86, Barriere bei 339,40 Euro) auf fallende Kurse der adidas-Aktie setzen. (Stand vom 01.10.2019) (02.10.2019/oc/a/d)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.




Quelle: Aktiencheck


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