dpa-AFX Überblick: KONJUNKTUR vom 15.09.2020 - 17.00 Uhr

Dienstag, 15.09.20 17:04
News-Schriftzug auf schwarzem Hintergrund.
Bildquelle: pixabay
USA: Erholung der Industrie verlangsamt sich

WASHINGTON - Die US-Industrie hat ihre Erholung von der Corona-Krise im August fortgesetzt, allerdings mit geringerem Tempo. Die Gesamtproduktion erhöhte sich zum Vormonat um 0,4 Prozent, wie die US-Notenbank Fed am Dienstag in Washington mitteilte. Es ist zwar der vierte Zuwachs in Folge, allerdings fiel er deutlich geringer aus als in den Monaten zuvor. Auch die Erwartungen von Analysten, die bei plus 1,0 Prozent lagen, wurden verfehlt.

USA: Stimmung in New Yorker Industrie hellt sich auf

NEW YORK - Die Stimmung in den New Yorker Industrieunternehmen hat sich im September stärker als erwartet aufgehellt. Der Empire-State-Index stieg von 3,7 Punkten im Vormonat auf 17,0 Punkte, wie die regionale Notenbank von New York am Dienstag mitteilte. Analysten hatten im Schnitt lediglich einen Anstieg auf 6,9 Punkte erwartet.

USA: Einfuhrpreise legen weiter zu

WASHINGTON - Die Preise von in die USA importierten Gütern sind auch im August gestiegen. Gegenüber dem Vormonat erhöhten sie sich um 0,9 Prozent, wie das Arbeitsministerium am Dienstag in Washington mitteilte. Analysten hatten mit einem schwächeren Zuwachs von im Mittel 0,5 Prozent gerechnet. Im Monatsvergleich waren sowohl Benzin als auch andere eingeführte Güter teurer.

Brexit: Zwei Tage Wartezeit an britischer Grenze befürchtet

LONDON/KENT - Nach dem Ende der Brexit-Übergangsphase zum Jahreswechsel erwarten die britischen Behörden einem internen Papier zufolge erhebliches Chaos an den Grenzen. Man rechne bereits im Januar mit Schlangen von bis zu 6500 Lastwagen in der Grenzregion Kent, wie aus dem vertraulichen Regierungsdokument hervorgeht, über das der britische "Guardian" am Dienstag berichtete.

China kritisiert USA für Einfuhrstopp von Produkten aus Xinjiang

PEKING - China hat die USA für die Ankündigung eines Einfuhrstopps bestimmter Produkte aus der Region Xinjiang kritisiert. "Es ist ein nackter Akt des Mobbings", sagte Außenamtssprecher Wang Wenbin am Dienstag. Vorwürfe, wonach Unternehmen in der Region Produkte mit Hilfe von Zwangsarbeit herstellen, seien "komplett erfunden".

ROUNDUP/Deutschland: ZEW-Konjunkturerwartungen steigen deutlich

MANNHEIM - Die Konjunkturerwartungen deutscher Finanzexperten sind im September auf den höchsten Stand seit 20 Jahren gestiegen. Wie das Mannheimer Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) am Dienstag mitteilte, stieg der von ihm erhobene Indikator um 5,9 Punkte auf 77,4 Zähler. Analysten hatten hingegen im Mittel mit einem Rückgang auf 69,5 Punkte gerechnet. Höher lag der Indikator zuletzt im Mai 2000.

Italien: Verbraucherpreise fallen deutlich

ROM - In Italien sind die Verbraucherpreise im August deutlich gefallen. Im Jahresvergleich sanken die für europäische Zwecke ermittelten Verbraucherpreise (HVPI) um 0,5 Prozent, wie das Statistikamts Istat am Dienstag nach einer zweiten Schätzung mitteilte. Eine erste Schätzung wurde bestätigt. Im Juli hatte die Inflationsrate noch 0,8 Prozent betragen.

Frankreich: Inflation geht deutlich zurück

PARIS - In Frankreich ist die Inflation im August deutlich gefallen. Gegenüber dem Vorjahresmonat seien die Verbraucherpreise nach europäischer Berechnung (HVPI) nur noch um 0,2 Prozent gestiegen, teilte das Statistikamt Insee am Dienstag nach einer zweiten Schätzung mit. Eine erste Schätzung wurde bestätigt. Im Juli hatte die Inflationsrate noch 0,9 Prozent betragen.

Großbritannien: Arbeitslosigkeit steigt an

LONDON - Die Arbeitslosigkeit in Großbritannien ist im Juli wie erwartet angestiegen, insgesamt halten sich die Auswirkungen der Corona-Krise jedoch weiter in Grenzen. In den drei Monaten bis Juli erhöhte sich die Arbeitslosenquote von 3,9 auf 4,1 Prozent, wie das Statistikamt ONS am Dienstag in London mitteilte. Analysten hatten im Schnitt mit diesem Anstieg gerechnet.

IEA senkt Nachfrageprognose für Rohöl wegen Corona-Ausbreitung

PARIS - Die Internationale Energieagentur (IEA) hat ihre Prognose für die Nachfrage nach Rohöl wegen der Corona-Krise für dieses Jahr gesenkt. Für das laufende Jahr rechnet der Interessenverband führender Industriestaaten mit einer globalen Nachfrage von durchschnittlich 91,7 Millionen Barrel (159 Liter) pro Tag, heißt es in dem am Dienstag in Paris veröffentlichten Monatsbericht der IEA. Im Vergleich zu der Schätzung im Juli senkten die IEA-Experten ihre Erwartung um 200 000 Barrel pro Tag. Damit dürfte die Nachfrage 8,4 Millionen Barrel pro Tag niedriger ausfallen als 2019.

Kundenhinweis:

ROUNDUP: Sie lesen im Konjunktur-Überblick eine Zusammenfassung. Zu diesem Thema gibt es mehrere Meldungen auf dem dpa-AFX Nachrichtendienst.

/jsl



Quelle: dpa-AFX




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