"Die Rente ist sicher“. Oder?

Mittwoch, 11.09.19 10:27
"Die Rente ist sicher“. Oder?
Bildquelle: Adobe Stock

"Die Rente ist sicher“, so lautete ein legendäres Wahlversprechen von Dr. Norbert Blüm im Jahr 1986. Doch wie sicher ist die Rente heute wirklich? Fakt ist:

Durch die gestiegene Lebenserwartung und eine geringe Geburtenrate müssen immer weniger Beitragszahler für eine wachsende Zahl an Rentner aufkommen. Und wenn in wenigen Jahren die geburtenstarken Jahrgänge ("Baby-Boomer" 1955 - 1969) ihren Ruhestand antreten, wird sich die Lage weiter massiv verschärfen (was Sie jetzt dagegen tun können, erfahren Sie hier). Bis zum Jahr 2050 wird sogar ein Anstieg der Ruheständler auf über 70 Prozent prognostiziert:



Laut dem von der Bundesregierung 2016 veröffentlichten "Alterssicherungsbericht" (wird alle vier Jahre erstellt) werden die meisten Bundesbürger im Ruhestand nicht ausreichend finanziell abgesichert sein, sofern sie nicht selbst mehr für ihre Altersvorsorge tun. In dem Bericht heißt es u.a.: "Die zusätzliche Altersvorsorge wird zukünftig immer wichtiger werden". Es entsteht also unweigerlich eine Rentenlücke.

So wird ein Durchschnittsdeutscher bei Renteneintritt im Jahr 2030 von der staatlichen Vorsorge voraussichtlich nur noch rund 44 Prozent des letzten Nettolohns erhalten. Verdient ein 50-jähriger Alleinstehender beispielsweise 5000 Euro pro Monat, beträgt die monatliche Rentenlücke 1830 Euro. Deutlich gravierender fällt die Versorgungslücke bei jungen Menschen aus: Ein 30-jähriger Alleinstehender mit einem Verdienst von 3000 Euro im Monat hat bei Renteneintritt mit einem Fehlbetrag von 1270 Euro zu rechnen (Tipp: So können Sie die Rentenlücke vermeiden):



Dennoch verlassen sich die meisten Deutschen auf ein Auskommen mit der gesetzlichen Rente. Wahrscheinlich ein Trugschluss, denn um im Alter den gewohnten Lebensstandard sorgenfrei genießen zu können, werden mindestens 80 Prozent des letzten Einkommens benötigt. Auch wenn heute keiner genau sagen kann, wie hoch der persönliche Fehlbetrag im Alter wirklich ausfällt, eins gilt als sicher:

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Quelle: boerse.de

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