EUR/USD (Euro / US-Dollar)
WKN: 965275 ISIN: EU0009652759
aktueller Kurs:
1,1008
Veränderung:
-0,0028
Veränderung in %:
-0,25 %
weitere Analysen einblenden

Devisen: Euro legt zeitweise deutlich zu

Dienstag, 24.03.20 17:12
Tafel mit Kursen
Bildquelle: fotolia.com
FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Euro hat am Dienstag trotz extrem schwacher Wirtschaftsdaten aus dem Währungsraum zumindest zeitweise deutlich zugelegt. Am Markt wurde dies mit der insgesamt besseren Stimmung an den Finanzmärkten begründet. Zudem neigte der US-Dollar zur Schwäche. Am späten Nachmittag kostete die Gemeinschaftswährung 1,0790 US-Dollar, nachdem sie zuvor bis auf 1,0889 Dollar gestiegen war. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,0843 (Montag: 1,0783) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,9223 (0,9274) Euro.

Fachleute nannten mehrere Gründe für den aufwertenden Euro, was vor allem eine Folge der wesentlich besseren Börsenstimmung war. Verwiesen wurde zum einen auf zahlreiche Krisenmaßnahmen vieler Regierungen und Notenbanken in den vergangenen Tagen, die auf die wirtschaftlichen Folgen der Virus-Krise abzielen. Zum anderen wurden Daten zu den Neuinfektionen aus einigen europäischen Ländern wie Italien genannt, die hoffnungsvoll stimmten. Außerdem kündigte China an, in der Stadt Wuhan, wo das Virus erstmalig ausgebrochen war, Anfang April die Ausgangssperre aufzuheben. Darüber hinaus bekundeten die sieben größten Industrienationen (G7), in der Krise enger zusammenarbeiten zu wollen.

Konjunkturdaten malten indes ein düsteres Bild. Die Einkaufsmanagerindizes des Marktforschungsinstituts IHS Markit brachen im März sowohl in der Eurozone als auch in den USA und Großbritannien mit Rekordgeschwindigkeit ein. Besonders stark traf es die Dienstleister, die in vielen Ländern ihre Geschäfte zur Eindämmung des Virus schließen mussten. Die Indikatoren in der Industrie hielten sich dagegen besser. Analysten begründeten diese Entwicklung auch mit einem Fehlsignal der Industrie-Indikatoren: Während längere Lieferzeiten normalerweise als Hinweis auf eine starke Nachfrage und damit positiv gewertet würden, resultierten sie aktuell aus Problemen auf der Angebotsseite.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,92100 (0,92970) britische Pfund, 119,99 (119,11) japanische Yen und 1,0572 (1,0590) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold (31,1 Gramm) wurde am Nachmittag in London mit 1614 Dollar gehandelt. Das waren rund 62 Dollar mehr als am Vortag./bgf/jsl/he



Quelle: dpa-AFX


Hier geht's zur Devisen-Startseite

News und Analysen

Devisen: Eurokurs im US-Handel wieder über 1,10 Dollar

NEW YORK (dpa-AFX) - Der Euro ist am Dienstag im US-Handel auf moderate Berg- und Talfahrt gegangen und hat zuletzt die Marke von 1,10 Dollar zurückerobert. Rund eine Stunde vor dem Börsenschluss ...weiterlesen

Seite: 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | ... | 88 ►

Volltextsuche

Im Fokus

Aktueller Chart
  • "Corona-Rabatt" nutzen?
  • Allzeithoch bei 195,75 Euro!
  • Ist die Aktie jetzt noch ein Schnäppchen?

Nachrichtensuche

Der Backtest: Handelsstrategien auf dem Prüfstand

Der Backtest: Handelsstrategien auf dem Prüfstand
Ein Backtest – auf deutsch: Rücktest oder auch Rückvergleich – ist ein Prozess zur Bewertung eines Modells. Hierzu werden die Regeln einer vorhandenen Strategie auf historische Daten angewendet. Dies erfolgt entweder mit einer speziell hierfür entwickelten Software oder durch eigene Programmierungen.
© 1994-2020 by boerse.de - Quelle für Kurse und Daten: ARIVA.DE AG - boerse.de übernimmt keine Gewähr