EUR/USD (Euro / US-Dollar)
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Devisen: Eurokurs steigt in Richtung 1,09 US-Dollar

Dienstag, 24.03.20 13:30
Tafel mit Kursen
Bildquelle: fotolia.com
FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Euro hat am Dienstag trotz extrem schwacher Wirtschaftsdaten aus dem Währungsraum deutlich zugelegt. Am Markt wurde dies mit der insgesamt besseren Stimmung an den Finanzmärkten begründet. Zudem neigte der US-Dollar zur Schwäche. Gegen Mittag kostete die Gemeinschaftswährung 1,0850 US-Dollar, nachdem sie vormittags bis auf 1,0889 Dollar gestiegen war. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuletzt am Montag auf 1,0783 Dollar festgesetzt.

Fachleute nannten mehrere Gründe für die steigenden Börsenkurse, was dem Euro zugute kam. "Die Kombination aus einem massiven weiteren Unterstützungspaket der Fed, die Diskussion in Europa um Schritte in Richtung einer Schuldenunion, vorsichtige Hoffnungszeichen, dass die Ansteckungsrate in Italien zurückgeht sowie die Aufhebung der Ausgangssperre in Wuhan führen zur Eindeckung von Shortpositionen an den Risikomärkten," fassten Experten der Dekabank zusammen.

Konjunkturdaten aus der Eurozone malten indes ein sehr düsteres Bild. Die Einkaufsmanagerindizes des Marktforschungsinstituts IHS Markit brachen im März mit Rekordgeschwindigkeit auf historische Tiefstände ein. "Die Eurozone verzeichnete im März einen beispiellosen Kollaps der Wirtschaftsaktivitäten, ausgelöst durch die Verschärfung der Corona-Pandemie", erklärte Markit. Besonders stark traf es die Dienstleister, während sich die Indikatoren in der Industrie relativ gut hielten.

Am Nachmittag veröffentlicht Markit auch in den USA die Ergebnisse seiner Einkaufsmanagerumfrage. Normalerweise werden die Daten an den Märkten wenig beachtet. Das könnte dieses Mal anders sein, weil auch dort ein deutlicher Rückgang erwartet wird./bgf/jsl/jha/



Quelle: dpa-AFX


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