Mehr Frauen in Topetagen - Firmen im Ausland sind weiter

Samstag, 21.09.19 11:56
Mehr Frauen in Topetagen - Firmen im Ausland sind weiter
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FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Chefetagen deutscher Konzerne sind weiblicher geworden. Börsenschwergewichte in anderen Industrieländern sind nach einer Studie der Allbright Stiftung allerdings deutlich weiter. Deutsche Unternehmen hätten noch wenig Erfahrung mit Vielfalt und inklusiver Unternehmenskultur, sagte Wiebke Ankersen, Co-Geschäftsführerin der gemeinnützigen Stiftung, der Deutschen Presse-Agentur. "Da können sie viel von amerikanischen und skandinavischen Unternehmen lernen."

Bundesfrauenministerin Franziska Giffey (SPD) sprach von ernüchternden Fakten. Es gehe trotz des Anstiegs nur schleppend voran. "Es braucht schärfere gesetzliche Maßnahmen, um die Entwicklung zu beschleunigen. Dazu wird die Bundesregierung demnächst einen Gesetzentwurf vorlegen."

Der Studie zufolge waren 27,8 Prozent der Vorstandsmitglieder der 30 Unternehmen aus dem US-Leitindex Dow Jones zum Stichtag 1. September 2019 weiblich. In Schweden lag der Frauenanteil in der Chefetage der 30 Topunternehmen bei 22,7 Prozent, in Großbritannien waren es 22,3 und in Frankreich 19,8 Prozent. Die 30 deutschen Börsenschwergewichte im Leitindex Dax kamen lediglich auf 14,7 Prozent (Vorjahr: 13,4 Prozent).

Den Angaben zufolge haben 80 Prozent der Dax-Konzerne inzwischen aber mindestens eine Frau im Vorstand, bei den mittelgroßen Firmen aus dem MDax sind es 32 Prozent und bei den Unternehmen im Kleinwerteindex SDax 20 Prozent. Ausgewertet wurden die 160 Unternehmen, die in den drei Börsenindizes notiert sind. Insgesamt stieg die Zahl der weiblichen Vorstandsmitglieder seit dem Vorjahr von 56 auf 66. Der Anteil der Managerinnen erhöhte sich von 8 auf 9,3 Prozent./mar/DP/zb



Quelle: dpa-AFX


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