ROUNDUP/Aktien New York Schluss: Gewinne nach guten Zahlen aus der Finanzbranche

Mittwoch, 16.01.19 22:46
ROUNDUP/Aktien New York Schluss: Gewinne nach guten Zahlen aus der Finanzbranche
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NEW YORK (dpa-AFX) - Erfreuliche Geschäftszahlen einiger Finanzhäuser haben am Mittwoch die Standardwerte an der Wall Street gestützt. Angesichts des anhaltenden Teil-Regierungsstillstandes hielten sich die Kursbewegungen aber in Grenzen. Zudem schwelen im Hintergrund immer noch die Handelsstreitigkeiten mit China, so dass die Anleger bei den konjunktursensiblen Technologieaktien vorsichtig agierten.

Der US-Leitindex Dow Jones Industrial stieg um 0,59 Prozent auf 24 207,16 Punkte und bewegte sich damit auf dem Niveau von Mitte Dezember. Der marktbreite S&P 500 rückte um 0,22 Prozent auf 2616,10 Punkte vor, während der technologielastige Auswahlindex Nasdaq 100 um 0,02 Prozent auf 6668,56 Punkte fiel.

Die Aktien von Goldman Sachs zündeten ein Kursfeuerwerk und gewannen an der Dow-Spitze 9,54 Prozent, nachdem die Investmentbank mit ihren Resultaten für das vergangene Jahr die Experten vor allem beim Ertrag positiv überrascht hatte. Zwischenzeitlich hatten die Anteilscheine den größten prozentualen Tagesgewinn seit 2011 verzeichnet.

Verantwortlich dafür waren insbesondere brummende Geschäfte an den Aktienmärkten und niedrigere Steuern. Bereits am Montag und Dienstag hatten die Anteilsscheine von erfreulichen Zahlen der Branchenkollegen JPMorgan und Citigroup profitiert.

In den positiven Zahlenreigen der Konkurrenten reihten sich auch die Ergebnisse der Bank of America ein, deren Papiere daraufhin um gut 7 Prozent anzogen. Das Nettozinseinkommen und eine unerwartet niedrige Steuerquote seien für die positive Überraschung verantwortlich, schrieb Analyst Saul Martinez von der Schweizer Großbank UBS. Die Anteilsscheine von Charles Schwab stiegen um 5,54 Prozent, nachdem der Broker sowohl beim Gewinn als auch beim Umsatz die Markterwartungen übertroffen hatte.

In dem freundlichen Umfeld zeigten sich die Aktien von Blackrock mit einem Plus von gut 3 Prozent ebenfalls sehr fest, obwohl der weltgrößte Vermögensverwalter mit der Gewinnentwicklung im abgelaufenen Quartal enttäuscht hatte. Wegen der Kursverluste an den Finanzmärkten hatten Anleger Gelder aus den üblicherweise teureren, aktiv gemanagten Fonds des Unternehmens in preiswertere Indexfonds umgeschichtet. Während der Telefonkonferenz zum vierten Quartal sagte Unternehmenschef Larry Fink, dass die Anlegergelder bei einer Entspannung der internationalen Handelskonflikte wieder verstärkt in Aktien- und andere Anlageprodukte fließen könnten. Bereits im Januar habe Blackrock netto wieder Zuflüsse verzeichnet.

Für Freude bei den Anlegern sorgte auch die Fluggesellschaft United Continental , die über ein besser als erwartet verlaufenes Quartal berichtet hatte. Dies galt vor allem für den bereinigten Gewinn je Aktie, der die Vorstellungen selbst der kühnsten Experten übertraf. Die Anteilscheine schnellten um mehr als 6 Prozent in die Höhe.

Dagegen ging es für Ford-Papiere um rund 6 Prozent nach unten. Der zweitgrößte US-Autobauer hatte die Anleger auf schwächere Quartalszahlen und ein ungewisses Geschäftsjahr 2019 eingestellt. Das Unternehmen tut sich unter anderem mit gestiegenen Materialkosten schwer, was nicht zuletzt am Zollstreit der USA mit Handelspartnern wie der Europäischen Union und China liegt.

Die Aktien von Snap stürzten um fast 14 Prozent ab, nachdem das Unternehmen hinter der Foto-App Snapchat über den Weggang seines Finanzchefs Tim Stone nach nur acht Monaten im Amt informiert hatte. Der Experte Mark Mahaney vom Analysehaus RBC schrieb, seine Besorgnis mit Blick auf ein umsetzungsstarkes Management sei nun gewachsen.

Der Eurokurs notierte zuletzt mit 1,1395 Dollar. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs auf 1,1389 (Dienstag: 1,1424) US-Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,8780 (0,8754) Euro. Richtungweisende zehnjährige US-Staatsanleihen gaben angesichts der Gewinne im Dow um 3/32 Punkte auf 103 14/32 Punkte nach und rentierten mit 2,724 Prozent./la/fba

Von Lutz Alexander, dpa-AFX



Quelle: dpa


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