Absteigendes Dreieck

absteigendes Dreieck

Wie das aufsteigende gehört auch das absteigende Dreieck in der Formationenlehre der Charttechnik zu den sogenannten Trendbestätigungs- bzw. Trendfortsetzungs-Formationen und signalisiert bei dem betrachteten Basiswert eine Fortführung der Kursentwicklung nach einer Konsolidierungsphase in Richtung des vorangegangenen Trends. Allerdings weist das absteigende bzw. fallende Dreieck dabei eine negative Implikation auf und richtet sich deshalb auf die Fortsetzung eines Abwärtstrends.

Woran lässt sich ein absteigendes Dreieck erkennen?

Spiegelbildlich zu einem aufsteigenden Dreieck ist ein fallendes Dreieck dadurch gekennzeichnet, dass der zugrundeliegende Kurs auf und ab schwankt, eine Zeitlang aber kein neues Tief mehr ausbildet. Dabei erfolgt ein Kauf mehrmals in Folge am bisherigen Tief bei gleichzeitig fallenden Hochpunkten. Das bedeutet: Der Kurs steigt zwar immer wieder von neuem an, aber nicht mehr ganz so weit wie beim vorangegangenen Mal. Das absteigende Dreieck bzw. Abwärtsdreieck wird begrenzt durch eine horizontale untere Unterstützungslinie sowie eine fallende obere Trendlinie, die die vorangehenden zunehmend kleineren Korrekturhochs miteinander verbindet. Damit überhaupt von einer Dreiecks-Formation gesprochen werden kann, sollte es zu mindestens vier aufeinanderfolgenden Umkehrpunkten kommen. In der Praxis wechselt der Kursverlauf bei der Dreiecksbildung aber meist fünf- bis sechsmal die Richtung.

Woran lässt sich ein absteigendes Dreieck erkennen?

Wann kommt es bei einem fallenden Dreieck zu einem Verkaufssignal?

Bei einem absteigenden Dreieck entsteht immer dann ein Verkaufssignal, wenn die untere Begrenzungslinie unterschritten wird, wobei ein Ausbruch als besonders zuverlässig gilt, wenn er von der Basis des Dreiecks aus gesehen bis zur Spitze in einem Bereich zwischen etwa 60 und 65 Prozent erfolgt. Das zu erwartende Mindestkursziel nach einer Ausbruchsbewegung ergibt sich dabei automatisch aus der nach unten unter die horizontale Begrenzungslinie gespiegelten Höhe des Dreiecks an der Basis.

Da die fallende Dreiecksformation nur in etwas mehr als der Hälfte aller Fälle nach unten aufgelöst wird, weist sie im Gegensatz zu der aufsteigenden Variante eine etwas niedrigere Eintrittswahrscheinlichkeit auf. Aus diesem Grund empfiehlt sich für den Anleger umso mehr, vor einem möglichen Verkauf der bestehenden Position einen nachhaltigen Durchbruch der horizontalen Begrenzungslinie nach unten auf Schlusskursbasis abzuwarten. Wird dabei ein Verkaufssignal ausgelöst, wird das Mindestkursziel statistisch gesehen auch zu etwa 67 Prozent tatsächlich erreicht.

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