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Aktienrückkäufe

Aktienrückkäufe: ein zweischneidiges Schwert!

Auf gewisse Weise ist dies ein Luxusproblem: Wohin mit dem Geld? Diese Frage stellen sich nicht nur besonders reiche Individuen, sondern auch manche Unternehmen. Besonders dann, wenn die operativen Gewinne sprudeln und keine zwingende Notwendigkeit für die Erneuerung von Aktiva wie Maschinen etc. besteht. In solchen Fällen setzen einige Unternehmenslenker auf Übernahmen. Das Geld wird genutzt, um Konkurrenten zu kaufen. Das mag in manchen Fällen sinnvoll sein – in anderen wiederum eher hauptsächlich dem Ego von Managern nützen.
 

Was sind Aktienrückkäufe?

Es gibt eine weitere Möglichkeit zur Nutzung der Cash-Bestände – eben den Aktienrückkauf! Was damit gemeint ist: Ein Unternehmen kann am freien Markt = Börse eigene Aktien kaufen. Bezahlt wird dann ganz normal das, was auch andere Käufer zahlen müssten. Das Interessante daran: Durch Aktienrückkäufe sinkt die Zahl der ausgegebenen Aktien. Jede einzelne Aktie repräsentiert danach einen entsprechend höheren Wert = Anteil am Unternehmen bzw. dessen Stammkapital. Die Aktionäre bekommen demnach durch den Rückkauf von Aktien durch ein Unternehmen ein immer größeres Stück vom (Gewinn-)Kuchen eben dieses Unternehmens. 

Aktienrückkäufe

Warum Aktienrückkäufe zwei Seiten haben
So gut das auf den ersten Blick klingt: Im Grunde ist es ein „Nullsummenspiel“. Denn in der Tat, die Zahl der Aktien verringert sich, wodurch jede einzelne einen höheren Anteil am Stammkapital des Unternehmens hat. Andererseits gilt es aber zu bedenken: Das Unternehmen selbst hat „Cash“ = liquide Mittel für die Aktienrückkäufe ausgegeben. Die Aktiva haben sich entsprechend um diese abgeflossenen Gelder verringert.
 

Aktienrückkäufe versus langfristig hohe Dividendenrendite
Es ist insbesondere der kurzfristige Effekt, der insbesondere in den USA die Aktienrückkäufe beliebt gemacht hat. Denn oft reicht bereits die Ankündigung von Aktienrückkäufen, um den Kurs der Aktien etwas zu beflügeln. Entsprechend haben in manchen Jahren zum Beispiel die im S&P 500 enthaltenen Aktiengesellschaften über die Hälfte ihrer Gewinne in solche Aktienrückkäufe gesteckt. In Europa sind Aktienrückkäufe hingegen (noch?) nicht so stark verbreitet. Hierzulande setzen Anleger(innen) generell statt kurzfristigen Einmaleffekten lieber auf eine über Jahre und Jahrzehnte ordentliche Dividende.


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