
Die Technologiebranche gehört zu den spannendsten und dynamischsten Bereichen der Wirtschaft. Ob revolutionäre Innovationen im Bereich Künstliche Intelligenz, leistungsstarke Cloud-Dienste oder smarte Hardware-Geräte. Die Tech-Unternehmen prägen unseren Alltag und treiben die globale Entwicklung voran. Für Anleger bieten Tech-Aktien daher nicht nur die Möglichkeit, von diesen Fortschritten zu profitieren, sondern darüber hinaus auch attraktive Wachstumschancen.
Doch die Welt der Tech-Aktien ist ebenso vielfältig wie komplex. Sie reicht von Software-Giganten über innovative Hardware-Hersteller bis hin zu spezialisierten Unternehmen in Bereichen wie Robotik, Cloud Computing oder Halbleiterproduktion. Diese Vielfalt ist ausschlaggebend dafür, die verschiedenen Arten von Tech-Aktien zu kennen, um gezielte und fundierte Investmententscheidungen treffen zu können.
Tech-Aktien sind Aktien von Unternehmen, die primär in der Technologiebranche tätig sind. Diese Unternehmen entwickeln, produzieren oder vermarkten technologische Produkte und Dienstleistungen, die oft als Grundlage für Innovationen in verschiedenen Branchen gesehen werden. Von Hardware-Geräten über Software-Plattformen bis hin zu spezialisierten Technologien wie Künstlicher Intelligenz (KI) oder Cloud Computing – der Technologiebereich ist eine der dynamischsten und wachstumsstärksten Industrien der Welt.
Die Technologiebranche ist äußerst divers. Es reicht nicht aus, von Tech-Aktien als einem einheitlichen Marktsegment zu sprechen, da die Geschäftsfelder der Unternehmen oft sehr unterschiedlich sind. Softwareunternehmen arbeiten etwa mit digitalen Produkten, während Hardware-Hersteller physische Geräte entwickeln. Gleichzeitig können Konzerne wie NVIDIA sowohl im Bereich Hardware (Grafikchips) als auch im Bereich KI aktiv sein.
Die Einteilung in Kategorien bringt daneben handfeste Vorteile mit sich. Aus den Geschäftsmodellen resultieren verschiedene Chancen und Risiken. Diese zu kennen, ermöglicht Ihnen eine fundierte Entscheidungsgrundlage für Ihre Investments. Außerdem können Sie durch die Kategorisierung der Tech-Aktien eine gezieltere Diversifikation für Ihr Portfolio anstreben. Letzten Endes unterstützt Sie die Unterteilung auch beim Verständnis von Trends, da technologische Neuerungen die einzelnen Bereiche auf verschiedene Weisen beeinflussen.
Wie bereits angedeutet, ist die Tech-Branche ein riesiges Feld, das sich nach verschiedenen Kriterien aufteilen lässt. Als Abgrenzung zwischen den einzelnen Arten dienen beispielsweise spezifische Technologien und Geschäftsmodelle, aber auch die Zielmärkte. Die folgenden Bereiche der Tech-Branche sollten Sie kennen.
Software-Unternehmen
Diese entwickeln Programme und digitale Anwendungen, die sowohl von Firmen als auch von privaten Verbrauchern genutzt werden. Die Software-Unternehmen schaffen die Grundlage für viele moderne Geschäftsprozesse und persönliche Interaktionen.
Sie bieten Lösungen, die von Betriebssystemen (z.B. Microsoft Windows) über Unternehmenssoftware (z.B. SAP) bis hin zu kreativen Anwendungen (z.B. Adobe Creative Cloud) reichen. Viele der Unternehmen in diesem Bereich setzen auf abonnementbasierte Geschäftsmodelle, da diese wiederkehrende und kalkulierbare Einnahmen generieren.
Die Skalierbarkeit der digitalen Produkte ist gleichzeitig als eine der großen Chancen von Software-Unternehmen zu sehen. Da auch in Zukunft der Trend zur Digitalisierung von Prozessen anhalten dürfte, könnte die Nachfrage nach Aktien aus diesem Segment hoch bleiben. Einschränkend ist allerdings zu erwähnen, dass Software-Unternehmen stark von Innovationen abhängig sind. Wer es nicht schafft, sich kontinuierlich weiterzuentwickeln, könnte vom intensiven Wettbewerb rasch abgestraft werden.
Hardware-Unternehmen
Bei ihnen liegt der Fokus auf der Entwicklung von physischen Geräten und Technologien, die oft als Plattformen für Software und andere Anwendungen dienen. Der Bereich der Hardware-Unternehmen erstreckt sich von Smartphones und Laptops bis hin zur Spezialhardware in Form von Halbleitern, Grafikprozessoren (GPUs) sowie Smart-Home-Geräten.
Zu den bekanntesten Vertretern unter den Hardware-Unternehmen zählt sicherlich Apple, der Marktführer im Premium-Segment von Smartphones, Laptops und sogenannten Wearables. Intel als Hersteller von Prozessoren, die weltweit in Computern und Servern genutzt werden, ist als weiteres Beispiel für Hardware-Unternehmen anzuführen.
Positiv an diesem Bereich ist die wachsende Nachfrage nach leistungsstarker und effizienter Hardware. Zudem haben Hardware-Unternehmen in der Vergangenheit spannende Technologien wie etwa Augmented Reality, 5G sowie Edge Computing hervorgebracht. Allerdings ist die Branche in besonderem Maße in globale Lieferketten verwickelt und damit auch von Rohstoffpreisen abhängig. Gezeigt hat sich das etwa bei Halbleitern.
KI-Unternehmen
Kaum ein anderer Wirtschaftsbereich hat zuletzt für derartige Schlagzeilen gesorgt wie Künstliche Intelligenz. Das ist sicherlich ein Stück weit auf die Neuartigkeit der Branche zurückzuführen. KI-Unternehmen entwickeln schließlich Technologien, die Maschinen in die Lage versetzen, aus Daten zu lernen, Entscheidungen zu treffen und komplexe Aufgaben zu automatisieren. Dabei ist KI keineswegs auf einen Bereich beschränkt.
Sie findet Anwendung zum Beispiel in der Sprach- und Bildverarbeitung, bei autonomen Fahrzeugen oder in der medizinischen Diagnostik. Diese Liste ließe sich noch beliebig erweitern. Außerdem gilt KI als Motor für Innovationen in anderen Branchen.
Besonders bekannt unter den KI-Firmen ist OpenAI, ein Entwickler von generativen Modellen wie ChatGPT. Aber auch andere Namen wie Nvidia als Marktführer von Softwarelösungen für maschinelles Lernen oder Palantir, das mittels KI die Analyse riesiger Datenmengen ermöglicht, sind hier anzuführen.
Cloud-Computing-Unternehmen
Mit der Hilfe von Cloud Computing können Firmen ihre IT-Dienste skalieren und effizienter betreiben. Cloud Computing umfasst verschiedene Dienste, wozu vor allem Software-as-a-Service (SaaS), aber auch Plattform-as-a-Service (PaaS) sowie Infrastruktur-as-a-Service (IaaS) gehören. Diese ermöglichen den Zugriff auf Daten und Anwendungen über das Internet, ohne dass lokale Hardware benötigt wird.
Zu den bekanntesten Cloud-Computing-Unternehmen zählen derzeit Amazon Web Services (AWS) als Marktführer im Bereich Cloud-Infrastruktur, Microsoft Azure und Google Cloud.
Gegenwärtig wird die Branche des Cloud-Computing durch ein anhaltendes Wachstum getrieben, das sich teilweise auf die zunehmende Digitalisierung als Folge der Remote-Arbeit zurückführen lässt. Es gibt jedoch auch Risiken zu berücksichtigen. Insbesondere die starke Konkurrenz unter den Marktführern und Sicherheitsbedenken bei der Speicherung sensibler Daten sind ins Feld zu führen.
Robotik-Unternehmen
Die Suche nach effizienten und somit kostengünstigen Prozessen nimmt in Firmen mittlerweile eine zentrale Rolle ein. Robotik-Unternehmen entwickeln genau dafür Technologien, die überdies physische Aufgaben automatisieren. Ähnlich wie KI hat auch Robotik vielfältige Einsatzbereiche.
So wird sie zum Beispiel in der Industrie (Produktionsroboter), der Logistik (automatisierte Lager), im Gesundheitswesen (Chirurgieroboter) und in privaten Haushalten etwa in Form von Staubsaugerrobotern angewandt.
Unternehmen, deren Geschäftsmodelle im Wesentlichen auf den Aspekten Robotik und Automatisierung basieren, sind ABB, Boston Dynamics sowie Fanuc aus Japan. Alle drei Konzerne haben eine etwas andere Ausrichtung. ABB fokussiert sich auf Industrierobotik, während Boston Dynamics für fortschrittliche humanoide und tierähnliche Roboter bekannt ist. Fanuc wiederum gilt als Branchengröße bei Robotern für Fertigungsprozesse.
FinTech-Unternehmen
Sie werden bei der Auflistung der Arten von Tech-Aktien gerne vergessen, weil sie eine Kombination aus Technologie und Finanzdienstleistungen darstellen. Fintech-Unternehmen bieten für gewöhnlich innovative Dienstleistungen aus den Bereichen Zahlungen, Kredite, Investitionen und Bankgeschäfte an. Durch ihr Leistungsspektrum digitalisieren und automatisieren sie die traditionellen Finanzprozesse.
Die Fintech-Unternehmen haben sich in den vergangenen Jahren ausgebreitet. Zu ihnen zählen beispielsweise Plattformen für Online-Zahlungslösungen wie PayPal, Robo-Advisors wie Betterment und Kryptowährungsbörsen wie Coinbase.
Die Fintech-Branche profitiert in erster Linie von einem Trend hin zu digitalem Banking und kontaktlosen Zahlungen. Ihr Fokus liegt bewusst auf der technikaffinen jungen Zielgruppe. Auch in den Emerging Marktes wird ein starkes Wachstum forciert. In der Zukunft ist gleichzeitig aber auch mit Regulierungen zu rechnen, besonders was Kryptowährungen anbelangt.
Telekommunikations-Unternehmen
In diese Kategorie fallen Konzerne, die Infrastruktur und verbundene Dienste für den globalen Datenaustausch bereitstellen. Hierzu gehören die 5G-Technologien sowie diverse Internetlösungen. Der Schwerpunkt der Tätigkeit von Telekommunikations-Unternehmen kann im Ausbau von Netzwerken gesehen werde, die für mobile Kommunikation, IoT und Cloud-Anwendungen entscheidend sind.
Wichtige Telekommunikations-Unternehmen finden sich insbesondere in den USA. Cisco Systems ist Marktführer im Bereich Netzwerklösungen und IT-Sicherheit, Qualcomm wiederum entwickelt Chips für die mobile Kommunikation. Doch auch Europa hat mit Ericsson einen relevanten Player vorzuweisen. Der schwedische Konzern gilt als weltweit führender Anbieter bei der Implementierung von 5G-Technologien und Mobilinfrastruktur.
Der Ausbau der 5G-Technologien schreitet weltweit voran. Bis ins Jahr 2030 dürfte die Anzahl der 5G-Anschlüsse auf über sechs Milliarden ansteigen. Hier gibt es für die Branche noch jede Menge Potenzial. Auch das Internet of Things (IoT), also die Möglichkeit, physische und virtuelle Objekte miteinander zu vernetzten, könnte in den kommenden Jahren für Telekommunikations-Unternehmen zum Antriebsfaktor werden. Anleger müssen jedoch beachten, dass sich die Infrastrukturprojekte in diesem Bereich nur mit einem hohen Kapitalaufwand realisieren lassen.
Gaming-Unternehmen
Firmen, die in der Welt des Gamings operieren, entwickeln Software, Hardware und Plattformen für interaktive Erlebnisse. Ihre Einnahmen generieren sie folglich durch Spieleverkäufe, In-App-Käufe, Abonnements und Werbung. Die Gaming- und Unterhaltungsindustrie umfasst auch Hardware-Hersteller, wozu etwa Sony mit der PlayStation oder Microsoft mit der Xbox gehören.
Weitere bekannte Unternehmen in diesem Kontext sind Activision Blizzard (gehört zu Microsoft) mit Spielserien wie Call of Duty oder World of Warcraft oder Electronics Arts, das sich in der Szene vor allem mit FIFA und Madden NFL einen Namen gemacht hat.
Wie beliebt die Branche ist, zeigt sich unter anderem an den Zahlen. Im Jahr 2022 konnte der Gaming-Markt allein in Deutschland einen Rekordumsatz von 9,9 Milliarden Euro erzielen. Als bedeutendste Wachstumsmärkte werden insbesondere Spiele-Apps für Smartphones und Tablets identifiziert. Hier haben sich die Erlöse zwischen 2014 und 2023 mehr als verzehnfacht. Einschränkend ist anzumerken, dass die Unterhaltungsbranche überdurchschnittlich von Konsumententrends und erfolgreichen Spielen abhängig ist.
Wenn Sie das nächste Mal verallgemeinernd von Tech-Aktien hören, wissen Sie nun, dass dieser Oberbegriff eine ganze Menge bedeuten kann. Was aber nützt Ihnen dieses Wissen? Können Sie daraus einen Vorteil für Ihre Geldanlagen ziehen?
Das Stichwort lautet Diversifikation. Da Sie nun die diversen Arten von Tech-Aktien kennen, können Sie auch Ihre Investitionen gezielt verteilen und auf diese Art und Weise Ihre Abhängigkeit von einzelnen Unternehmen, Technologien und Marktsegmenten reduzieren.
Dass Diversifikation im Kontext von Tech-Aktien so wichtig ist, lässt sich hauptsächlich mit zwei Faktoren begründen. Einerseits schwankt die Performance dieser Titel aufgrund von Branchentrends, regulatorischen Änderungen oder makroökonomischen Einflussgrößen mitunter sehr stark. Andererseits durchlaufen verschiedene Tech-Kategorien oft unterschiedliche Zyklen. So weisen Softwareunternehmen dank der häufig angewandten abonnementbasierten Modelle in der Regel stabilere Umsätze auf als dies bei Hardware-Firmen der Fall ist. Letztere sind deutlich stärker auf funktionierende Lieferketten angewiesen.
Wenn Sie beim Aufbau Ihres eigenen Portfolios Ihre Kenntnis über die Arten von Tech-Aktien integrieren möchten, können Sie das anhand der folgenden drei Schritte tun. Die nachfolgend genannten Aktien dienen nur zum Zwecke der Veranschaulichung, stellen jedoch in keinem Fall eine Anlageberatung dar.
Möglicherweise haben Sie aber auch nicht die Lust und Zeit, sich selbst um die Erstellung eines ausgewogenen Portfolios zu kümmern. Um hier eine angemessene Diversifikation zu erreichen, ist überdies ein nicht unerhebliches Kapital Ihrerseits notwendig. Es gibt jedoch eine Alternative.
Risikostreuung wird beim boerse.de-Technologiefonds großgeschrieben. Hier fließt Ihr Geld in mehr als 500 Tech-Aktien, wovon 60 Prozent des Fondsvolumens wiederum in ausgewählte Champions-Aktien angelegt werden. Auf diese Weise konnten bis Ende November 2024 bereits knapp 90 Millionen Euro Kapital eingesammelt werden.
Der boerse.de-Technologiefonds basiert auf einem kombinierten Anlagekonzept von Thomas Müller und Dr. Hubert Dichtl. Hier können Sie nicht nur zwischen einer ausschüttenden sowie einer thesaurierenden Variante entscheiden, sondern haben darüber hinaus die Möglichkeit, einen Sparplan anzulegen. Anteile am boerse.de-Technologiefonds können Sie über die Börse Stuttgart ohne separaten Ausgabeaufschlag erwerben.