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Bankrotte Staaten

Einer der heißesten Kandidaten hinsichtlich einer Staatspleite war bis vor kurzem Argentinien. Zwar glaubten viele, dass das südamerikanische Land schon seit langem den Problemen der großen Krise von 2001 entsprungen sei, doch die Vergangenheit holte auch Argentinien wieder ein. Bankrotte Staaten erholen sich eben nicht so schnell...
 

Bankrotte Staaten - die legendäre Argentinien-Pleite in 2001
 

Unter Staatsanleihe-Investoren ist Argentinien nach wie vor eines der Schreckgespenste überhaupt. Nicht ohne Grund, denn die Staatspleite 2001 war eines der einschneidendsten Erlebnisse in diesem Bereich der letzten 20 Jahre. Im Zuge einer großen Wirtschaftskrise, die 1998 begann, hatte der südamerikanische Staat im Dezember 2001 die Zahlungsunfähigkeit erklären müssen. An den Folgen laboriert Argentinien noch heute, denn bankrotte Staaten haben es schwer am Kapitalmarkt.
 

Bankrotte Staaten: Die Zeit bringt hoffentliche Vertrauen zurück...
 

Normalerweise kehrt das verlorene Vertrauen des Kapitalmarkts im Lauf der Zeit wieder zurück. Im Fall Argentiniens gelang dies vor allem durch die Einigung mit dem so genannten Pariser Club im Mai 2014.
 

Zu dieser Gruppe von großen Gläubigern zählen neben vielen Euro-Staaten auch die USA, Kanada, Russland, Australien und die Schweiz. Doch im Vorfeld hatten sich bereits Hedge-Fonds aufgrund der zu erwarteten Einigung entsprechend positioniert und Staatsanleihen weit unter dem Nennwert erworben. Den Schuldenschnitt mit dem Pariser Club wollten sie aber nicht mittragen. Daher wurde Argentinien, wie so viele bankrotte Staaten zuvor, vor ordentliche Gerichte gezerrt. Am Ende ging die Spekulation der Hedge-Fonds tatsächlich auf:
 

Bankrotte Staaten: Verhängnisvolles Urteil und die Rettung
 

NML Capital, der zum Imperium des US-Milliardärs Paul Singer gehört, erstritt vor dem höchsten US-Gericht ein außergewöhnliches Urteil. Laut Supreme Court muss Argentinien dem Fonds die ausstehenden 1,33 Mrd. US-Dollar plus Säumniszinsen bezahlen. Da Argentinien dies jedoch bislang nicht wollte, und zugleich aber andere Staatsanleihen dennoch bedienen wollte, musste eine andere Lösung her. Denn sonst hätte eine neue Staatspleite gedroht. In der Folge kamen die Südamerikaner auf eine interessante Alternative:
 

Argentinien leiht sich von China 7,5 Mrd. US-Dollar, um Energie- und Bahnprojekte ohne die Aufnahme neuer Staatsanleihen umsetzen zu können. Ganz ohne Nutzen ist dies jedoch auch für China nicht, denn das Reich der Mitte ist zweitwichtigster Handelspartner des beinahe erneut bankrotten Staates. Lassen Sie daher die Finger von Staatsanleihen und investieren Sie direkt in Aktien!

 

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