Bestens-Order

Orderarten: Bestens Order

Bestens-Order: Die gängigste Verkaufsorderart

Gerade Börsenneulinge fragen sich, wie beim Verkauf einer Aktie oder eines anderen Wertpapiers der beste und damit der höchste Preis erzielt werden kann. Die Wahl des Orderzusatzes „bestens“ ist hier natürlich naheliegend, zumal es sich hierbei um die wohl gängigste Verkaufsorder handelt. Tatsächlich resultiert der Orderzusatz „bestens“ allerdings häufig in einem für den Verkäufer ungünstigen Verkaufskurs. Zur Erklärung:

Bestens-Order: Funktionsweise   

Eine Verkaufsorder wird zum aktuell bestmöglichen Kurs ausgeführt. Das bedeutet, der Verkäufer möchte ein gewünschtes Wertpapier zum besten Preis verkaufen, der zum gegenwärtigen Zeitpunkt am Markt möglich ist. Damit wird also ein Käufer gesucht, der die gleiche Stückzahl an Wertpapieren zum augenblicklich höchsten erzielbaren Preis kaufen will. Da der mit dem Orderzusatz „bestens“ versehene Auftrag an keinerlei Bedingungen (unlimitiert) geknüpft ist, akzeptiert der Verkäufer damit de facto auch jeden anderen Preis. Hierzu ein Beispiel:

Bestens-Order: Beispiel

Der Kurs der Smart Money AG notiert aktuell bei 22,50 Euro. Ein Anleger gibt einen Auftrag zum Verkauf von 100 Stück Aktien dieses Unternehmens mit dem Orderzusatz „bestens“ an die Börse. Aktuell sind Käufer allerdings nur dazu bereit, für 100 Stück dieser Aktien 22,40 Euro zu bezahlen, sodass die Order unmittelbar zu 22,40 Euro ausgeführt wird. Dieser beim Verkauf „bestens“ ausgeführte Auftrag wird deshalb auch „Market-Order“ genannt, da dieser sofort und ohne Kurslimit am Markt ausgeführt wird. Aus dieser Vorgehensweise resultieren dementsprechend Vor- und Nachteile:

Bestens-Order: Vorteil

Der Vorteil beim Verkauf „bestens“ besteht darin, dass die Order unmittelbar und sofort am gleichen Tag ausgeführt wird. Die Wertpapiere werden in kürzester Zeit aus dem Depot ausgebucht und der entsprechende Geldbetrag dem Verrechnungskonto gutgeschrieben. Verzeichnet eine Aktie also z.B. am nächsten Tag einen deutlichen Kurseinbruch, ist der Anleger hiervon nicht mehr betroffen.

Bestens-Order: Nachteil

Bei einer Verkaufsorder „bestens“ besteht die Gefahr, dass der Anleger einen ungünstigen, also zu niedrigen Ausführungskurs bekommt. Denn mit dieser Orderart wird im Prinzip jeder Verkaufskurs akzeptiert. Das betrifft insbesondere Aktien mit niedrigem Handelsvolumen.

Bestens-Order: Unser Tipp

Die Bestens-Order sollte nur genutzt werden bei Wertpapieren mit hohen Handelsumsätzen. Weniger liquide Titel, zu denen in der Regel Nebenwerte und viele ausländische Aktien gehören, sollten nur mit einem Verkaufslimit veräußert werden. Denn nur so können Sie sicher gehen, einen für Sie guten Verkaufskurs zu erhalten.

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