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Der Big-Mac-Index ist ein aufschlussreicher Indikator!

Ist eine Währung unterbewertet oder überbewertet? Es gibt natürlich zahlreiche volkswirtschaftliche Kennzahlen, die sich dazu untersuchen lassen. Einen ersten Hinweis aber kann auch ein relativ einfacher Indikator liefern: Der Big-Mac-Index! In der Tat: Hier geht es um den Big Mac von McDonald’s. Die Annahme lautet, dass ein Original Big Mac weltweit dieselbe Qualität hat. Der Big Mac als der Standardburger ist weltweit absolut identisch: Brötchen, Fleisch, Salat, Gurke, Zwiebel, Schmelzkäse und Big-Mac-Käsesauce. Ob Sie nun in Berlin, Sydney oder New York bestellen…

Die Theorie der Kaufkraftparität (KPP) sagt aus, dass in zwei unterschiedlichen Währungsräumen die Waren und Dienstleistungen umgerechnet jeweils dasselbe kosten. Mit anderen Worten: Wenn Kaufkraftparität herrscht und ein Big Mac in den USA 5 US-Dollar und in Europa 2,50 Euro kosten würde, dann wäre klar, wo der Wechselkurs stehen müsste: Bei 2 US-Dollar je Euro. Nur dann würde Kaufkraftparität herrschen: Denn 5 US-Dollar wären 2,50 Euro, und für beide Beträge ließe sich ein Big Mac kaufen.

In der Praxis hingegen gibt es oft erhebliche Abweichungen von der Theorie der Kaufkraftparität, wie sich beispielsweise im Jahr 2015 zeigt. Betrachten wir die in US-Dollar umgerechneten Preise in lokaler Währung, die ein Big Mac im jeweiligen Land kostet:

Grafik des Big-Mac-Index
Die Schlussfolgerung daraus: Gemäß „Big-Mac-Index“ ist der Euro gegenüber dem US-Dollar etwas unterbewertet, der Schweizer Franken hingegen deutlich überbewertet. Ebenfalls unterbewertet ist der russische Rubel (der 2015 deutlich an Boden verlor).

Der Big-Mac-Index, der erstmals 1986 von der britischen Zeitschrift „The Economist“ veröffentlicht wurde, ist nur ein Indikator von vielen. Natürlich reicht es nicht, nur aufgrund des Big-Mac-Index Investmententscheidungen zu treffen. Jedoch kann der Big-Mac-Index im internationalen Vergleich durchaus gewisse Hinweise auf über- und unterbewertete Währungen geben.

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