Börse lernen

Wie in vielen anderen Lebensbereichen spielt auch an der Börse Erfahrung eine wichtige Rolle. Wer in diesem „Haifischbecken“ erfolgreich bestehen möchte, in dem sich die Akteure stets im Spannungsfeld zwischen den Extremen Euphorie und Panik bewegen, benötigt als Voraussetzung allerdings auch ein gewisses Grundrüstzeug. Denn auch Börse will gelernt sein. Dabei gibt es für Anleger die verschiedensten Möglichkeiten, um sich das notwendige Börsenwissen anzueignen, je nachdem, wie viel Zeit und Lust der Einzelne „investieren“ möchte. So stellen generell Fachmagazine, Bücher und das Internet z.B. in Form von Finanznewslettern oder gerade in den letzten Jahren immer stärker auch über interaktive „Webinare“ geeignete Lernmittel dar. Darüber hinaus können Anleger auch ganz einfach auf einen professionellen Börsenbrief setzen, der u.a. konkrete Handlungsempfehlungen im Rahmen einer bereits bewährten Investmentstrategie liefert. Dabei gilt: Je besser das jeweilige Produkt zum individuellen Anforderungsprofil passt, desto größer auch der Lerneffekt.

 

Von der Börsenpsychologie lernen

Neben dem nötigen Grundwissen ist es für den angehenden Börsianer besonders wichtig, von dem vielfach irrationalen Verhalten der Marktteilnehmer zu lernen. Denn laut Investmentlegende André Kostolany reagiert die Börse lediglich zu 10% auf Fakten, der Rest wird dagegen von der Psyche bestimmt, die Investoren leider immer wieder einen Streich spielt und sie zu falschen Anlageentscheidungen veranlasst. Kein Wunder, dass sich mit der „Behavioral Finance“ längst auch ein eigener, interdisziplinärer Wissenschaftszweig mit der Psychologie an den Börsen beschäftigt, der die typischen Anleger-Fehler analysiert. Das bedeutet: Nur wer gelernt hat, seine eigenen Stärken, aber vor allem auch seine Schwächen zu erkennen, kann seine Emotionen bei der Investmententscheidung besser kontrollieren und dadurch auch einen Lernerfolg an der Börse erzielen. Zudem sind die immer wiederkehrenden Verhaltensmuster anderer Marktteilnehmer dadurch besser prognostizierbar.

Börse lernen: Selbstüberschätzung

Gerade an der Börse führt Selbstüberschätzung zu einer Vielzahl von Wahrnehmungsverzerrungen, die sich mit jedem neuen Erfolgserlebnis möglicherweise weiter in der Psyche festsetzen und mangels eines Lernprozesses wiederholt werden. Wer um diese Psychoklippe weiß, kann sie aber mit einer objektiven Betrachtung des eigenen Anlageverhaltens sowie ganz klar definierten Handelsregeln leicht umschiffen. Das Gleiche gilt für das Phänomen der selektiven Wahrnehmung von Verlusten, die laut Untersuchungen der „Behavioral Finance“ von Anlegern zwei bis zweieinhalbmal so stark bewertet werden wie Gewinne in gleicher Höhe. Dies zieht häufig beim Anleger ein unnötiges „Aussitzen“ von Buchverlusten bzw. ein viel zu schnelles Realisieren von Gewinnen nach sich. Eine der wichtigsten Regeln, die es für Börseneinsteiger deshalb zu verinnerlichen gilt, lautet: „Gewinne laufen lassen und Verluste begrenzen“.

„The trend is your friend“

Eine weitere Gesetzmäßigkeit, die sich jeder lernwillige Anleger in sein Lehrbuch schreiben sollte besagt, dass ein Kurstrend sehr viel wahrscheinlicher anhält, als dass er bricht, ganz egal, ob es sich dabei um einen Aufwärts- oder Abwärtstrend handelt. Denn nur allzu oft wird der Versuch, gegen den laufenden Trend zu handeln, bitter bestraft. Nicht zuletzt deshalb lauten auch die fünf teuersten Worte an der Börse: „Dieses Mal ist alles anders“. Auf der anderen Seite kann für einen Menschen als „adaptivem Lerner“, der nur bei Misserfolg sein Verhalten ändert, ein blindes „Mittrotten“ mit der Masse an der Börse ebenfalls suboptimal sein. Dies gilt insbesondere dann, wenn sich der Marktzyklus bereits einem Extremwert nähert. So bringt Starinvestor Warren Buffett die Gefahr eines allzu starken „Herdentriebs“ in einem seiner berühmtesten Bonmots als einfache Handlungsanweisung für den Ein- bzw. Ausstieg auf den Punkt: „Sei ängstlich, wenn andere gierig sind und sei gierig, wenn andere ängstlich sind“.

„Legen Sie nicht alle Eier in einen Korb“

Auch diese alte Börsenweisheit, die auf die in den 1950er-Jahren von Nobelpreisträger Harry M. Markowitz entwickelte Portfoliotheorie zurückgeht, sollte in keinem Börsen-Lernkurs fehlen. Dahinter steht der Grundgedanke, Anlagen möglichst breit und zielgerichtet über mehrere Asset-Klassen wie z.B. die die nicht beliebig vermehrbaren Sachwerte Aktien und Gold sowie auch einen Teil in Liquidität für eventuelle Nachkaufgelegenheiten zu streuen. Denn ein gut diversifiziertes Portfolio bietet eine günstigere Chance-Risiko-Struktur, da sich positive und negative Kursentwicklungen ausgleichen und insgesamt zu einem gleichmäßigeren Ergebnis führen. Je geringer dabei die Wechselwirkung zwischen den einzelnen Anlagebausteinen ist, desto geringer ist auch die Schwankung des ganzen Depots.

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