An der Börse handeln

An der Börse handeln

 

Während der Handel ursprünglich ohne feste Regeln auf öffentlichen Marktplätzen ablief, führten die wachsende Zahl der Marktteilnehmer und das steigende Handelsvolumen im Laufe des 15. Jahrhunderts zum Aufkommen des Börsenwesens. Dabei wurde erstmals 1460 in Antwerpen ganz offiziell von einem Börsenhandelsplatz gesprochen. Der große Vorteil: Unterschiedliche Produkte konnten fortan standardisiert nach Quantität und Qualität in einem regulierten und überwachten Marktumfeld ausgetauscht werden. Dadurch entstanden im Laufe der Zeit neben Devisen-, Termin- und Edelmetallbörsen vor allem Wertpapier-Handelsplätze, an denen heute nicht nur Aktien, sondern auch Anleihen, Zertifikate und Fonds gehandelt werden können.

 

An der Börse handeln: Welche Börsenhandelsplätze gibt es?

Gerade der Wertpapierhandel wurde durch den Einzug des Computers in die Börsenwelt stark beschleunigt. So können mittlerweile professionelle Akteure ebenso wie Privatpersonen ganz leicht Aktien zu Echtzeitkursen an allen wichtigen Börsenplätzen der Welt handeln. Allein in Deutschland bieten sechs regionale Börsen werktags von 8:00 und 20:00 Uhr ihre Dienste im Präsenz- bzw. Parketthandel an, wobei hier die Aufträge computergestützt noch immer direkt vor Ort auf dem „Parkett“ abgewickelt werden. Die größte Bedeutung besitzt dabei die die Frankfurter Wertpapierbörse (FWB), über deren vollelektronisches Handelssystem Xetra, börsentäglich zwischen 9:00 bis 17:30 Uhr ganze 80% des gesamten Aktienhandels laufen. Daneben können Anleger Aktien aber auch außerbörslich direkt über die Systeme einzelner Banken (Commerzbank, Baader Bank) oder Wertpapierhandelshäuser wie z.B. Tradegate  oder Lang & Schwarz (von 7.30 bis 23.00 Uhr und sogar am Wochenende) handeln.

 

Börsenkurse werden durch Angebot und Nachfrage bestimmt

Neben der eigentlichen Marktfunktion, die für einen geordneten und reibungslosen Handel sorgt, erfüllen Börsen auch die Aufgabe der Bewertung. So wird z.B. für eine gelistete Aktie während der Börsenhandelszeiten fortlaufend ein aktueller Verkehrswert festgestellt, zu dem die jeweiligen Marktteilnehmer das Wertpapier anhand einer festgelegten Wertpapierkennummer (WKN bzw. ISIN) erwerben und wieder veräußern können. Der Marktpreis wird dabei unabhängig vom Börsenplatz in der Regel durch Angebot und Nachfrage bestimmt, wobei im Rahmen der Quotierung eine Preisdifferenz zwischen An- und Verkaufskurs (Geld-Brief-Spanne bzw. Spread) zu beachten ist. Dabei gilt für den Anleger beim Kauf  einer Aktie der etwas höhere Briefkurs (Ask), während beim Verkauf der etwas niedrigere Geldkurs (Bid) den Ausschlag gibt.

 

Börsenhandel leicht gemacht

Jeder Anleger, der ein Wertpapierdepot besitzt, kann im Prinzip bereits für eine einzige Aktie persönlich über seinen Bankberater vor Ort oder per Telefon, Mail oder Fax eine Kauf- bzw. Verkaufsorder an der Börse platzieren. Wer stattdessen gleich auf die Online-Variante setzt, kann die Wertpapier-Order auch ganz bequem von zu Hause aus über die Internetseite seines Discount-Brokers veranlassen. Dabei wird der Auftrag in Sekundenschnelle an die Börse übermittelt und dort automatisch vom Börsensystem ausgeführt. Nahezu zeitgleich erhält der Kunde im Anschluss vollelektronisch von seiner Bank eine Bestätigung der Transaktion. Für die Order-Aufgabe braucht der Anleger nur die jeweilige Wertpapierkennnummer, die er in fast jeder Börsen-Publikation bzw. auf den einschlägigen Finanz-Portalen findet, in die Ordermaske eingeben und Schritt für Schritt festlegen, welche Stückzahl der gewünschten Aktie er an welchem Handelsplatz zu welchem Preis kaufen oder verkaufen möchte. Das Setzen eines selbst gewählten Limits ist dabei gerade bei kleineren oder seltener gehandelten Titeln von Vorteil, um einen möglichst fairen Marktpreis zu erhalten.

 

Zusätzliche Kosten beim Börsenhandel

Anleger, die ihre Aktien über einen bestimmten Börsenplatz handeln, müssen dafür ein börsenplatzabhängiges Entgelt incl. der Makler-Courtage sowie sogenannte Clearing- und Settlementgebühren für die anschließende Prüfung und den Wertpapierübertrag bezahlen. Bei Nutzung des außerbörslichen Handels entfallen diese Kostenkomponenten. Allerdings werden dem Kunden von der jeweiligen Bank bzw. dem Discount-Broker in jedem Fall die üblichen Transaktionskosten für die Ausführung des Wertpapierauftrags in Rechnung gestellt. Wie bereits bei der Depotführung kommt auch hier der Nutzer eines Online-Depots meist deutlich günstiger davon. Die entsprechenden Kostenmodelle sehen in der Regel einen sehr geringen Grundbetrag plus einen vom gehandelten Aktienvolumen abhängigen Prozentsatz mit bestimmten Minimal- und Maximalgebühren vor.

 

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