Broadening-Bottom

Broadening-Bottom

Broadening-Formationen werden wegen ihrer Form, die an ein Megaphon bzw. einen Trichter erinnert auch als umgekehrte oder rückwärts gerichtete Dreiecke bzw. Keile (Broadening-Wedge) bezeichnet. Je nachdem, ob sie an markanten Hoch- oder Tiefpunkten vorkommen, wird dabei von einem Broadening-Top oder einem Broadening-Bottom gesprochen. Beide Kursmuster werden meist als sogenannte Umkehr-Formationen verwendet, die das Ende eines bestehenden Trends einleiten. So tritt das bullische Kursmuster eines Broadening-Bottoms in der Regel am Schluss eines primären Abwärtstrends auf und wird bei einem Durchbruch der oberen Trend- bzw. Widerstandslinie mit einem Kaufsignal verlassen. Die Ausbildung dieser Formation kann zwischen ein paar Wochen und einigen Monaten dauern.

Woran lässt sich ein Broadening-Bottom erkennen?

Ein Broadening-Bottom ist dadurch gekennzeichnet, dass der zugrundeliegende Kurs auf und ab schwankt, wobei die ausgebildeten Hochs und Tiefs spiegelbildlich zu einem symmetrischen Dreieck zunehmend größer werden und sich immer weiter voneinander entfernen. Das bedeutet: Der Kurs bewegt sich in immer größeren Ausschlägen nach oben und unten seitwärts bis es schließlich zum Ausbruch aus dem Chartmuster kommt. Dabei ist die hohe Volatilität auch der Grund für das Auseinanderlaufen von Unterstützungs- und Widerstandslinie. Das Broadening-Bottom wird begrenzt durch zwei divergierende, sich wie bei einer Schere öffnende Trendlinien, wobei die obere Linie einen steigenden und die untere Linie einen fallenden Verlauf aufweist. Um möglichst verlässlich zu sein, sollte ein Broadening-Bottom idealtypisch aus drei markant fallenden Tiefpunkten (Tälern) und zwei bedeutend ansteigenden Hochpunkten (Gipfeln) bestehen (Five-Point-Reversal). Dagegen verliert die Formation anders als z.B. bei steigenden und fallenden Keilen bei mehr als fünf Umkehrpunkten an Aussagekraft.

Woran lässt sich ein Broadening-Bottom erkennen?

Das Broadening-Bottom kommt weniger häufig vor

Ganz allgemein gilt ein Broadening-Bottom als ein eher selten auftretendes Chartmuster. Um ein Fehlsignal zu verhindern, sollte vor einer entsprechenden Positionierung in jedem Fall ein nachhaltiger Ausbruch aus der Formation bei steigenden Umsätzen auf Schlusskursbasis abgewartet werden. Bei der Ausbildung des Kursmusters entwickelt sich das Handelsvolumen in der Regel aber sehr unregelmäßig und weist dabei tendenziell in die gleiche Richtung wie die Kursbewegung selbst. Wie bei anderen Formationen lässt sich das Mindestkursziel auch beim Broadening-Bottom aus der Formationshöhe berechnen. Dazu wird der vertikale Abstand zwischen Widerstands- und Unterstützungslinie am weitest entfernten Auflagepunkt gemessen und an der Ausbruchsstelle in Ausbruchsrichtung abgetragen. Darüber hinaus hat sich in der Praxis eine horizontale Linie auf halber Höhe des Broadening-Bottoms als gute Unterstützungszone erwiesen, wenn es nach einem zuvor erfolgten Ausbruch zu einer Rückkehrbewegung in die Formation kam.

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