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China-Boom

Das chinesische Wirtschaftswachstum wird gemeinhin als der Motor der Weltwirtschaft dargestellt. Zudem wird Asien und insbesondere China immer als „Place to be“ für die Wirtschaft genannt – doch bei der deutschen Wirtschaft scheint – im Vergleich zur US-Wirtschaft  der China-Boom nur bedingt angekommen zu sein.
 

China-Boom ohne Dax-Konzerne
 

Laut Berechnungen von Handelsblatt und der auf Schwellenländer spezialisierten Unternehmensberatung EAC erwirtschafteten die 30 Dax-Konzerne im Jahr 2012 lediglich 18 Prozent ihres Umsatzes in Asien. Im schwächelnden europäischen Heimatmarkt erzielten die 30 Riesen dagegen 55 Prozent bzw. stolze 734 Mrd. Euro.
 

Schaut man sich die Asienzahlen etwas genauer an, fällt das Ergebnis ernüchternd aus. Der Anteil Chinas am Gesamtumsatz betrug 2012 lediglich 11 Prozent bzw. 115 Mrd. Euro. Bereinigt man diesen Wert nun noch um den Umsatzriesen VW, so fallen 50 Mrd. Euro weg und die Summe der restlichen 29 Konzerne sinkt auf rund 65 Mrd. Euro. Der Wolfsburger Autobauer ist bekanntermaßen seit 35 Jahren im Reich der Mitte aktiv und hat sein Engagement dort seither kontinuierlich ausgeweitet. Doch von den anderen Dax-Konzernen ist mehrheitlich nicht viel zu hören. Von daher besteht noch jede Menge Potenzial, um in China präsent zu sein und von der dortigen Boom zu profitieren.
 

China-Boom: Autos und Grundstoffe dominieren

Neben VW sind selbstverständlich auch die anderen großen Automobilhersteller in China aktiv. Doch sowohl Daimler als auch BMW erreichen längst nicht die Stärke des VW-Konzerns. Eine andere Branche ist ebenfalls sehr aktiv:
 

Der Chemieriese BASF hat durch verschiedene Kooperationen, aber auch eigene Investitionen sein China-Engagement in den letzten Jahren kontinuierlich ausgeweitet. Er kündigte weitere Investitionen im Lackgeschäft an, um auch vom Auto-Boom in China profitieren zu können.
 

Deutlich besser läuft es da beim Baustoffhersteller HeidelbergCement. Die Heidelberger hoben im Rahmen ihrer Berichtsvorlage hervor, dass ihre weltweiten Zementlieferungen von dem anhaltenden Nachfrageanstieg in den Märkten in Asien profitierten. Dieser Trend soll anhalten, denn man rechnet unverändert mit einem anhaltenden Nachfragewachstum. Ein kleines Fazit:
 

Wie man sieht, bietet der China-Boom für viele Branchen durchaus interessante Absatzmärkte. Je eher die noch zurückhaltenden deutschen Unternehmen dieses verinnerlichen und umsetzen, statt nur darüber zu reden – umso besser. Dann dürfte der China-Boom auch hierzulande für weiteres Wirtschaftswachstum sorgen. Welche Aktien dabei die besten Kurspotenziale besitzen, erfahren Sie im boerse.de-Aktienbrief!


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