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Deutschland-Bonds

Geht es nach Deutschlands Finanzminister Wolfgang Schäuble haben Anleger bald eine neue Anlageform zur Verfügung. Die Rede ist von Deutschland-Bonds. Damit ist eine besondere Form der Bundesanleihe gemeint, für die jedoch nicht nur die Bundesrepublik Deutschland gerade steht, sondern auch die einzelnen Bundesländer. Dementsprechend erhalten auch beide Seiten Geld aus dieser Form der Staatsfinanzierung. Die Pläne aus dem Bundesfinanzministerium sehen die Deutschland-Bonds in einem größeren Zusammenhang. Konkret:
 

Deutschland-Bonds – es wäre ein radikaler Umbau der Finanzen
 

Dabei sollen die Bundesländer ihre Kompetenzen bei der Schuldenaufnahme gänzlich auf den Bund übertragen. Dieser wiederum hat dann die Möglichkeit zu günstigeren Konditionen Geld für Bund und Länder zu beschaffen.
 

Angesichts der Schuldenbremse besteht jedoch für die Bundesländer sowieso nur noch bis 2020 die Möglichkeit überhaupt neue Schulden aufzunehmen. Die Aufgabe der gemeinsamen Schuldenverwaltung bestünde dann mit Hinblick auf die Länder in der Refinanzierung bestehender Schulden. Der Bund wiederum kann derweil auch weiterhin Schulden aufnehmen, wenn auch die Höhe auf 0,35 Prozent des Bruttoinlandsprodukts beschränkt ist.
 

Deutschland-Bonds: Mehr Geld als Lockmittel
 

Im Rahmen der Einführung einer gemeinsamen Schuldenverwaltung sollen die Bundesländer zudem von einigen Sozialaufgaben finanziell entlastet werden. Im Gegenzug wiederum sichert sich der Bund die Hoheit über das Finanzgebaren der Länder. Dies sieht auch eine andere Verteilung der jährlichen Umsatzsteuer-Einnahmen vor.
 

Am Ende könnten also beide Seiten von der Einführung der Deutschland-Bonds profitieren. Anleger, die auf Staats-Anleihen unbedingt als Investment setzen wollen, hätten einen Ansprechpartner für ihre deutschen Staatspapiere und die Schuldenverwaltung kann aufgrund der größeren Zahl an Papieren deutlich günstigere Konditionen erzielen. 


 

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